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Europas Major Carrier in der Krise


Perry

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(...) "dummen Endkunden" (...), für den bei der Wahl des Verkehrsmittels solche angeblichen Kleinigkeiten wichtig sind wie das Teeservice, weil es für ihn ein Ausdruck der Wertschätzung ist, die ihm das Unternehmen entgegenbringt.

 

Ein gutes Statement - so dürfte es sich wohl verhalten, wenn man sich Kundenargumente bei Airline-Rankings anschaut.

Da spielt der Mythos der aufregenden und stilvolleren Flugreisen aus vergangenen Tagen sowie durch Werbung, Film und TV gewiß eine wichtige Rolle. Wenn die "Hausmeister" im Seat hocken und über ihnen der Call-Button für die F/As zum Drücken einlädt, dann fühlen sie sich wie bei Paschas im Palast und glauben, sie haben irgendwelche Ansprüche und Rechte. Die LCCs haben dem den Garaus gemacht - dafür konnten's eben dreimal zum Kübel-Saufen am Ballermann fliegen...

 

Eigentlich faszinierend, wie wenig es braucht, um die Kunden zu locken. Bissl einen besseren Fraß, und schon hat man mittlerweile ein Alleinstellungsmerkmal. Der Niki hat das immer schon gewußt und genutzt und so ein gutes Image aufgebaut. Bevor der Laden den Bach runterging, hat er einen Käufer gefunden und ihn abgestossen; wahrlich genial...

 

Gruss

Johannes

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dummen Endkunden

Ein gutes Statement - so dürfte es sich wohl verhalten, wenn man sich Kundenargumente bei Airline-Rankings anschaut.

Mit Verlaub, wer die dämlichen Suggestivfragen der Airline-Ranker beantwortet, kann ja wohl kaum deswegen das Prädikat "dumm" verdienen. Die Alternative wäre, gar nicht zu Antworten. Friss und stirb. Der ideale Kunde...

Ich habe schon mehrere Airline-Ranking Seite besucht, und bin bei keiner über die dritte Frage hinausgekommen, da die Fragen wirklich saublöd gestellt sind. Oder man kann pro Frage nur eine Airline als beste wählen, von schlechten Erfahrungen möchte man dort überhaupt nichts hören, schliesslich will man am Ende ja eine Airline als beste krönen, denn es geht ja nicht um Produktverbesserung, sondern um Werbung!

 

Allein die Fragen, die Lufthansa bei den Kundenbefragiungen gestellt hat... (ich bin allerdings seit geraumer Zeit gar nicht mehr gefragt wurden, wurden die Papierfragebögen zwischenzeitlich abgeschafft, und Lufthansa befragt nur noch die Onlinefreaks ?)

 

Fanden sie den Check in Bereich ansprechend ?

Häh??? Ansprechend??? Ich fand ihn völlig überheizt, völlig überfüllt, nur 1/4 der Desks war besetzt, die zwei Mädels bei Biz und First haben Löcher in die Luft gestarrt, ich fand den Check in Bereich etwas über 40 Minuten lang ausgesprochen ansprechend...

Ich würde auch im Zelt am Klapptisch einchecken, wenn es nur 5 Minuten dauern würde ! (habe ich auch schon gemacht, in den 80ern am alten Flughafen von Izmir...)

 

Fühlten sie sich vom Check-in Personal persönlich angesprochen ?

Häh??? Ja, als sich nach über 40 Minuten eine Dame mir die Gnade erwiesen hat mich mal zu bedienen hat sie jeden Satz mit meinem Namen beendet. Vermutlich verursacht das die langen Schlangen... Im Flieger installieren sie "Privacy Screens" aber jede Stewardess kent meinen Namen. Finden unsere Leistungsträger sowas gut? Ich empfinde das als einen Angriff auf meine Privatsphäre. Ich fühle mich dann überwacht, nicht "persönlich angesprochen". Eine Airline soll mich nicht ansprechen, sie soll mir liefern wofür ich bezahlt habe. Und das so zügig und reibungslos wie möglich. Ohne gespielte Honig-ums-Maul-schmier-Höflichkeit und trainiertes Lächeln. Ich will angemessen behandelt werden, und zwar als einer von allen. Ich will keine bevorzugte Behandlung, ich will das Gefühl das zu bekommen, was alle bekommen. Polizisten sprechen mich bei einer Kontrolle ständig mit meinem Namen an. Die Immigration Officers vieler Länder sprechen einen dauernd mit Namen an. Ich empfinde das als etwas negatives.

