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Johnny

Air Berlin meldet Insolvenz an

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Walter_W

Ein Schritt der längst erwartet worden ist.

 

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) teilte mit, die Nachricht sei „für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Air Berlin, die seit Bestehen der Airline eine hervorragende Arbeit leisten, ein Schock“. Etihad lasse Air Berlin „fallen wie eine heiße Kartoffel, obwohl neue Investoren Interesse signalisiert haben“, kritisierte VC. „Hier zeigen die Investoren vom Golf ihr wahres Gesicht.“

Diese Gewerkschaft scheint die Rolle von Investoren nicht zu kennen und verwechselt sie mit der geduldigen Milchkuh oder dem legendären Fass ohne Boden.

 

So bedauerlich dieser Ausgang für die Mitarbeiter sein wird, das Ende hat sich doch längst angezeigt. Die Nachfrage nach Flugleistungen ist weiterhin hoch, sodass durchaus die Chancen gut sind für einen Arbeitsplatzwechsel zu einer anderen Firma. Das gilt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der hochgradig gefährdeten Alitalia. Allerdings womöglich unter Verlust der Seniorität.

bearbeitet von Walter_W
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Westfalica

Nachdem Etihad seit 10 Jahren Geld in die Bude gepumpt hat ist: "Fallengelassen wie eine heiße Kartoffel" wohl wirklich nicht der richtige Ausdruck.

 

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Volume

 

Diese Gewerkschaft scheint die Rolle von Investoren nicht zu kennen und verwechselt sie mit der geduldigen Milchkuh oder dem legendären Fass ohne Boden.

Man sollte von einem Investor allerdings auch erwarten, dass er sich aktiv für die Zukunft des Unternehmens einsetzt, und nicht nur einen Anteil erwirbt und darauf wartet, dass der Gewinne abwirft oder mit Gewinn wieder abzustoßen ist...

So mancher hat auch noch die Rolle eines Investors dahingehend missverstanden, dass er eben langfristig Geld verdienen, Geld aus dem Unternehmen ziehen will. Kein Investor will für immer Geld nachschiessen. Wer nach einem Investor ruft macht das selbe, wie wenn er einen Kredit aufnimt: Er zahlt früher oder später dafür, dass ihm kurzfristig geholfen wird. Kein Investor investiert, weil es ihm Spaß macht, sondern weil er damit langfristig Geld machen will.

 

 

"Fallengelassen wie eine heiße Kartoffel" wohl wirklich nicht der richtige Ausdruck.

Genau, denn Air Berlin ist schon lange nicht mehr heiss... Eher liegegelassen wie eine lahme Ente...

Echte Impulse sind doch von Etihad schon länger nicht mehr gekommen. Der Frust ist verständlich. Geld allein hilft auf Dauer eben auch nicht.

Keine Ahnung was Etihad erwartet hat, aber viel erreicht haben sie bei Air Berlin nicht. Nicht zuletzt, weil ihnen die Behörden auch (absehbar...) Knüppel zwischen die Beine geworfen haben, was allerdings der Rechtslage entspricht. Es gibt kein Anrecht auf Ausnahmen...

 

Gerade auf der Langstrecke schade, Air Berlin hatte da durchaus ein gutes Produkt, ihre C hat den Vergleich mit Lufthansa wirklich nicht scheuen brauchen, zu offensichtlich nicht durchzuhaltenden Kosten.

 

Gruß

Ralf

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Chipart

Leute, das ist ne Gewerkschaft! Die müssen so einen Unsinn schreiben.

 

Stellt euch einfach mal vor, irgendwer käme auf die Idee, dass nicht jeder Einzelne der 8607 Mitarbeiter einen herausragend guten Job gemacht hat, sondern am Scheitern von Unternehmen immer auch die Mitarbeiter verantwortlich sind. Ist doch viel einfacher, wenn es der eine böse Scheich ist.

 

Die Logik der Gewerkschaften ist immer einfach: Wenn was funktioniert, dann sind es die Mitarbeiter, wenn es schief geht, dann "das Management" oder "die Investoren".

 

Is halt so.

 

Florian

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Volume

Ist hat die Gegenthese zum Managenment: Wenn was gut läuft, war es das Management, wenn nicht waren es die Mitarabeiter.

Wer 1 und 1 zusammenzählen und den Durchschnitt bilden kann, kommt so nahe an die Wahrheit...

