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11.10.2013 | Tailwind 737-4Q8 | Zürich (LSZH)| vom Taxiway abgekommen


markusz

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Aber diesmal waren es mal keine Asiaten. Die Türkei hat doch eigentlich einen bedeutend besseren Ruf, vergleichbar mit westlichen Airlines, oder irre ich mich da?

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Aber diesmal waren es mal keine Asiaten. Die Türkei hat doch eigentlich einen bedeutend besseren Ruf, vergleichbar mit westlichen Airlines, oder irre ich mich da?

 

Auf die Turkish Airlines mag das zutreffen und einige etablierte Charterairlines wie Sun Express sind auch noch okay. Bei anderen Charterairlines fehlen mir aktuelle Kenntnisse. Allerdings gab es in den 90ern viele kleine Charterairlines (teilweise nur mit 2-3 Fliegern pro Flotte), die sicherheitstechnisch mehr als nur bedenklich waren. Google mal nach Holiday Airlines , Air Alfa oder Birgenair. Die meisten Seelenverkäuferairlines sind nach wenigen Jahren pleite gegangen. Ich bin als Kind in den 90ern mit mehreren dieser Seelenverkäufer nach Antalya geflogen(z.B. Sunways MD83, nicht zu verwechseln mit Sun Express - ich habe später Untersuchungsberichte über Zwischenfälle bei dieser Airline gelesen und mir ist dabei fast schlecht geworden. Die haben ehemalige Piloten der Turkish Air Force in nächtlichen Crashkursen auf die Zivilflieger umgeschult. CRM etc. waren vollkommen unbekannt. Es gab u.a. einen Zwischenfall in Finnland in den 90ern da hat der Pilot nachts nach einen Blick mit der Taschenlampe aus dem Kabinenfenster entschieden das der Eis- und Schneebefall an der Tragfläche unproblematisch wäre und wollte starten. Aufgrund eines anderen technischen Defektes konnte die Maschine aber glücklicherweise nicht starten, soviel zu den 90ern). Ich fands als Kind nur spannend und meine Eltern haben halt bei der Urlaubsplanung nicht auf die Airlines geachtet bzw. den Reiseprospekten geglaubt "top renommierte Airlines aus der Türkei".... Heute würde ich nicht mehr mit obskuren Kleinstcharterairlines fliegen.

 

Christian

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... Die Türkei hat doch eigentlich einen bedeutend besseren Ruf, vergleichbar mit westlichen Airlines, oder irre ich mich da?

 

Äh......Nein.

Und JA, du irrst dich da!

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Alexander Pichler

Weiß jemand um wie viel Uhr das war?

 

So viel ich weiß waren wir der 2. take-off von der 28 gestern hinter einer Gulfstream und da meinte ich noch nichts gesehen zu haben von dieser Tailwind.

 

Um 7uhr loc bei unserem take-off war es noch genau so dunkel, also müsste dies ja zwischn 7 und 7:40 Uhr gewesen sein oder ich habe die Maschine übersehen.

 

Grüße,

 

Alex

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Weiß jemand um wie viel Uhr das war?

 

Um 0640 loc sind sie gelandet. Erst war "nur" ein Pushbacktruck und die airport authority dort.

Um 0700 loc kam die Feuerwehr dazu.

 

Gruss

Markus

 

 

 

 

Flying at LSZK

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Äh......Nein.

Und JA, du irrst dich da!

 

Vielleicht seit Ihr doch zu streng mit den Kameraden aus dem Osten.

 

Vor etwa 25 Jahren ist fast an der selben Stelle ein Widebody der Delta im Dreck festgehangen. Dem hat es auch noch das Bugrad eingeknickt.

Als wir vorbeigerollt sind sagte mein Kapitän " Heh Alter mein Beileid. In Deiner Haut möchte ich jetzt nicht stecken"

 

Ich wusste er redet nicht mit mir.

 

Wolfgang

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Darauf wollte ich nicht hinaus: Wenn der "Alte" falsch rollt, der P2F First Officer das sieht, aber den Mund nicht aufkriegt, weil er Angst um seinen Job hat, ....

 

Sorry, aber deine Argumentation ist in diesem Punkt nicht schlüssig. Wieso soll ein P2F-F/O eher Angst um seinen Job haben (müssen)? Man könnte doch auch gerade das Gegenteil annehmen :cool:

 

Gruß

Manfred

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Tükische Airline ==> Ex-TK-Luftwaffencaptain ==> unantastbar/Ehrgefühl/beschwert sich sonst beim Chef, dass "der Kleine" ihn kritisiert hat. So läuft's da ab.