 

"dummen Endkunden" (...) Wertschätzung ist, die ihm das Unternehmen entgegenbringt.
Dass die europäische Airlinebranche ihre Kunden für dumm hät dürfte so ziemlich zu 100.0000% beschreiben welche "Wertschätzung" sie ihnen entgegenbringt. Gar keine!!!

Wer es in Asien wagen würde, seine Kunden (intern) als dumm zu bezeichnen dürfte seinen letzten Arbeitstag bei diesem Arbeitgeber gehabt haben.

 

Gruß

Ralf

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Die Verspätungsquote im Bahnverkehr ist innerdeutsch deutlich höher, als die des Luftverkehrs.

 

Woher hast Du das?

 

Meine ganz persoenliche Erfahrung ist: Wenn man Verspaetung gleich misst, dann ist auch innerdeutsch die Bahn deutlich puenktlicher, als die LH. Ofizielle Puenktlichkeitsstatistiken sind irrefuehrend, weil die Bahn ab 5 Minuten als verspaetet gilt, waehrend ein 14 Minuten verspaeteter Flieger aus Sicht der Airline noch puenktlich ist.

 

Da das aber eben nur persoenlich-subjektive Erfahrung ist, wuerden mich tatsaechliche Daten interessieren, die auf Basis der gleichen Definition bahn und Flug vergleichen.

 

Florian

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Woher hast Du das?

 

Meine ganz persoenliche Erfahrung ist: Wenn man Verspaetung gleich misst, dann ist auch innerdeutsch die Bahn deutlich puenktlicher, als die LH. Ofizielle Puenktlichkeitsstatistiken sind irrefuehrend, weil die Bahn ab 5 Minuten als verspaetet gilt, waehrend ein 14 Minuten verspaeteter Flieger aus Sicht der Airline noch puenktlich ist.

 

Da das aber eben nur persoenlich-subjektive Erfahrung ist, wuerden mich tatsaechliche Daten interessieren, die auf Basis der gleichen Definition bahn und Flug vergleichen.

 

Florian

 

Und auch das bringt nichts. Es gibt Leute die fahren mit der Bahn immer pünktlich, andere haben andauernd Verspätung. Ich selbst hatte Wochen in denen ich nie Verspätung hatte und dann wieder Wochen in denen ich bald mehr Verspätungszeit im Zug gesammelt habe als eigentliche Fahrzeit.

Im Gegensatz dazu waren die Hälfte meiner Flüge in den letzten Jahren über 20min. verspätet. Da hilft mir eine Statistik auch nicht weiter, auch wenns über die Masse gesehen dann ein anderes Ergebnis wird.

 

Gruß Alex

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DB und Eurocontrol.

Laut DB Fernverkehr (2012): 27% über 5 min, 12% über 15 Minuten

Eurocontrol (2006): 13% über 5 min, 6% über 15 Min

 

Ein bisschen Äpfel und Birnen, aber die Tendenz ist für mich eindeutig und deckt sich mit meinem persönlichen Eindruck.

 

Man muss natürlich dabei beachten, dass die Luftfahrtbranche viel realistischer plant als die Bahn, sprich sie versprechen von vorneherein keine zu große Pünktlichkeit. KLM setzt z.B. für CGN-AMS je nach Tageszeit und Richtung zwischen 55 Minuten und 1:10 an, schafft es bisweisen aber in 45 Minuten. Daher kommt man oft trotz nomineller Verspätung (verspäteter Abflug) doch noch pünktlich an. Sollte man auf der Polderbahn reinkommen, wird die volle Zeit dann auch gern mal gebraucht (fürs Taxi...).

Die Bahn versucht einem immer minutengenaue Ankunft zu versprechen, und wird dann von einer einzigen Gleisbaustelle mit Langsamfahranweisung sofort in eine Verspätung gedrängt. Von daher ist die Bahn manchmal auch Opfer ihres eigenen Anspruchs...