 

Im Gegensatz zu manch anderem Betrieb haben sich die meisten Air Berlin Mitarbeiter allerdings wirklich bemüht, mir ist nie unfreundliches Air Berlin Personal untergekommen, weder beim Check-In, noch beim Boarden, noch an Bord. Die waren immer wirklich entgegenkommend.

Die jüngsten Probleme betrafen ja auch weniger die Beschäftigten von Air Berlin, als die Subunternehmer des Flughafens an die die Arbeit aus Kostengründen ausgelagert worden war. War bestimmt billiger (Tolle Managementenscheidung!), hat aber auch überhaupt nicht funktioniert (Schuld der 400-Euro-Jobber beim Subunternehmer)...

 

Ohne hier Air Berlin von jeder Schuld freizusprechen, die jüngste Krise war wirklich nicht hausgemacht. Sie hat die Insolvenz allerdings nur beschleunigt, wirklich abzuwenden war sie ohnehin nicht mehr.

 

 

so einen Unsinn

...

der eine böse Scheich

Naja, Etihad hat in jüngster Zeit schon vieles blockiert, statt etwas voranzubringen.

Sie sind voller Ambitionen gestartet, und haben Air Berlin dann hängengelassen (nicht zuletzt, weil das LBA nicht so konnte, wie Etihad wollte). Naja, sie werden den Preis dafür bezahlen, auch ganz ohne Gewerkschaften. Ihren Einsatz werden sie nicht voll zurückbekommen.

Man kann auch verstehen, dass niemand in Deutschland Etihad-Konkurenz durch die Hintertür haben wollte. Dafür bekommen wir jetzt ein Lufthansa-Monopol durch die Hintertür. Die dabei herauskommenden Flugpreise werden wieder wirtschaftliche Flüge erlauben.

 

Gruß

Ralf

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conaly

Dafür bekommen wir jetzt ein Lufthansa-Monopol durch die Hintertür. Die dabei herauskommenden Flugpreise werden wieder wirtschaftliche Flüge erlauben.

 

Sehe da eher Ryanair, Easyjet und Konsorten sich die Hände reiben, glaube nämlich nicht, dass das Kartellamt die LH einfach den Markt beherrschen lässt, auch nicht in Form von Eurowings/Germanwings.

 

Btw: weiß jemand, wie es mit der AB-Flotte aussieht? Sind die Maschinen geleast oder gekauft?

bearbeitet von conaly

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Volume

Ich kann mir nicht vorstellen, das Ryanair, Easyjet & Co. jetzt auf den Innerdeutschen Markt drängen.

Wie will das Kartellamt den bitte verbieten, das AirBerlin seine Flüge einstellt, und nur noch Lufthansa/Eurowings/Germanwings übrigbleibt? Die können doch niemanden zwingen, AirBerlin weiterzuführen.

 

 

wie es mit der AB-Flotte aussieht? Sind die Maschinen geleast oder gekauft?

Inzwischen zu 100% verkauft und zurückgeleast. Tafelsilber ist bei AirBerlin keins mehr übrig.

 

Ein Teil der Flotte ist ja ohnehin bereits komplett "wetlease" für Lufthansa unterwegs... Vermutlich wird sich da ein Konstrukt finden, dass ein von Lufthansa Aktionären bezahlter Strohmann AirBerlin weiterbetreibt, als Lufthansa-Wetverleaser...

 

Der Wettbewerb wird ganz sicher durch die AirBerlin Insolvenz nicht härter... Der Preisdruck damit auch nicht.

Wohl dem, der sein Deutschlandgeschäft mit den Langstreckengewinnen quersubventionieren konnte. Oder die Finger ganz davonlassen, und nur Deutschland mit Europa verbinden konnte.

 

Auf die Europaslots könnten Ryanair, Easyjet & Co. sich jetzt stürzen.

 

Gruß

Ralf

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DaMane

Leute, das ist ne Gewerkschaft! Die müssen so einen Unsinn schreiben.

 

Stellt euch einfach mal vor, irgendwer käme auf die Idee, dass nicht jeder Einzelne der 8607 Mitarbeiter einen herausragend guten Job gemacht hat, sondern am Scheitern von Unternehmen immer auch die Mitarbeiter verantwortlich sind. ....................

 

 

Is halt so.