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Tükische Airline ==> Ex-TK-Luftwaffencaptain ==> unantastbar/Ehrgefühl/beschwert sich sonst beim Chef, dass "der Kleine" ihn kritisiert hat. So läuft's da ab.

 

 

Unantastbar/ Ehrgefühl, nicht nur im Cockpit, die tükischen äh

türkischen Freunde ;)

 

Wundert mich irgendwie trotzdem das die Türken- Bomber alle

relativ unbeschadet Jahr für Jahr durch kommen. Letztendlich ja gut so....

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Hallo Robert,

 

verstehe ich nicht. Wenn sie so viele Expats hätten/haben, warum soll dann der Mist mit der sogenannten Ehre ein Problem sein? Die meisten Expats kommen ja eher aus unserem Kulturkreis und sollten in der Lage sein, Kritik sachlich aufzunehmen.

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Das sichert hier ein paar Jobs
Bis auf den Gärtner :D
Tükische Airline ==> Ex-TK-Luftwaffencaptain
Da hast du wohl ein "c" vergessen :D

Ich war auch zu tiefst erstaunt als ich bei einem Jumpseat Flug bei Sun Express erfahren durfte, dass die 737 das einzige Passagierflugzeug überhaupt und das einzige Muster war, das der Captain ausser der F-16 in den letzten 10 Jahren geflogen hatte!

 

Gruß

Ralf

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Hallo Robert,

 

verstehe ich nicht. Wenn sie so viele Expats hätten/haben, warum soll dann der Mist mit der sogenannten Ehre ein Problem sein? Die meisten Expats kommen ja eher aus unserem Kulturkreis und sollten in der Lage sein, Kritik sachlich aufzunehmen.

 

Okay, ich habe mich unverständlich ausgedrückt:

Gerade weil sie so viele Expats aus westlichen Kulturkreisen und mit westlicher Kritikfähigkeit haben, kam es bei TK in den letzten Jahren zu so wenigen Incidents verglichen mit anderen türkischen Carriern.;)

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  • 1 Jahr später...

Bericht der SUST ist heute erschienen:

http://www.sust.admin.ch/pdfs/AV-berichte/2215_e.pdf

 

 

Der schwere Vorfall ist darauf zurückzuführen, dass die Flugbesatzung nicht den grünen centreline lights folgte, in der Folge das Flugzeug den Hartbelag verliess und im angrenzenden weichen Untergrund zum Stillstand kam.

 

Die folgenden Faktoren haben zur Entstehung des schweren Vorfalls beigetragen:

  • Die Rollanweisung enthielt keine Angaben über die zu benutzende Enteiserstrasse zum Überqueren der Enteiserfläche.
  • Die Enteiserstrassen waren nicht mit einer Rollwegrandbefeuerung ausgerüstet.

Die Tatsache, dass die Grasflächen zwischen den Enteiserstrassen bei Dunkelheit und nasser Oberfläche nur schwer erkennbar waren, hat die Entstehung des schweren Vorfalls begünstigt.

 

Gruss,

Dominik

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Ich fasse zusammen: Kein Pay-to-fly, kein "asiatisches Hierarchiegefälle", einwandfrei funktionierendes CRM trotz zwei (schluck!) "Asiaten" am Steuer, nein, sondern eine missverständliche Beschilderung des Rollwegs in "unique" Zürich... ja was mach ich nun mit all meinen Vorurteilen?

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finde die Beschildgerung ist nicht missverständlich. Die Taxianweisung war F C E62, und er hat aus Versehen F2 und F3 genommen anstatt F1. Kann passieren. Wenn man jedoch auf einem "falschen" Taxiway ist, sollte man nicht versuchen abzukürzen, sondern anhalten und überlegen, notfalls nachfragen.

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Ich staune nur, dass so etwas von den Untersuchungsbehörden als "schwerer Vorfall" bezeichnet wird. Entweder passt das zum neuzeitlichen allgemeinen Hyperaktivismus in der Fliegerei, oder man sollte doch mal die die Terminologien bzw. Bezeichnungen für solche Zwischenfälle überdenken...

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Also, so wie ich den Bericht verstanden habe, ist das schon etwas verwirrend:

Wenn man vor F1 steht, sieht man ein Schild mit "F1 geradeaus" und "F nach links". Wenn man nun immer der "F"-Beschilderung folgt, steht man irgendwann vor "F3".

Hätte man frühzeitig die Karte konsultiert, wäre dies jedoch vermeidbar gewesen. Trotzdem finde ich, dass die Beschilderung helfen und nicht verwirren sollte.

