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Poensch

Jahreskosten eines eigenen Flugzeuges

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cosy

Regelmässig schaue ich mir die Anzeigen auf Planecheck an und mache mir auch Gedanken zu meinem Mission Profil (Reisen in Europa). Dabei stelle ich fest, dass die Anforderungen mit der Betrachtungszeit steigen (2-Plätzer, 4Pl, Komplex, IFR, Turbo, Fiki, CAPS, Twin...) bis ich wieder beim Zweiplätzer anfange.

 

Ich würde gerne das Feld von der anderen Seite aufrollen.

 

Was kostet das Halten und Bewegen eines Flugzeuges im Jahr? Muss ich dafür 10', 20', 50', 100'... CHF pro Jahr einrechnen? 

 

Ich möchte den Flugzeugtyp bewusst nicht zu stark einschränken. Mir schwebt ein 4-Sitzer vor, realistischer Weise ca. 50h p.a.

 

Was rechnet ihr für Kosten im Jahr?

Lieber mit etwas günstigem/kleinem Anfangen und schauen was wird oder doch lieber richtig investieren?

 

 

zur Kostenbetrachtung gehört auch noch ein weiters bekanntes Dilemma. Einerseits wird von Haltergemeinschaften abgeraten, da es um viel Geld geht und dies offenbar häufig auf persönlicher Ebene zu Spannungen führt. Andererseits sind 100h p.a. ein oft genannter Wert, ab wann sich ein eigenes Flugi "lohnt".

 

Eine Haltergemeinschaft bringt die 100h zusammen, alleine bin ich mir nicht sicher (ohne mein Leben auf die GA komplett auszurichten). Viele Stunden um die Fixkosten zu brechen und möglichst wenig/einziger Halter birgt einen Zielkonflikt.

 

Was sind eure Inputs hierzu?

 

gruss

 

roland

Der mit Abstand günstigste Viersitzer ist ein MCR 4S von DynAero mit Rotax Turbo. Entsprechende Erfahrungen verfügen alle Owner dieses Typs und geben (bestimmt) gerne Auskunft (siehe BAZL Flugzeugregister- dort suchen nach MCR 4S). Es erschien vor etwa 3 Jahren in einer franz. Pilotenzeitschrift ein ausführlicher Artikel über die Maschine , welche in Grenchen statiorniert ist- einer privaten Fluggemeinschaft (einer der Mitglieder heisst Stuber, ich kannte seinen Vater Rolf Stuber). Ich habe die zweisitzige Version mit dem gleichen Triebwerk die letzten 2 Jahre in den Alpen und im Reiseflug benutzt.

Das Flugverhalten sowie die Leistungen sind grossartig. Das einzige Minus ist der Sitz bei langen Flügen (über 1h30 ): für mich sehr unbequem, aber da gibt es Varianten oder Kissen. Ansonsten: extrem agil, extrem spassig, wenn Du kein "Autopilot-IFR" - süchtiger Pilot bist, der das direkte Feeling von den Flügelspitzen in die Finger und deinen Arsch suchst. Einfach toll. Verbrauch und Kosten sind sensationell, (Z.b. 35 Minuten und 10Liter Super 98 für eine Alpenquerung Sion-Belp über den Rawylpass). Die günstigste Variante ist ein als Eperimental eingelöstes Flz in Holland oder Frankreich . Die teuersten Einzelposten sind:

1) Hangar

2) Abschreiber auf h und auf Jahr

 

Mit meiner Kalkulation komme ich bei einem Zweisitzer ab 100.- CHF Gesamtkosten + Hangarplatz, beim Viersitzer sind's etwa 15.- CHF mehr (abhängig vom Anschaffungspreis und den Reststunden).

 

Die Wartungen (Jahreswartung sowie 50h) darfst Du dann selbst machen. Rotax Franz in der Nähe bei München bietet Rotax 91x-Kurse dazu an (etwa 500.-EUR- hab ich auch gemacht, ist super!!). Die Jahresprüfung erfolgt dann durch die enstprechende Organisation des immatrikulierenden Landes (Holland oder Frankreich). Im Falle Fr sind (gute) Französisch-Skills unabkömmlich.