 

Florian

Ich würde mal ganz pauschal behaupten wollen, es sind je nach Branche und Unternehmensgröße  3 bis max. 10% der in Schlüsselpositionen beschäftigten AN, die wirklich Einfluß auf den Unternehmenserfolg haben (können). D.h., diejenigen, die das Geschäftsmodell bestimmen, die Produktqualität verantworten,  und das Marketing gestalten. Alle anderen, die ihren Job nicht verünftig machen, werden in heutigen Zeiten schon lange nicht mehr durchgefüttert, sondern fliegen bei nächstbester Gelegenheit. Das Gros der AN kann sich - sorry für die Ausdrucksweise - den A....  aufreissen, ohne dadurch die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes beeinflussen zu können,

 

Gruß

Manfred

bearbeitet von DaMane
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simones

Kann mir mal einer erklären, warum bei zwei Fluggesellschaften Lufthansa / Air Berlin die eine einen Rekordgewinn einfahren kann und die andere trotz Zuschüssen pleite geht. Ich meine die haben doch beide das gleiche Geschäftskonzept, also Flugzeuge und Fliegen ....................

LG Micha

bearbeitet von simones

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Chris1984

Kann mir mal einer erklären, warum bei zwei Fluggesellschaften Lufthansa / Air Berlin die eine einen Rekordgewinn einfahren kann und die andere trotz Zuschüssen pleite geht. Ich meine die haben doch beide das gleiche Geschäftskonzept, also Flugzeuge und Fliegen ....................

LG Micha

Weil bei den "Roten" von AB jahrelang Herr Hunold das sagen hatte, der alles an Airlines aufgekauft hat, was nicht bei drei auf dem Baum war. Vor allem der Kauf der "Pleite LTU" hat finanziell sehr an AB genagt, dazu kamen über Jahre hinweg ständige Wechsel im Management, in dem nicht gerade die geballte Fachkompetenz vertreten war...

 

Gruß Christian

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Chipart

Ich würde mal ganz pauschal behaupten wollen, es sind je nach Branche und Unternehmensgröße  3 bis max. 10% der in Schlüsselpositionen beschäftigten AN, die wirklich Einfluß auf den Unternehmenserfolg haben (können). D.h., diejenigen, die das Geschäftsmodell bestimmen, die Produktqualität verantworten,  und das Marketing gestalten. Alle anderen, die ihren Job nicht verünftig machen, werden in heutigen Zeiten schon lange nicht mehr durchgefüttert, sondern fliegen bei nächstbester Gelegenheit.

 

Dann würdest Du ganz pauschal was falsches behaupten!

Zumindest in allen B2C Geschäftsmodellen mach mindestens die Hälfte das Verhalten jeden einzelnen Mitarbeiters aus: Freundlichkeit, Kundenorientierung, Flexibilität, etc. Das Alles kann das Magst natürlich versuchen, in die richtige Richtung zu steuern - aber am Ende müssen es die Mitarbeiter vor Ort machen. Mitarbeiter rauswerfen weil sie unfreundlich sind kann man nach Deutschem Arbeitsrecht kaum - zumindest so lange sie keine Kunden offen beleidigen. Gerade bei so kundenintensiven Branchen wie Fluglinien verantworten die Produktqualität eben zu weiten Teilen auch die Mitarbeiter unmittelbar.

 

Florian

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simones

Kann für Air Berlin und Lufthansa nur sagen : Beide haben tolle und sehr freundliche Mitarbeiter. Nie was negatives als Kunde gesehen. Also an denen kann es nicht liegen.

LG Micha

bearbeitet von simones
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Danix

An den Mitarbeitern lag es bestimmt nicht. Air Berlin war seit seiner Gründung ein Gemischtwarenladen, das konnte niemals aufgehen. Ganz am Anfang war es ein Vehikel, um das Flugverbot nach Berlin zu umgehen. Später unter Hunold wurde es abwechslungsweise ein Billigflieger, Netzwerk, eine Charterbude, ein Multihub, eine Luxusairline - und zeitweise behaupteten sie sogar, sie seien alles gleichzeitig. Ich erinnere mich an Zeiten, da wechselten sie ihre Homebase je nach Wochentag (mal DUS, mal NUE, mal PMA) und in der Nacht fuhren die Besatzungen mit Taxis quer durch Deutschland.