Umgekehrt plant die Bahn auch die Umsteigeverbindungen viel knapper (im Grunde kundenfreundlicher), was dann oft aus wenigen Minuten Verspätungen beim ersten Zug eine Stunde Verspätung für den Kunden beim zweiten ausmacht, obwohl dieser in der Statistik als pünktlich auftaucht.

 

Gruß

Ralf

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Im Spiegel Online findet sich ein interessanter (aber mit Absicht polemisch geschriebener) Vergleich: ...

 

Der Artikel ist ja nett (und in der Tat ist zumindest subjektiv die DB in den letzten Jahren besser, die LH schlechter geworden), aber leider extrem schlecht recherchiert und damit bei den Fakten falsch. Beispiel:

Außerdem kann ich meine Bahn-Bonuspunkte für ein Upgrade in die erste Klasse nutzen.

 

Das geht bei Miles & More theoretisch auch, nach mehreren Entwertungen und Prämienverteuerungen haben die Kranichpunkte inzwischen jedoch eine ähnliche Kaufkraft wie das südsudanesische Pfund. Das Bahnbonus-System hingegen ist der Schweizer Franken unter den Loyalty-Programmen. Mehrfach im Jahr kann ich es mir leisten, von der zweiten in die erste Klasse umzusteigen.

 

Wenn ich mal nur die Strecke Frankfurt München nehme, dann zahle ich bei der Bahn für ein Reguläres 2.Klasse-Ticket 100 EUR, brauche also 10 Fahrten um die 1000 Punkte für ein Upgrade hinzubekommen.

Bei der LH bekomme ich für ein Eco-Ticket in B oder Y 1000 Meilen, brauche also auch 10 Flüge, um die 10.000 Meilen für ein Upgrade zu bekommen (in dem Fall Upgrade für einen Europaflug; innerdeutsch gibt es bei der LH keine Meilenupgrades).

 

Wenn ich günstigere Buchungsklassen nehme, dann zahle ich bei der Bahn im Sparpreis zwischen 30 und 50 EUR für die Strecke FRA-MUN. Ich brauche also zwischen 33 und 20 Fahrten je Upgrade.

Bei der LH bekomme ich in den günstigeren Buchungsklassen 500 Meilen, brauche also auch 20 Flüge je Upgrade.

 

Fazit: In beiden Meilensystemen kann man sich jeden zehnten bis zwanzigsten Weg ein Upgrade von den Punkten leisten.

 

Florian

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Bei der LH bekomme ich für ein Eco-Ticket in B oder Y 1000 Meilen, brauche also auch 10 Flüge, um die 10.000 Meilen für ein Upgrade zu bekommen (in dem Fall Upgrade für einen Europaflug; innerdeutsch gibt es bei der LH keine Meilenupgrades).

Fazit: In beiden Meilensystemen kann man sich jeden zehnten bis zwanzigsten Weg ein Upgrade von den Punkten leisten

Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit, denn man brauch zum Upgrade nicht nur die Meilen, sondern auch eine upgradefähige Buchungsklasse.

Dabei kostet ein upgradefähiger Economyflug ganz schnell 90% des billigsten Businessflugs, d.h. man brauch nicht nur 10 "billige" Ecoflüge, man braucht auch noch einen Ecoflug der das 3-7 fache des billigsten Ecoflugs kostet, also praktisch 13-17 billige Ecoflüge für einen Businessflug.

Aber es ist ja allgemein bekannt, das Meilen innereuropäisch für Flüge praktisch keinen Wert haben.

 

Für mich sind Meilen jedenfalls völlig uninteressant, ich würde nicht ein Euro mehr oder einmal mehr umsteigen oder eine Stunde längere Flugzeit etc. für Meilen in Kauf nehmen. Nett wenn mir Airlines Meilen geben wollen, ich würde genauso mit ihnen fliegen, wenn sie es nicht tun würden. Das Geld könnten sie sich wirklich sparen, und stattdessen im normalen Service investieren.

Ich sammele Meilen nur für den Status, und das auch nur weil es an manchen Flughäfen signifikant Zeit beim Check-in und bei der Security spart. Auch das könnten die Airlines (bzw. die Airports) standardmäßig leisten.