 

Viel Glück!!!

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Urs Wildermuth

Hallo Cosy

 

ich finde keine einzige MCR 4S im Register. Sind die leicht F oder N zugelassen? Ich sehe da eine ecofly.ch mit einem F-Reg Flieger, meinst Du die?

 

Das Wichtige ist dann aber, die MCR 4S ist ein Experimental und damit diversen Einschränkungen unterworfen.

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Brufi

 

200/h für eine PA28 im Club ist, zumindest in der CH, unrealistisch. In unserem Club sind wir wohl die billigsten auf weiter Flur, PA-28-161 kostet 264.-/h , PA-28-181 300.-/h.

Hallo Philipp,

 

Meinst du mit den 200h/Jahr im Klub als zu viel oder zu wenig?

 

 Lucas,

 

Ich meine genau das, was ich geschrieben habe. Ich schreibe nichts von 200h/Jahr sondern 200/h (zweihundert pro Stunde [Franken nämlich]). Für 200 Fr. pro Stunde kriegst Du in der CH nirgends eine PA-28, es kostet mehr pro Stunde.

Gruss

Philipp

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Urs Wildermuth

Ich hatte mal eine alte PA28-140 im Visier zum Kauf, die hatten damals mit Eigenkosten (per Saldo aller Kosten) einen Stundenpreis von ca 180.- / hr in ihrer Haltergemeinschaft. Flog glaub ich rund 60 Stunden pro Jahr (= keine 50er) und war recht rudimentär ausgestattet. In einem Club hab ich sowas aber noch nie gesehen in der Schweiz, allenfalls in D.

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Brufi

Ja Urs,

 

Eine kleine Haltergemeinschaft oder ein Privatbesitzer kann schon so rechnen, wenn für alle klar abgemacht ist, dass man am Ende der Motorlebenszeit wieder Kapital investiert für einen neuen Motor bzw. overhaul.

Wenn man nur "cash out" rechnet, also Versicherung, Mindestunterhalt (=100 h Kontrolle und gleichzeitig Jahreskontrolle), Standplatz, Fuel und Oel plus BAZL + BAKOM Gebühren, dann kann man ev. mit einer alten Cherokee etliche Jahre mit 200.-/h überleben. Aber, im Grunde genommen und bei Lichte betrachtet lebt man dabei von der Substanz, will heissen, das bei der Anschaffung investierte Kapital verdunstet allmählich weil keine entsprechenden Rücklagen gebildet werden.

 

Aber ein Verein (typischerweise eine Motorfluggruppe), der seinen Mitgliedern das vereinseigene Flugzeug vermietet, der kommt so nicht durch, unmöglich. Man muss Rückstellungen bilden für Motor und Propeller, man muss immer wieder irgendwelche Geräte (Mode S XPDR, 406 MHz ELT, 8.33 kHz COM, usw....) upgraden, nach 15-20 Jahren das Interieur erneuern, nach 20-30 Jahren neuen Paint-Job usw. (Oder, alternativ: Rücklagen bilden um dereinst das geliebte Flugeisen komplett gegen ein andes, neueres einzutauschen.) Wenn man das auf den Mietpreis überwälzt, dann reichen 200.-/h in keinster Weise.

 

Gruss

Philipp

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Urs Wildermuth

Hoi Philipp,

 

wie gesagt, war nicht meine Rechnung. Die Maschine hatte gut 1500 Stunden frei auf dem Motor, also denk ich mal, die haben keine Reservenbildung betrieben sondern haben sich gesagt, mit 500 remaining verkaufen (wobei sie ja dann eben schon mit 1500 ging) und ansonsten wirklich eben optimal planen. Ist eine von vielen Ideen wie man die Preise hinkriegt. Bei denen war es schon eher so vom Typ Schottischer Fussballklub, genau wie Du schreibst.