 

Ich habe dieses Konzept nie verstanden und der Markt wohl schliesslich auch nicht. Zu Beginn hatten sie enorme Massen an liquiden Mitteln durch die Vergrösserungen (Flugzeuge kaufen, gleich weiterverkaufen an Finanzgesellschaften und dann Leasinggebühren bezahlen). Sobald das Unternehmen an die Börse ging, war das Geld aufgebraucht. Ab da machte es niemals mehr Gewinn.

 

Dass Etihad eingestiegen ist, das war kein Betriebsunfall, sondern eine Rettung. Wären sie nicht da gewesen, wäre AB längst gestorben. Es war also nicht eine Hilfe, sondern nur gekaufte Zeit. Aber jeder wusste, dass es so nicht weitergehen können würde.

 

Ich hatte ein paar Mal Kontakt mit Leuten von AB, sowohl auf der operationellen Ebene als auch im Management, und ich habe selten so viel komische Vorstellungen gesehen. Zumindest auf der Managementebene fehlten vernünftige Leute, welche den Karren gesundschrumpfen hätten können. Aber sie wollten ihre grossen Maschinen und die Grösse behalten, weshalb eine Katastrophe unausweichlich war.

 

Lufthansa hat das geschickt ausgespielt und gegen sie gekämpft. Wir können nur hoffen, dass sie so viele wie möglich der Mitarbeiter übernehmen. Dass sie niemanden vom Management übernehmen werden, das ist sicher.

 

Dani

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simones

 

 

Ich habe dieses Konzept nie verstanden und der Markt wohl schliesslich auch nicht. Zu Beginn hatten sie enorme Massen an liquiden Mitteln durch die Vergrösserungen (Flugzeuge kaufen, gleich weiterverkaufen an Finanzgesellschaften und dann Leasinggebühren bezahlen). Sobald das Unternehmen an die Börse ging, war das Geld aufgebraucht. Ab da machte es niemals mehr Gewinn.

 

 

 

Also für mich als Ingenieur mal verständlich ausgedrückt : Die bekommen Geld von einer Bank, kaufen dafür Flugzeuge. Die Flugzeuge werden auf dem Papier an eine Leasinggesellschaft verkauft und die erhalten wieder Ihr Geld. Damit haben Sie Geld + Flugzeug. Müssen aber Leasinggebühren zahlen. Der Haufen Geld wird verbraten und wenn alles weg ist, zahlen Aktionäre wieder viel Geld ....

 

Mmmh, erinnert an Baron und das Pferd im Sumpf ..... oder eher an ein Schneeballsystem ....

 

LG Micha

bearbeitet von simones

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Danix

wobei das heute alle machen. Entscheidend ist nicht, wie man Geld beschafft (also im operationellen Bereich schon), sondern wie man das erhaltene Geld einsetzt. Bankrotte Gesellschaften aufkaufen und grosse Flieger rumfliegen genügt eben nicht, um dann mit dem Geld in der Hand einen Gewinn zu erzielen.

 

Air Berlin hätte eine sehr schöne und gute Gesellschaft bleiben können. Wenn sie nicht so grosse Ziele gehabt hätten und unbedingt die Grossen (Lufthansa) frontal angegriffen hätten.

 

Dani

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quinto55

Schön inszenierte Insolvenz und ein bisschen Staatsfürsorge für die armen 7000 Angestellten und die von Strandung bedrohten Urlauber. Nur Dobrinth hat's wieder mal vermasselt. "Die Verhandlungen mit LH sind schon weit forgeschritten"....! Da staune ich aber, so schnell geht das und AirBerlin Winkelmann sekundiert auch brav,  seit Freitag wisse man,dass von den Scheichs kein Geld mehr kommt. Deshalb habe man seit Freitag whs. "turbomässig" mit LH verhandelt, dass man am Dienstag verkünden kann...."schon weit fortgeschritten, das ist ja richtig toll, was man übers Wochenende so schaffen kann. Tausendsassa....

Dabei geht es schon seit langem hinter den Kulissen darum: wer bezahlt den Schuldenberg der AirBerlin? Nach meinem Rechtsverständnis der Eigentümer, in dem Fall natürlich der Mehrheitsaktionär. Nun, die Scheichs wollen aber nicht und möchten das die LH die ganze Chose einschliesslich Schulden übernimmt. Wollen die aber nicht, das sind Filetfresser, wie alle. Dann machen wir es halt anders....

Wir tun so als ob jetzt Zappenduster ist, am besten mit grossem Getöse, der Held (Bund in Gestalt von Dobrindt kommt auf die Bühne und verteilt Notpakete), dumm nur: er vermasselt seinen Text,  jetzt weiss jeder: es ist nur Kulissendonner....