 

Wenn der Vergleich Flugzeug <-> Bahn jetzt auf Basis der Meilenprogramme erfolgt, ist diese Welt wirklich völlig verrückt geworden.

 

Gruß

Ralf

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und mir ist es zu umständlich, bei jedem Flug die Nummer einzugeben. Solange ich sowieso nie genug Meilen sammeln kann um was anständiges damit zu erstehen, kann ich auch ebenso gut drauf verzichten. Ich sehe für mich persönlich keinen Vorteil am Meilensystem. Aber ich bin sicher nicht der Normalkunde - die meisten meiner Tickets sind günstige Service-Tickets wo man eh keine Meilen dafür bekommt.

 

Dani

(geschrieben in Serviceair Lounge in Schipol)

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  • 2 Wochen später...

Lieber Frank,

 

Leider kam ich nicht eher dazu Dein Posting im Detail zu beantworten.

 

Tue dies aber gerne, um zu vermeiden dass hier irgendwelche Missverstaendnisse um Raum bleiben:

 

Danke Ueli,

 

...och mir würde dann noch einfallen, dass man die einheimische Wirtschaft unterstützen möchte, aber wir jammern dann lieber wenn es nicht mehr so läuft...:008:

 

Es gibt viele Gründe die eigene Wirtschaft am Laufen zu halten, wir sind alle viel enger schicksalhaft verbunden als wir denken,

Etwa nur mal 1-2 Gründe: etwa, dass die SWR oder DLH Mitarbeiter als Kunden für unsere Businesses wegfallen wenn Sie keinen Job mehr haben. Oder, für unsere Sky-Gourments, dass unsere heissgeliebten asiatischen Carrier, keinen Gründe mehr haben sich an zustrengen, wenn es keine Konkurenz mehr gibt.

Ihr glaubt ja nicht wirklich, dass ein Monopolist weiter Hummer serviert, wenn er nicht muss...;)

 

Obwohl etwas gar polemisch von Dir formuliert, muss ich Dir sagen dass ich bis vor kurzem Deine Meinung hierzu teile. Leider ist es nun einmal so, dass Swiss Airlines (abgesehen von den immer mehr verschwindenden FF Vorteilen) in keiner Art und Weise Markentreue honoriert. Ganz besonders genervt hat mich ein Vorfall vor ca. 2 Monaten, als ich einen Langstreckenflug von London via Zuerich fuer ca. GBP 5,000 buchte (C Vollflex, umgerechnet ca. CHF7,000): Ich wollte den Flug von London nach Zuerich um 1-2 Fluege nach hinten verschieben. Als ich bei Swiss anrief, hiess es dass dies nur gegen Bezahlung einer Gebuehr von CHF50.- moeglich sei, da obwohl vollflexibel nicht direkt bei Swiss gebucht. Da fehlten mir schlicht die Worte.

Du wirst jetzt sagen: Och wie kleinlich von mir? Nein eher umgekehrt wurde ich sagen. Ich habe dann kostenlos storniert (das ging seltsamerweise) und bin dann fuer GBP 4500 mit BA geflogen (F Spezialtarif).

 

Die Golf Airlines (z.B. EK) werden aber ja sowieso von Westlern gemanaged, macht also nix.

Die haben aber als zusätzliche Ressource einen nicht enden wollenden Strom an Billig-Arbeitskräften mit einoperiertem Lächeln, der nie versiegt. ja die machen noch Kinder ;)

Da bleibt dann ein wenig Kohle für Hummer übrig. Schade nur wenn wir bzw unsere Kinder dann irgendwann selbst in diesem Strom an nicht enden wollenden Billigkräften enden und nicht so jung und hübsch sind wie die Singapur-Girls. Macht ja nix, nach uns die Sintflut.

Das sehe ich wesentlich weniger pessimistisch. Die Zeit in welcher in der Luftfahrt Geld gedruckt und ueberdurchschnittliche Loehne bezahlt wurden sind aber (leider?) sicherlich vorbei.

