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Berufspilot: Ja oder Nein


Joshua_SWISS

Empfohlene Beiträge

Viele Leute sagen, dass man gut in Mathe sein soll. Was muss man genau können?

 

Den Abiturstoff nicht wuerde ich sagen, das vorher sollte gut reichen, vielleicht nicht fuer die Eingangspruefung.

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Also "Rocket Science" ist das Fliegen ja nicht. Das Problem ist, mit schlechten Noten wird man evtl nicht genommen. Wenn zwei gleich gute Kandidaten da sind, dann nimmt man den mit dem Studium oder der mit den 6ern (1sen in D) im Matura- (D: Abitur)-Zeugnis.

 

Dani

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@Danix: Die Diskussion hatten wir schon mal - und es gibt sie auch im Netz zu Dutzenden.

 

In der LH-Gruppe wird nicht oberflächlich nach Noten selektiert; es gibt durchaus belegte Fälle, wo jemand mit einem Vierer in Mathe (D) bei LH-Passage genommen wurde. Man muss es entsprechend argumentieren können, denn die Kommission schiesst sich natürlich darauf besonders ein.

Ob es - wie Du sagst - so ist, dass bei Selektionen eine handvoll gleich guter potentieller NFF'ler übrig bleibt und man dann etwa aufgrund von einem Notengrad in Englisch letzendlich doch nicht genommen wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

 

In vielen anderen Bereichen ist es (leider) so, wie Du sagst. Ich glaube nicht, dass Noten großen Aufschluss über das wahre Potential zu geben vermögen.

 

Gruss

Johannes

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Genau, meine Aussage bezieht sich nicht auf standardisierte und anonymisierte Tests. Trotzdem gibt es auch in der psychologischen Selektion ("Gespräch") eine irrationale Note, spätestens wenn die Frage kommt "was haben sie in ihrem Leben bisher so getan?" Die Antwort "ich habe gearbeitet und am Abend und am Wochenende gelernt" kommt einfach viel besser rüber als "ich habe mir die Welt angesehen und das Leben genossen."

 

Dani

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In vielen anderen Bereichen ist es (leider) so, wie Du sagst. Ich glaube nicht, dass Noten großen Aufschluss über das wahre Potential zu geben vermögen.

 

Da sind wir uns voll einig.

 

Nur wir sind uns hoffentlich auch einig, dass ein zweitaegiges Assessment-Center oder gar ein einstuendiges Gespraech das noch viel schlechter koennen. Schulnoten ergeben zumindest mal ein kontinuierliches Bild ueber einen laengeren Zeitraum, so dass einzelne "schlechte Tage" nicht so ins Gewicht fallen. Das ist schon mal nicht so verkehrt.

 

Florian

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Die Antwort "ich habe gearbeitet und am Abend und am Wochenende gelernt" kommt einfach viel besser rüber als "ich habe mir die Welt angesehen und das Leben genossen."

 

Das haengt vielleicht auch davon ab wofuer man sich bewirbt, ersteres qualifiziert fuer nen Nerdjob, letzteres wenn auch dafuer es geschickter zu formulieren fuers Top-Management.

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glaube nicht dass du ins Top-Management kommst ohne Schulabschluss mit guten Noten. Da musst du ausserdem Management-Erfahrung vorweisen.

 

Ausserdem hatten wir es hier von den Piloten.

 

Dani

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glaube nicht dass du ins Top-Management kommst ohne Schulabschluss mit guten Noten. Da musst du ausserdem Management-Erfahrung vorweisen.

 

Ist nicht so, obwohl es (fragwürdige) Tendenzen in diese Richtung gibt. Wäre mir aber zu anstrengend, das zu erläutern - mitunter fühlt sich jemand anders aufgerufen, das zu widerlegen.

 

Gruss

johannes

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Glaube ich ehrlich gesagt doch...

 

Genauso wenig, wie es "die Piloten" gibt, gibt es "das Top-Management".

 

Solche Karrieren sind (auch auf Grund der relativ kleinen Zahlen) sehr individuell: Es gibt Top-Manager, die haben Einser-Abitur (Sechser-Matura), Diplom, Doktor, MBA, ... genauso, wie es Top-Manager gibt, die die Schule abgebrochen und ihr eigenes Unternehmen gegründet haben oder sich von einer (Handwerks-)Lehre hochgearbeitet haben.

 

Natürlich spielen Schulnoten bei der Auswahl eines CEO sicher keine Rolle mehr - Schulnoten helfen aber dabei, beim Berufseinstieg einen Job zu bekommen, mit dem man später mit höherer Wahrscheinlichkeit in die Situation kommt, als CEO in Erwägung gezogen zu werden.

 

Florian

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Viele sehr erfolgreiche und berühmte Unternehmer und auch Führungskräfte der vergangenen Dekaden würden heutzutage in Konzernen kaum Chancen auf eine gleichwertige Karriere haben. Der Bologna-Prozess fordert seinen Tribut und heute geht zudem der Trend Richtung zusätzliches (postgraduales) Studium (MBA, etc.).