 

Ich rechne im Moment für mich meist auch Cash out für den Betrieb mit Reserven für unvorhergesehenes. Motorrevision (im Moment 1600 Stunden / 8 Jahre frei) geht als Investition. Ich hoffe, bis dann gibt's nen guten Diesel für mein Schnauferl :D . Gleiches gilt für Avionikupgrades. Denn die fliessen zumindest tw wieder zurück beim Verkauf. Bemalung e.t.c. ist zur Zeit auch ein Thema. Da könnte man auch mal nen Thread für aufmachen, wo kriegt man bezahlbare und gute Qualität.

 

Mit den major upgrades ist es wirklich so, dass wir ein Kostenproblem haben. Hier lohnt rumshoppen schon, vor allem wenn es um "einmal" Dinge wie Bemalung geht, wo man nicht auf Service vor Ort angewiesen ist. Es ist schon ein Problem, wenn ein Engine Overhaul oder auch eine Neubemalung den Zellenwert übersteigt. Das geht auch anders, muss aber wirklich gut recherchiert und geplant werden.

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Chipart

Ob man Reserven bildet oder oder "Abschreibungen" für den Wertverlust rechnet, ist ja am Ende relativ egal (nur, dass ersteres Liquidität bindet, was für uns private Eigentümer typischerweise nicht ganz egal ist). Nach Bluebook ist geht ja die Engine-Time relativ exakt in die Bewertung des Flugzeuges beim Widerverkauf ein. "Gratis-Stunden" gibt es deswegen nicht.

Allerding ist das in der Tat einer ser "Selbstbetrug-Mechanismen" mit denen wir uns das Fliegen schön bzw. billig rechnen: Die Anschaffungskosten sind "sunk cost" und werden in die Berechnung des Stundenpreises nicht eingerechnet.

 

Auch die neue Avionik ist ja eher etwas, was man "sich zu Weihnachten gönnt", als dass sie das Fliegen teurer macht ;-) Aber ein professioneller Vermieter (ganz egl, ob Verein oder Unternehmen) muss halt anders rechnen.

 

Florian

 

P.S.: Tipps für einen guten Paintshop in Europa (nachdem Kronpecht zu gemacht hat) nehme ich auch gerne entgegen. Steht auch irgendwann an - allerdings wohl erst im nächsten Winter.

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Urs Wildermuth

Hi Florian,

 

Es kommt bei der Reservenbildung immer drauf an, wie man arbeiten kann.

 

Wer seinen Flieger so betreibt, dass er die Liquidität nicht hat um einen Motor zu ersetzen oder auf die Schnelle zu überholen, der braucht dringend einen "Motorfund", nach Möglichkeit einen, der selbst am Tag 0 nach der letzten Revision mal schon wieder mindestens ne halbe TBO drauf hat. Wer das nicht braucht, heisst genügend private Liquidiät hat, um im Falle eines Falles aus irgendwelchen Konten mal eben nen Overhaul zu finanzieren, kann das sein lassen, weil es eben, wie Du sagst, unnötig Liquidität bindet. Andererseits ist der Motor zwar der grösste Kostentreiber, aber leider nicht der einzige. Auch andere Dinge können in einen Reservefonds greifen, wie etwa ein Tankleck oder sowas.

 

Was ich grundsätzlich mache ist, dass ich den "Eigenmietpreis", den ich pro Stunde auf das Fliegerkonto stelle, so festlege, dass er den im Vorjahr erzeugten Kosten / Flugstunden mit einem Faktor aufstocke. Heisst, war mein erflogener Stundenpreis bei 250.- Fr dann runde ich z.b. auf 300 auf, das ergibt dann 5000.- Reserve am Ende des Jahres (bei 100 Stunden).