 

Der Hackbraten bei meiner Oma war übrigens immer ein Fest und es gab Zeiten da waren unsere Vorfahren (und einige hier) froh gewesen es hätte Hackbraten gegeben, heute muss es ein exotisches komisches Zeugs sein, damit es als gutes Essen durchgeht.

 

Ich bin nicht sicher ob Deiner Oma der Hackbraten, welcher serviert wurde zugesagt haette, wuerde es aber sehr begruessen wenn Deine Oma bei Swiss beratend taetig werden wuerde.

 

Ich bin eventuell etwas starrsinnig und altmodisch aber ich will einfach nicht verstehen was an Hackbraten und Pouletbrust ein schlechtes Lebensmittel ist.

Ja, ich weiss auch nicht warum Migros und Coop etc. hoehere Preise fuer Rindfleisch etc. verlangen????

 

Fleisch ist eines der am teuersten herzustellenden und kostbarsten Lebensmittel.

Stimmt absolut, hat aber mit dem Thema nichts zu tun.

 

Die armen Viecher können nur hoffen, dass sie nicht auf einem Senator-Essenstisch landen, der dann nur seine Senator Nase rümpft...

Warum immer dieses Vielfliegerbashing? Ist man Senator, HON und hilft somit aktiv mit Arbeitsplaetze zu erhalten (nur hier klug im Forum posten traegt genau gar nichts dazu bei), so ist es Dir nicht recht. Ist man dan Krisflyer Gold oder Emirates i.O passt es Dir auch nicht (siehe oben)???

 

Beste Gruesse

Markus

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Warum immer dieses Vielfliegerbashing? Ist man Senator, HON und hilft somit aktiv mit Arbeitsplaetze zu erhalten (nur hier klug im Forum posten traegt genau gar nichts dazu bei), so ist es Dir nicht recht. Ist man dan Krisflyer Gold oder Emirates i.O passt es Dir auch nicht (siehe oben)???

 

Beste Gruesse

Markus

 

hmmm, nicht ganz so ernst/streng nehmen :005:

 

Und danke Markus, für Deine restlichen Antworten. Da sind ein paar clevere Ansätze dabei.

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Ach wunderbar, ein Artikel zum Thema:

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-930702.html

Na soooo wunderbar nun auch nicht.
In den Business-Class-Lounges dagegen bekommen Passagiere kaum mehr als ein paar trockene Cracker.
Naja, es gibt keine Gourmetmenues, aber auch da hat sich doch seit einiger Zeit etwas getan. Je nach Uhrzeit gibt es ein paar warme oder kalte Speisen zur Auswahl, Würstchen und Kartoffelsalat, Suppe, Frikadellen, belegte Brote, mehr als Cracker und Gummibärchen sind es heute meist schon. Das war vor einigen Jahren noch anders. An vielen Flughäfen unterscheiden sich die Bussiness- und die Senatorlounge nur durch die Bar mit Bedienung, Essenstechnisch gibt es kaum Unterschiede. Vielleicht war ich aber auch zur falschen Zeit in der falschen Lounge und habe das gute Essen / die gute Senatorlounge bisher verpasst.
Bei Kurz- und Mittelstreckenflügen liegt das vor allem an den mittlerweile flächendeckend eingebauten Sitzen des deutschen Herstellers Recaro, die vor allem der Gewichtsreduktion dienen sollen. Sie erinnern an einen Campingstuhl: hart und so dünn, dass Passagiere häufig die Knie des Hintermanns zu spüren bekommen.
Nein, die Knie kann man bei diesen Sitzen nicht spüren, denn sie haben eine Hartschale. Allerdings ist diese im Bereich der Lendenwirbelsäule so stark ausgebeult, dass es sich anfühlt als drücke einem der Hintermann permanent die Knie ins Kreuz.

Ausserdem kommen die Sitzbezüge schon wieder gewaltig in die Jahre, was mir da Samstag geboten wurde schrie schon ziemlich laut nach einem Austausch...

In der Langstrecken-Business-Class wirbt Lufthansa mit neuen Sitzen, die sich zu einer Art Bett flachlegen lassen. Nur: Bei weitem nicht alle Flugzeuge fliegen bereits mit den neuen Sitzen, und das sorgt regelmäßig für Enttäuschungen bei Passagieren.