 

In der Generation meines Vaters konnte man es wirklich vom Lehrling zum Direktor bringen - entsprechenden Ehrgeiz vorausgesetzt; studiert haben die meisten dennoch nie und heute sitzen sie auf ihren alten Verträgen bzw. gehen mit fetten golden Handshakes in die Pense, während die doppel- und dreifach-Studierten entweder das fünfte Praktikum absolvieren, als PhD Taxi fahren oder mit grandiosen all-in-Verträgen für schlappes Geld 80 Wochenstunden ihr spätes Twen-Dasein opfern.

 

Vor einem Jahr war ich in Wien auf einer Fete und habe mit einer jungen Frau (24) gesprochen, die in Rekordzeiten ihre zwei Studien (Diplomstudium und Master) durchgezogen hat und nach Abschluß gleich beim Arbeitsamt gelandet ist (seehr motivierend). Und sie hat durchaus keine "Orchideenstudien" absolviert, sondern eigentlich etwas, dass angeblich gefragt sein sollte.

 

Somit mein Tipp an die Jugend: Machst Du Handwerk wie Installateur (Gas, Wasser, Schei**e), da bist Du nicht Opfa und kannst voll Megakohle abgreifen... Alter!! (ernsthaft) Aber von nix kommt nix - gearbeitet muss schon was werden ;)

 

Gruss

Johannes

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Genau das meinte ich. Um ins Top-Management zu kommen, muss man zuerst ins Management kommen. Das schaffst du heutzutage nur noch mit einem Abschluss (Ausnahmen gab es immer). Wenn du dein eigener Unternehmer bist, kannst du das machen wie immer du willst - die Gates, Zuckerbergs und Jobs waren alles Uniabbrecher. Ihren Nachwuchs rekrutieren sie lustigerweise wieder von den Elite-Unis. Also muss da schon was dran sein mit guten Noten...

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Viele sehr erfolgreiche und berühmte Unternehmer und auch Führungskräfte der vergangenen Dekaden würden heutzutage in Konzernen kaum Chancen auf eine gleichwertige Karriere haben. Der Bologna-Prozess fordert seinen Tribut und heute geht zudem der Trend Richtung zusätzliches (postgraduales) Studium (MBA, etc.).

 

In der Generation meines Vaters konnte man es wirklich vom Lehrling zum Direktor bringen - entsprechenden Ehrgeiz vorausgesetzt [...]

 

Dazu fällt mir nur eine Zeile der größten weiblichen Philisophin ein, die die Welt je hervor gebracht hat:

Ich mache mir die Welt, widewidewie sie mir gefällt

 

Wenn man aber mal auf die Fakten schaut und sich nicht davon ablenken läßt, dass Bologna per se böse ist, es die arme junge Generation ohnehin viel schwerer hat, als die ihrer Eltern, usw., dann stellt man zum Beispiel erstaunt fest, dass 7 von 10 Mitgliedern des aktuellen Siemens-Konzernvorstandes einen Doktor oder MBA gemacht haben. Und ohne genau zu wissen, wie alt Du bist, josch, gehe ich mal davon aus genau das ist die "Generation Deines Vaters" von der Du sprichst.

 

Von einem "Trend Richtung Postgradualem Studium (MBA,...)" auf Grund von Bologna kann man schon alleine deswegen im Top-Management nicht sprechen, weil diese Generation noch nicht im Top-Managemen angekommen ist.

Bei den Hochschulabgängern sieht man diesen Trend allerdings nicht: Nimmt man den Bachelor als das was er ist, nämlich das Äquivalent zum früheren Vordiplom, dann gehen heute sogar deutlich mehr Studenten mit Vordiplom von der Uni ab, als noch vor Bologna.

 

Florian

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Na dann werde ich es wie die "Pippisophin" halten und sogleich einsehen, dass es viiieeel besser ist in den Garten spielen zu gehen, als mit naturwissenschaftlich geprägten "Erwachsenen" öde Diskussionen zu führen, die letztendlich zu nichts führen.

 

Werde gleich mal sehen, ob ich - aus dem Gebüsch versteckt - die fesche Nachbarin mit dem Gartenschlauch naßspritzen kann...

Herrlich oh herrlich, ein Kind zu sein! :D

 

Gruss

Johannes

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  • 1 Monat später...

Ich mische mich mal ein. Es gibt Tendenzen, den Uniabschluss nicht mehr als dass Allerheiligste zu sehen.

 

http://www.nytimes.com/2013/04/21/technology/big-data-trying-to-build-better-workers.html?pagewanted=all&_r=1&

 

Übrigens, der Begriff "antiautoritär" kam durch einen willkürlich übersetzten Buchtitel in die deutsche Sprachlandschaft.

A.S. Neill, der dieses Buch schrieb, wollte eine Erziehung ohne Angst, Drohung, Schläge, wie es damals üblich war, begründet auf demokratischen Prinzipien. Von Regellosigkeit und Laissez-faire war nie die Rede. Den Begriff "antiautoritär" verwendete er ebenfalls nicht, das war der Verlag, welcher das Buch ins Deutsche übersetzen liess.

Wenn dann ein paar "Hippie-Eltern" ihre Kinder Spaghetti durch die Gegend werfen liessen, hat dies nichts mit den Ideen von Neill zu tun.

Leider versteht man unter antiautoritär heute letzteres.

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