 

Wichtig ist bei all dem, dass man ob aller Rechnerei schlicht die Sache im Griff behält. Im Ende ist es Wurst ob man schönrechnet oder nicht, solange man nie in die Situation kommt, wo man ein "Projektflugzeug" verkaufen MUSS, weil man vor einer unbezahlbaren Rechnung steht. So stehen doch einige sehr schöne Twins mit abgelaufenen Motoren rum, die schlicht kaufmännische Totalschaden sind, da die doppelte Revision der Triebwerke den Zellenwert um ein vielfaches übertrifft.....

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PAO1908

Hi Florian

 

Verstehe ich nicht beide Varianten binden doch faktisch nicht sofort Kapital? Egal ob mit Rückstellungen oder mit Abschreibungen. Abschreibungen machen in meinen Augen Sinn, denn die sind kalkulierbar von Anfang an. Beide Varianten verkleinern den Gewinn, aber Kapital bindet keine der beiden Varianten sofort.

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Chipart

Verstehe ich nicht beide Varianten binden doch faktisch nicht sofort Kapital? Egal ob mit Rückstellungen oder mit Abschreibungen. Abschreibungen machen in meinen Augen Sinn, denn die sind kalkulierbar von Anfang an. Beide Varianten verkleinern den Gewinn, aber Kapital bindet keine der beiden Varianten sofort.

Okay, dann also im Detail:

 

Rückstellungen binden immer "sofort" Kapital. Bei bilanzierenden Unternehmen stellt man diese ja periodengerecht in die Passivseite ein und muss sie deswegen auch aktivisch mit Kapital unterlegen.

 

Richtig ist, das bei billanzierenden Unternehmen das Bilden von Rückstellungen nicht sofort Liquidität bindet.

Bei privaten Haltern, von denen wir hier sprechen, sieht das Bilden von Rückstellungen aber so aus, dass sie Geld auf ein Konto einzahlen. Das bindet dann nicht nur Kapital sondern auch Liquidität.

 

Florian

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Sfera72

Nochmal zu den Stundenpreisen einer P28A.

 

Wir haben zum 01. April 2016 (kein Aprilscherz) unsere Charterpreise gesenkt.

 

Eine P28A kann man so, bei einer Jahrespauschle von 1'500.- Fr., unter der Woche für 165.- Fr./h und am Wochenende für 186.- Fr./h chartern.

 

Bei 43 Stunden unter der Woche im Jahr oder bei 108 Stunden an Wochenenden im Jahr, ist man also sehr wohl bei unter 200.- Fr./h bei einer P28A.

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Chipart

Lieber Dennis,

 

wie viele der Mitglieder, die bei euch die 1500 EUR Jahrespauschale zahlen erreichen denn tatsächlich einen Stundenpreis unter 200CHF?

 

Ich kenn das aus Vereinen so, dass die günstigen Preise für Extrem-Vielflieger im Wesentlichen dadurch zustande kommen, dass sie von relativ vielen Wenigfliegern subventioniert werden - was auch völlig okay ist, aber eben auch demonstriert, dass nicht mal theoretisch jeder zu unter 200/h fliegen könnte, weil die Maschine gar nicht so viel zur Verfügung steht.

Wenn ihr nur zwei Mitglieder habt, die jeweils 108h am Wochenende im Jahr fliegen wollen, dann kommen die sich schon ziemlich in die Quere...

 

Florian

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Urs Wildermuth

Eine P28A kann man so, bei einer Jahrespauschle von 1'500.- Fr., unter der Woche für 165.- Fr./h und am Wochenende für 186.- Fr./h chartern.

 

Bei 43 Stunden unter der Woche im Jahr oder bei 108 Stunden an Wochenenden im Jahr, ist man also sehr wohl bei unter 200.- Fr./h bei einer P28A.

 

Interessant wie da gerechnet wird. Die Jahrespauschale von 1500.- lohnt sich ja wohl wirklich nur für Leute, die entsprechend viel fliegen. Ich frage mich, ob die vielen die das bezahlen "damit sie billiger fliegen" nicht die Jahrespauschale fast so als Clubbeitrag abbuchen und es dann toll finden, dass sie nun für 165.-/h ne Warrior kriegen. Da wir den Normalpreis nicht kennen (ohne Jahrespauschale) ist es relativ schwer rauszukriegen, wieviele Stunden man denn fliegen müsste um die 1500.- zu amortisieren.