Genaugenommen sorgt das genau einmal für eine Enttäuschung (man lasse sich das Wort mal auf der Zunge zergehen: Die Airline hat zunächst den Kunden arglistig getäuscht, indem sie ihm in der Werbung eine neue Business Class versprochen hat, und wenn man dann die Realität sieht, ist man nicht mehr nur getäuscht, sondern enttäuscht. Das klingt irgendwie traurig, bedeutet aber nichts anderes, als das man betrogen worden ist. Man ist nicht traurig, man ist sauer! Man hat ein teures Produkt gekauft und ein billiges bekommen. Aber Lügen in der Werbung sind ja praktisch leaglisiert...) Ab da weiss man, dass die neue Business Class nach wie vor die absolute Ausnahme ist, und lebt damit. Ich hatte dieses Jahr 8 LH Transatlantikfüge, und alle auf altem Gestühl (Gerade wieder die Nacht von Freitag auf Samstag, und da war auch noch die Steuerelektronik defekt...). Letztes Jahr hatte ich einmal die neue Businessclass, allerdings auf einem Tagflug, und da sind fast schon die alten Sitze besser, da sie zum entspannten Sitzen die bessere Beinauflage haben.

Zwar wurde der Bordservice in der teuren Business Class aufgewertet, doch auch der fällt abgesehen von einer neuen Optik (etwa beim Kaffeebecher) höchst unterschiedlich aus.
Was der eine unterschiedlich nennt, findet der andere abwechslungsreich. Also für mich kann man das "zwar" in diesem Satz weglassen. Vielleicht sind meine Ansprüche nach ein paar Jahren des schon zitierten Kartoffelsalats mit Klappgabel nicht mehr repräsentativ, aber das was Lufthansa im Moment in der Business innerdeutsch anbietet, finde ich absolut angemessen. Unterschiedlich vielleicht, aber von Menge und Qualität war ich absolut überzeugt. Samstag morgen ein wirklich frisches, knackiges Brötchen (oder zwei, oder drei...), zwei Scheiben Putenbrust, drei Stücke verschiedene Käse, ein qualitativ hochweriges Stück Lachs, dazu noch ein "schwarzwälder Kirsch Quarkdessert" auch lecker und wirklich frisch (die Kirschen hatten noch nicht auf den Quark abgefärbt und der Teig war noch nicht durchgeweicht), kein Vergleich zu dem bis zu drei Tage alten Fraß der noch vor zwei Jahren serviert wurde (erkennbar am aufgedruckten Herstellungsdatum...).
Manche Senator-Lounges, etwa in München, grenzen sich durch lokale Spezialitäten wie Leberkässemmeln ab.

Aber erst ab 11 Uhr :002:

Und ich hatte mich Samstag Morgen auf ein Bayrisches Frühstück in der Senatorlounge gefreut. Aber immerhin waren die Brezn frisch, knusprig und aromatisch.

Zugegeben: In einer Massenindustrie wie der Luftfahrt mit engen Margen, hohen Kosten und umkämpften Strecken noch extremen Luxus zu erwarten, verdient das Prädikat naiv.
Naja.... Wer in der Luftfahrtindustrie bei bestimmten Randbedingungen (die einen als zahlungskräftig outen, z.B. Flüge morgens hin - abends zurück) extreme Preise mit gewaltigen Gewinnmargen (z.B. Economyflüge innereuropäisch for €400 die Flugstunde) zahlt, der verdient zwar das prädikat "naiv" wenn er Luxus erwartet, aber eigentlich würde er ihm zustehen. Es ist keinesfalls naiv für verdammt viel Geld auch angemessenen Service zu erwarten.

Wenn man mich für €1600 nach Kanada oder für €2300 nach Japan fliegt (Business natürlich), dann wäre es in der Tat naiv zu glauben, dafür könne man einen First Class Service erwarten. Wenn man mich aber für €1200 Economy nach Frankreich oder für €6500 Business nach Kanada fliegen will, dann muss man mich offensichtlich für völlig dämlich halten, wenn man mir versucht einzureden dafür dürfe ich nichts erwarten. Und darf sich nicht wundern, dass ich solche "Angebote" unserer etablierten Airlines nur sehr selten nutze.