Die Scheichs wissen natürlich auch schon lange wie das deutsche Insolvenzrecht aussieht. Die möchten natürlich auch nicht das ihre schönen Flieger irgendwann mal einen Kuckuck drauf gepappt bekommen. Wenn's in der freien Marktwirtschaft einigermassen nach Recht zugehen soll werden am Ende sie aber die Schulden mehrheitlich übernehmen müssen, sie haben ja auch schliesslich dafür gebürgt und kriegen halt noch den Marktwert für AirBerlin. Aber das sind halt jetzt nur noch Peanuts......

Bin gespannt auf den nächsten Akt in diesem Boulevard-Stück.

 

Bernhard (LSZH)

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Lubeja

Also für mich als Ingenieur mal verständlich ausgedrückt : Die bekommen Geld von einer Bank, kaufen dafür Flugzeuge. Die Flugzeuge werden auf dem Papier an eine Leasinggesellschaft verkauft und die erhalten wieder Ihr Geld. Damit haben Sie Geld + Flugzeug. Müssen aber Leasinggebühren zahlen. Der Haufen Geld wird verbraten und wenn alles weg ist, zahlen Aktionäre wieder viel Geld ....

 

Mmmh, erinnert an Baron und das Pferd im Sumpf ..... oder eher an ein Schneeballsystem ....

 

LG Micha

Das sale-and-lease-back ist ja auch nicht das Problem. Wie Danix sagt, machen das heute fast alle. Ist im Prinzip so ähnlich ja jedem Häuslebauer bekannt, dessen Haus eigentlich auch der Bank gehört. Das Problem ist eher, wenn man beginnt Schulden mit Krediten zurückzubezahlen...

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Chipart

 Wenn's in der freien Marktwirtschaft einigermassen nach Recht zugehen soll werden am Ende sie aber die Schulden mehrheitlich übernehmen müssen, sie haben ja auch schliesslich dafür gebürgt 

 

Seit wann bürgen Aktionäre für Schulden des Unternehmens? Aktionäre haften mit ihrem eingebrachten Kapital. Das ist bei einer Insolvenz in der Regel weg. Darüber hinaus gehende Schulden (die es gibt, sonst wäre die Gesellschaft technisch nicht insolvent) werden aber nicht von den Aktionären getragen. 

 

Stell Dir doch nur spasseshalber mal vor, was das bedeutet: Deine Lebensversicherung oder der Träger Deiner Betriebsrente schreibt Dir morgen einen Brief "Leider hatten wir in unserem Aktienportfolio auch AirBerlin-Papiere. Da wir mit unserem gesamten Vermögen für die Schulden haften ist Ihre Lebensversicherung nun leider weg..."

 

Florian

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Chipart

Die bekommen Geld von einer Bank, kaufen dafür Flugzeuge. Die Flugzeuge werden auf dem Papier an eine Leasinggesellschaft verkauft und die erhalten wieder Ihr Geld. Damit haben Sie Geld + Flugzeug. Müssen aber Leasinggebühren zahlen. Der Haufen Geld wird verbraten und wenn alles weg ist, zahlen Aktionäre wieder viel Geld ....

Das ist natürlich völliger Blödsinn!

 

Selbst wenn sie den Flieger erst selber auf Kredit kaufen und dann an die Leasinggesellschaft weiter verkaufen (was steuerlich Sinn machen kann), dann müssen sie den Kredit natürlich in dem Moment zurück zahlen, wenn der Flieger ihnen nicht mehr gehört. 

 

Das ist wie bei jedem Häuslebauer: Eine Hypothek auf Dein Haus musst Du ja auch zurück zahlen, wenn Du Dein Haus verkaufst.

 

Sale & Lease Back macht die Bilanz schlanker, hilft einem bei der Liquidität aber nicht...

 

Florian

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Chipart

An den Mitarbeitern lag es bestimmt nicht.

Aha! 8000 Mitarbeiter sind also alle spitze und nur wegen einem Idioten geht das Unternehmen den Bach runter ?!? Dann wären diese 8000 Mitarbeiter aber zumindest echt dumm!