 

Wer allerdings über 100 Stunden an Weekends fliegt, der sollte sich langsam überlegen, ob er mit dem eigenen Flieger nicht billiger fährt. 100 Stunden sind in der Regel bei VFR Fliegern so etwa der Break Even.

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luckymaaa

Interessant wie da gerechnet wird. Die Jahrespauschale von 1500.- lohnt sich ja wohl wirklich nur für Leute, die entsprechend viel fliegen. Ich frage mich, ob die vielen die das bezahlen "damit sie billiger fliegen" nicht die Jahrespauschale fast so als Clubbeitrag abbuchen und es dann toll finden, dass sie nun für 165.-/h ne Warrior kriegen. Da wir den Normalpreis nicht kennen (ohne Jahrespauschale) ist es relativ schwer rauszukriegen, wieviele Stunden man denn fliegen müsste um die 1500.- zu amortisieren.

 

Wer allerdings über 100 Stunden an Weekends fliegt, der sollte sich langsam überlegen, ob er mit dem eigenen Flieger nicht billiger fährt. 100 Stunden sind in der Regel bei VFR Fliegern so etwa der Break Even.

Hallo Urs,

 

ja diese Annahme wird wohl ein wenig stimmen. Ich machs nämlich auch so. Zahle 400.-/Jahr und habe dafür die Robin für 288,- (321.-) und rechne nur noch mit dem Preis. Bei der DA20 168.- (statt 201.-). Das Geld ist eh weg wieso soll ich dem Nachweinen... immerhina b12h lügt man sich nur noch halb in die Tasche ;-)

 

Gruss

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Chipart

Ja - ich flieg bei meinem eigenen Flieger auch gerade zu reinen Spritkosten, da ich bis zur nächsten JNP eh keine 100 Stunden schaffe und die 100er ohnehin zahlen muss.

 

Ohne eine natürlich Begabung zum Selbstbetrug macht ein eigener Flieger auch nur noch halb so viel Spass ;-)

 

Florian

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Sfera72

Wir haben grundsätzlich 2 Modelle. EInmal eine Jahrespauschale von 540.- Fr. und einmal die mit 1'500.- Fr.

Die Preise sind öffentlich einsehrbar und dort stehen auch die Preise ohne Pauschale. Wir haben nun 2 Jahre hinter einander die Preise senken können, da die Auslastung da ist. Bei insgesamt 4 Maschinen (DA20, 2x P28A und eine Cessna), kommen wir auf über 1'300 Flugstunden und daher können die Preise relativ niedrig gehalten werden.

 

Ich sage ja nicht, dass jeder für unter 200.- Fr./h die P28A fliegen kann, aber möglich ist es trotzem. Dies nur, weil es hiess, dass das in der CH nicht möglich wäre.

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Walter Herrmann

Man kann es drehen und wenden, ein 4 Plätzer kostet einfach etwa 300 Franken im Durchschnitt.

Klar bin ich in einem Jahr schon mal auf 50 oder sogar auf 80 Stunden gekommen, bei einer Schlechtwetter Saison kann es schon schwierig werden, wenn sich die Arbeit nicht nach dem Wetter richtet............

 

Gruss Walter

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derfisch

Hoi Zäme

 

Bin nicht sicher, ob dieses Projekt von Pilot und Flugzeug hier schon mal betrachtet wurde (via Suche zumindest nichts gefunden).

Die zwei https://www.pilotundflugzeug.de/store/leserflugzeug Leserflugzeuge sind zu einem äusserst attraktiven Preis zu haben.

Reservationspauschale pro Tag ist 49 € und für 129 € (nass) fliegt man die 4 Plätzige Grumann eine Stunde lang. Die ganzen Kosten werden jeweils jährlich genau veröffentlicht und die Sache geht sich bis jetzt aus.