Bearbeitet von Spägi
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aha, so meinen sie das. Du sprichst wahrscheinlich Annex 2 Figure 14 an. Aber bei Figure 13 steht so was wie

 

^F3 F2/^ F F1>  (also F3 geradeaus, F2 halbrechts, F schwarz = wir sind auf F und rechts nach F1.

 

Also mir scheint das Schild absolut korrekt zu sein. Man muss es nur richtig lesen.

 

Und wenn man einen Erdhaufen sieht, dann kann man natürlich nicht einfach nach rechts abbiegen, sondern muss sich fragen, ob man von dieser Position noch zurück kann.

 

Aber ich gebe schon zu, manchmal ist das Täxeln anspruchsvoll!

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Hugi, zur Vollständigkeit halber noch die Definition "schwerer Vorfall":

 

 

 

 

Im Bereich öffentlicher Verkehr bedeuten:

a. Unfall: Ereignis, das die tödliche oder schwere Verletzung einer Person, einen erheblichen Sachschaden oder einen Störfall im Sinne der Störfallverordnung vom 27. Februar 19911 zur Folge hat; b. schwerer Vorfall: Ereignis, das beinahe zu einem Unfall geführt hätte, der nicht durch automatische Sicherheitsvorkehrungen verhindert worden wäre; c. tödliche Verletzung: Verletzung, die eine Person aufgrund eines Unfalls erlitten hat und die innert 30 Tagen nach dem Unfall zum Tod führt; d. schwere Verletzung: Verletzung, die eine Person aufgrund eines Unfalls erlitten hat und deren Behandlung einen Krankenhausaufenthalt von mehr als 24 Stunden erfordert; e. leichte Verletzung: Verletzung einer Person, die eine ambulante ärztliche Behandlung erfordert; f. erheblicher Sachschaden: Sachschaden, der die unmittelbare Folge eines Unfalls ist und den Betrag von 50 000 Franken bei Seilbahnen oder von 180 000 Franken bei allen übrigen Verkehrsmitteln übersteigt; g. wesentliche Störung: Störung, die den Betrieb einer Strecke für mindestens sechs Stunden unterbricht; h. aussergewöhnliches Ereignis: Ereignis, das auf ein technisches Versagen von sicherheitsrelevanten Anlagen oder auf mangel- oder fehlerhafte Sicherheitsmassnahmen oder auf sicherheitsrelevante menschliche Fehlhandlungen zurückzuführen ist; i. Gefahrgutereignis: Ereignis nach Abschnitt 1.8.5 der Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (RID)2, Anhang C zum Übereinkommen vom 9. Mai 19803 über den internationalen Eisenbahnverkehr (COTIF) in der Fassung des Änderungsprotokolls vom 3. Juni 19994; j. Signalfall: Ereignis, bei dem ein Teil eines Zuges oder einer Rangierbewegung über den zulässigen Endpunkt der Fahrt hinausfährt.

 

Quelle 

Verordnung über die Sicherheitsuntersuchung von Zwischenfällen im Verkehrswesen VSZV

https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20141771/index.html

 

Schwer bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass es ein schweres Unglück war oder dass es Schwerverletzte gab, sondern dass es ein Vorfall war, der potentiell zu einem Unfall hätte führen können. So gesehen nichts tragisches am Begriff. Irgendwie muss man ja eine gewisse Hierarchie in die Begriffe hineinbringen können.

Bearbeitet von Danix
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^F3 F2/^ F F1>  (also F3 geradeaus, F2 halbrechts, F schwarz = wir sind auf F und rechts nach F1.

Also mir scheint das Schild absolut korrekt zu sein. Man muss es nur richtig lesen.

 

Die Rollanweisung lautete: Taxi via Foxtrot and Charly. Nichts von F1. Also ist es logisch, dass er auf dem F immer weiter geradeaus Richtung F3 gerollt ist, da ja keine Abzweigung für F signalisiert war. Das ist denn ja auch genau der Punkt, der im Bericht bemängelt wird. Dass man nicht einfach eigenmächtig abbiegen sollte, vor allem nicht, wenn man die Abzweigung schon verpasst hat, ist wohl so.

 

Nicht ganz klar ist mir, warum kritisiert wird, dass er zuerst versucht hat, sich alleine aus dem Sumpf zu ziehen. Ist es wegen des Jet-Blasts, da er nicht weiss, ob jemand hinter ihm steht, oder gibt es da noch andere Gefahren?

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