Und es wäre ja überhaupt kein Problem, für Flüge in derartigen Buchungsklassen den Kunden ein Priority Checkin oder einen hochwertigen Loungezugang zu gönnen. Oder bei dem Frankreich Beispiel überhaupt mal einen Loungezugang!!! (in Toulouse betreibt die Star Alliance gar keine Lounge).

Die Leute die "extremem Luxus erwarten" und die, die Tickets "mit engen Margen" kaufen sind nicht die selben. Und da das unsere Major Carriers nicht kapieren, verdienen die das Prädikat naiv! Warum soll ich für unterdurschnittlichen Service überdurschnittliche Preise zahlen? Wenn ich bereit bin zu zahlen, erwarte ich auch Service. Wenn ich sowieso keinen Service bekomme, kann ich auch mit einer billigen Airline fliegen.

 

Gruß

Ralf

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  • 3 Wochen später...

Ich glaube, KLM geht es richtig schlecht...

KaasBrotje.jpg~original

Den Holländern geht der Käse aus ! :eek:

Und sowas wird bei der Buchung als "On Board : Meal" verkauft !

Ich denke, das ist symptomatisch für das Problem der Europäischen Airlines: Phantasievolle Verpackung, nichts drin.

 

Ohne hier ganz unfair zu sein, das neue Gestühl in den alten Fokkers ist erste Sahne, kein Vergleich zur NEK. Erstaunlich, das KLM das noch in 25 Jahre alte Flugzeuge investiert hat.

 

Gruß

Ralf

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@ Ralf,

 

sei Dankbar, dass Butter drauf ist ;):005:

Aber mal im ernst, das ist ja echt eine Frechheit hoch 3. Selbst für die Eco unservierbar, wobei man hier noch nicht mal mehr von servieren reden kann.

 

Apropos, auch wenn etwas off-topic vom eigentlichen Thema. Habe leider keine Bilder aber vertraut mir einfach:

1998 auf einem British Midland - Flug, gab lecker blutiges Pferdefleisch mir rohen Champignons. Ein Festmahl ... nicht.

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Phantasievolle Verpackung, nichts drin.

 

Das kommt davon, wenn man die Unternehmensführung Leuten überlässt, die primär schön schwatzen können...

 

Ich schätze mal, dass man mit der ganzen Kohle, die man für die Einführung dieses nette schwarze Täschchen aus dem Fenster geschmissen hat, ein Jahr lang allen C-Pax Kaviar und Schampus hätte servieren können:009:.

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Und der Hammer kam dann heute, als ich frisch zurück aus Kanada meine Mailbox mal wieder angesehen habe:

Sehr geehrte/r Frau/Herr XXXX,

 

wir danken Ihnen, dass Sie sich für Ihren Flug KL0671 von Amsterdam, Schiphol Airport (AMS) nach Montreal, Pierre Elliott Trudeau International (YUL) QC am 11/17/2013 für KLM entschieden haben. Die Zufriedenheit unserer Kunden spielt eine zentrale Rolle in unserem Unternehmen und darum möchten wir Sie gerne einladen, uns Ihre Meinung mitzuteilen.

 

Die Beurteilung Ihrer Erfahrung mit KLM wird ca. 10-12 Minuten in Anspruch nehmen. Wir danken Ihnen für Ihre Zeit. Möglicherweise wurden Sie bereits zur Teilnahme an unserer Kundenzufriedenheitsumfrage über einen früheren Flug eingeladen. Ihre neue Bewertung hilft uns jedoch, das Kundenerlebnis kontinuierlich zu verbessern.

 

Um die Umfrage zu starten, klicken Sie bitte hier.

Oh super! Meine Meinung wird gefragt! also *klick*

Vielen Dank für den Besuch des Kundenzufriedenheitsprogramms von AIR FRANCE und KLM. Wir danken Ihnen, dass Sie sich Zeit dafür nehmen.

Bedauerlicherweise ist der Zeitraum, in dem Sie Ihren Flug bewerten konnten, abgelaufen.