 

Mein Familien / Fliegerurlaub für dieses Jahr ist gebucht. 20 Tage mit der Lisa Alpha durch Europa. Schade, dass ich dafür erst nach Frankfurt reisen muss. Aber wenigstens ist es überhaupt möglich. In der Schweiz kriegst du wohl nirgends in der Hochsaison einen Flieger für 3 Wochen am Stück ohne eine "Monster-Mindest-Stunden-Zahl".

 

Gruss

 

Timo

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Zorg

Bei 100h (oder eher 50-70 Stunden realistischerweise) bilden die Hangarkosten (wohl CHF 4000-8000) wohl den Löwenanteil der Stundenkosten. Stundenpreise unter CHF 150-200 sind selbst ohne Kasko und mit sparsamem Mogas-Verbrauch kaum zu realisieren.

 

Eine Möglichkeit, um günstig aber brauchbar zu fliegen, wäre dann ein Flieger, den man trailern kann, wie z.B. Europa XS oder Kitfox. Dann sollte man selbst in der Schweiz mit CHF 50-100 / Stunde hinkommen.

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Sfera72

Sorry Zork, aber selbst wenn ich bei uns nur 50 Stunden am WE mache, bin ich bei "nur" 216.- Fr./h. Inkl. Hangar, nass und Versicherung auf einer P28A mit 180 PS und 4 Plätzen.

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Urs Wildermuth

Leute, lasst doch mal diese Allgemeinplätze. Klar, es gibt Durchschnittswerte und Erfahrungen, aber im Endeffekt ist jeder wieder anderst.
 
Eine simple PA28-140 kriegt man heute für sehr wenig Geld. Und wenn die Maschine nicht vergoldet wird, heisst sie die Wartung und Equipment kriegt die sie braucht aber nicht mehr, dann ist die recht problemlos für wenig Geld zu fliegen. Ein Fun Flieger eben, kein Hochleistungs-Reiseflieger wie etwa eine Mooney, Arrow oder dergleichen. Das gleiche gilt durchaus auch für eine Cessna 172 oder so, wobei die in der Regel noch teurer sind in der Anschaffung.
 
Wer eine solche Maschine für 15-20k CHF kauft, sie draussen parkt (Hangars sind a) teuer und b ) praktisch nicht zu kriegen), wer bei der Versicherung keine Kasko braucht oder diese wirklich klar auf den Kaufpreis limitiert, wer bei der Wartung das macht was vorgeschrieben ist aber das korrekt und seine Mühle nicht zum Mini-Airbus aufrüsten will, der wird mit 10-12k pro Jahr auskommen. Das ist rund 1000.- pro Monat. Da gibt es andere Hobbies, die sind viel teurer.
 
Was braucht eine VFR Mühle denn wirklich? Ein 8.33 NAV/COM und einen Mode S Transponder, allenfalls mit einem schönen portabel GPS, welches man in das Panel einbauen kann, wobei es da heute schon ein Ipad mit entsprechender Halterung tut. Der Rest ist Zubrot. Hier gilt, je mehr die Mühle von Haus aus drin hat, desto besser.

 

Dazu sollten die Laufzeiten von Motor und Prop für die nächsten Jahre ausreichen. Wer 60 Stunden im Jahr fliegt, der hat an 600 Stunden Restlaufzeit ganze 10 Jahre bis dann entweder eine Revision ansteht oder, wie normal, man über TBO "gratis" weiterfliegt. Wenn dann mal ne Revision anfällt, steigt nach erfolgter Revision auch der Wiederverkaufswert an, zwar nicht im gleichen Mass aber dennoch so, dass sie die Revision meist lohnt.
 
Klar, völlig nagelsicher ist sowas nie. Aber dennoch ein ebenso kalkulierbares Risiko wie bei vergleichbaren Hobbies.
 
Die wirkliche Problematik ist meist darin, dass man die Nebeneffekte der Fliegerei falsch einschätzt und dann nach ein paar Monaten frustriert das Handtuch wirft. Fliegen braucht Zeit. Ein eigener Flieger lohnt sich nur dann, wenn man diese auch hat. 100 Stunden im Jahr oder auch "nur" 60 (wenn man die 50 Stunden Kontrolle sparen will), das heisst pro Monat 5 bis 9 Stunden zu fliegen. Wer kann das schon? Erst mal fallen im Winter 3-4 Monate total weg, in denen man in der Regel unter dem Hochnebel begraben ist, dann kommt die schöne Jahreszeit aber dann regnets genau dann wenn man frei hat, e.t.c. Kenn ich, seh ich jedes Jahr selber.
 
Wirklich nutzen können solche Dinge eigentlich nur Freiberufler oder Leute, die extrem flexibel sind in ihrer Arbeitszeit. Das ist das viel grössere Problem als Geld. Zumindest erfahre ich das so.

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Chipart

Wirklich nutzen können solche Dinge eigentlich nur Freiberufler oder Leute, die extrem flexibel sind in ihrer Arbeitszeit. Das ist das viel grössere Problem als Geld. Zumindest erfahre ich das so.

Oder Leute, die in der glücklichen wirtschaftlichen Situation sind, dass ihnen diese 10-15k EUR im Jahr nicht sonderlich "weh tun" (in dem Sinne, dass sie nicht dauernd den Eindruck haben, dewegen auf etwas anderes zu verzichten). Die rechnen dann aber auch nicht die kalkulatorischen Stundenpreise nach, sondern freuen sich einfach, dass sie immer dann einfach losfliegen können, wenn sie Lust und Zeit haben - ganz egal, ob das 15 oder 150 Stunden pro Jahr sind...

 

Florian

Edited by Chipart

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Urs Wildermuth

Sicher gibts das auch. Allerdings werden das kaum die sein, die sich über die Kosten überhaupt Gedanken machen.

 

Threads wie diese sind meistens "kann ich mir das leisten" Threads. Und da stehe ich dem alten Moniker "Wenn Du fragen musst, was es kostet, kannst Du es dir eh nicht leisten" eben sehr kritisch gegenüber, weil das nur sehr bedingt stimmt. Wenn jemand die Kosten eines Unterfangens untersucht bevor er sich auf etwas festlegt, zeugt das eher von Weitsicht als rosa Brille.

 

Solche, die sich blind in ein solches Unterfangen gestürzt haben gibt's leider genug. Und das sind dann die, die bei der ersten 100er verkaufen müssen... bzw spätestens dann, wenn eine grössere Reparatur anfällt. Finde ich eben nicht so schick, daher lieber vorher etwas rechnen.

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Walter Herrmann

Und wenn dann mal nach ein paar hundert Stunden der Motor im dreivierteltakt läuft, weil die Nockenwelle defekt, obwohl er noch fast 1000 Stunden zu gut hätte.........

Habt ihr dann genügend Reserve angehäuft um die Revision....35-45 tausen Franken....so hinzublättern???? Oder wer bezahlt das sonst?

Oder wenn irgendwo etwas Korrosion auftaucht, der Alternator streikt oder die Fünker ausgetauscht werden müssen, oder der Giro aussteigt und revidiert

werden muss, oder der Horizont hängt und und und? Alles schon erlebt bei verschiedenen Flugzeugen

 

Also unter 300 Fr./h für einen 4 Plätzer, der 100 Stunden/Jahr fliegt ist eh "milchbüchleinmässig", aber sicher nicht seriös.

 

Gruss

 

Walter

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Sfera72

Wenn es aus deiner Sicht nicht seriös ist, dann frag ich mich wie es bei vielen Vereinen möglich ist eben diese für um 200.- Fr./h chartern zu können. Anscheinend ist es doch seriös. Unsere Flieger sind in einer Flugbetriebs AG, da muss seriös und wirtschaftlich gerechnet werden.

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