Wir bedanken uns, auch im Namen von AIR FRANCE KLM Customer Insight, für Ihre Zeit und hoffen, dass Sie beim nächsten Mal wieder teilnehmen.

:eek::confused::003:

Na hofft mal schön...

Aber gut zu wissend, das dieses Käsebrötchen ein "Kundenerlebnis" war :cool:

 

Gruß

Ralf

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Tja, die typischen Antworten der "Service"mitarbeiter...

Hier noch eine von Lufthansa :

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 8. Oktober. Für die verspätete Antwort bitten wir Sie höflich um Entschuldigung.

 

Es tut uns sehr leid, dass wir Ihrem Wunsch nach Zutritt zur Lounge in Frankfurt nicht nachkommen konnten. Wir können gut verstehen, dass Sie enttäuscht waren. Gerade dann, wenn man nach einem Langstreckenflug am Flughafen eintrifft, ist ein Besuch in der Lounge ein angenehmer Zeitvertreib. Ihre Enttäuschung darüber, dass wir Ihnen am 6. Oktober keinen Zutritt zu unserer Lounge gewähren konnten, verstehen wir daher nur zu gut. Wir möchten Ihnen deshalb einige Informationen zum Loungezugang geben.

 

Unser Lounge Angebot ist eine Serviceleistung, die wir ganz bewusst für unsere Statuskunden wie Frequent Traveller, Senatoren oder HON Circle Member vorsehen, aber auch Business Class und First Class Reisenden anbieten. Damit wollen wir zum einen der langjährigen Treue dieser Kunden Rechnung tragen und zum anderen eine Reise in unseren Premiumklassen schon am Boden angenehm beginnen lassen.

 

Wir laden unsere Lufthansa Frequent Traveller in die Business Lounge ein, wenn sie am gleichen Tag Gast auf einem Flug von Lufthansa, Star Alliance oder einem unserer Partner sind. Dies gilt unabhängig von der Reiseklasse. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis, dass wir den Zutritt nicht gewähren konnten, weil Sie keine Bordkarte für einen Weiterflug mit der Lufthansa oder einem Star Alliance Partner hatten. Dies gilt ohne Ausnahme für alle bestehenden Lounge-Angebote.

Hallo? Aufwachen Lufthansa! Ich bin Statuskunde (Senator). Ich hatte am gleichen Tag einen Business Class Flug mit einer Star Alliance Airline (ANA) und mit einem Partner (DB) auf einem > €6000 Lufthansa Ticket !!!

Standardantworten um Beschwerden abzubügeln.

Wenn sie mir wenigstens die besonderen Bedingungen der Welcome Lounge erklärt hätten, hätte ich es ja noch verstanden. (die Antwort, nicht warum man derartige Bedingungen erfindet, wenn man doch "der langjährigen Treue dieser Kunden Rechnung tragen und zum anderen eine Reise in unseren Premiumklassen schon am Boden angenehm beginnen lassen" will)

 

Mich wundert die Krise unserer Europäischen Carrier jedenfalls nicht die Spur.

 

Gruß

Ralf

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Wahrscheinlich ist es wieder die alte Geschichte die Ralf schonmal zum besten gegeben hat.

Es ist im übrigen unwichtig ob dein Ticket 6000 EUR kostet oder mehr oder weniger.

 

Es gibt klare Regeln zum Zutritt in die Welcome-Lounge mit deiner Senator-Karte, auch da wiederhole ich mich.

 

Zitat:

"Gültige Senator Card und Bordkarte eines ankommenden Lufthansa Interkontinental Fluges des selben Tages"

 

Quelle: http://www.lufthansa.com/de/de/Loungetypen-und-Zugang

 

Wenn du interkont mit LH angekommen bist hättest du rein dürfen und da kann man sehr gerne mal eine Beschwerde schreiben und nachfragen was das sollte wenn schon die Diskussion vor Ort nichts gebracht hat.

Wenn du nicht interkont mit LH angekommen bist hast du keinerlei Zugangsrecht zu dieser Lounge und jegliche Diskussion darüber erübrigt sich.

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Jede Airline kann sich natürlich selber die Bedinungen geben wie der Zutritt funktioniert.

 

Wieso bist du denn nicht in die Departure-Lounge gegangen?

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