 

Neee - wenn Unternehmen scheitern, dann scheitern Management und Mitarbeiter (von wenigen Ausnahmen bei denen einzelne kriminell sind mal abgesehen). Auch bei AB war es beileibe nicht so, dass einer den absurden Traum von ebenbürtiger Konkurrenz zu LH geträumt hätte und die 8000 anderen sagten "wir wollen kleiner Regionalcarrier bleiben, aber wenn der eine etwas anderes sagt, dann folgen wir ihm halt blind". 

 

Es scheinen hier einige Leute ziemlich verquere Vorstellungen von Entscheidungsfindungen in Unternehmen zu haben: Wenn es die Zeiten jemals gegeben haben sollte, in denen ein Hr. Krupp von Bohlen und Halbach persönlich jeden Morgen entschieden hat, was das Unternehmen so macht, so sind sie jetzt definitiv vorbei. Selbst "starke Managementpersönlichkeiten" sind in börsennotierten Unternehmen heute so in (Compliance-)Zwänge eingebunden, das da nichts mehr als Einzelentscheidung von oben läuft. An allem was da entschieden wird sin duzende wenn nicht hunderte von Mitarbeitern beteiligt. Und wenn die alle das richtige sagen würden und nur ein einzelner "bekloppt ist", dann passiert gar nichts Falsches.

 

 

Und um Dolchstosslegenden gleich vorzubeugen: Ich habe durchaus persönlich "ein bisschen" Erfahrung mit Flügen in Deutschland und Europa. Ich vermeide seit Jahren AB, weil ich dort häufiger schlechte Erfahrung gemacht habe, als bei LH. Ich kenne viele Vielflieger (und damit meine ich echte Vielflieger, nicht solche, die sich in Zypern anmelden müssen, um *Gold zu bekommen...) die das genau so sehen. Ohne diese Klientel kann eine Airline schwer leben...

 

Florian 

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quinto55

Seit wann bürgen Aktionäre für Schulden des Unternehmens? Aktionäre haften mit ihrem eingebrachten Kapital. Das ist bei einer Insolvenz in der Regel weg.

Florian

... da hast Du ja schon den Haken an der Sache beannt. 1.5 Milliardenschulden ohne Gläubiger und Bürgschaften? Welche Bank gibt den solche Kredit ohne Sicherheiten?

Das Aktionärskapital ist futsch, da hast Du wohl recht. Aber darum geht es schon lange nicht mehr, die Aktien sind schon seit Jahrem nicht ohne Grund im Keller....

 

Bernhard (LSZH)

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AirBuss

Sale & Lease Back macht die Bilanz schlanker, hilft einem bei der Liquidität aber nicht...

 

 

Es hilft nur der Liquidität, wenn Du das Flugzeug zum Listenpreis an die Bank verkaufst - mit dem Hersteller auf Grund des Umfangs der Bestellung grosszügige Discounts verhandelt hast.

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simones

Dann verstehe ich die Aussage mit der enormen Masse an liquiden Mitteln nicht. Dann war das Geld ja von denen da und musste nicht hergezaubert werden um es zu verbraten.

 

Insofern muss das Geschäft blendend gelaufen zu sein. Wenn die dann weitere Flugzeuge auf Leasing kaufen und die haben "enorme Mittel" verstehe ich das Problem nicht.

 

Die Aussage müsste dann lauten : schafften sich in kurzer Zeit viel zu viele Flieger an, die nicht rentabel waren.

 

Verkaufen kann man die dann nicht mehr????

Lg Micha.

 

Hier ein interessanter Bericht .: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/air-berlin-insolvent-von-achims-groessenwahn-und-mehdorns-scheitern-a-1162947.html

bearbeitet von simones

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Mangold

Also ich finds schon speziell.

Weiss auch gar nicht, wie ich es werten soll.

Wir sind natürlich froh, dass es noch weiter geht und die Familien in den Urlaub dürfen.

Dass die Arbeitnehmer noch bisschen weiter arbeiten dürfen.

Jedoch hat das Ganze für mich einen faden Beigeschmack.

Bin ja kein Ryan Fan. Aber ich verstehe deren Kritik auch.

Das ist doch alles abgesprochen und orchestriert.

Lufthansa Manager wird CEO. (Hat sich wohl die Kohle schön mit Bankgarantie abgesichert)

Dann will man keine Staatshilfen.

Plötzlich lässt Etihad AB fallen. Die bösen subventionierten Araber. Notabene nachdem die Zusammenarbeit mit LH intensiviert wurde.

In der Zwischenzeit baut LH schön einen neuen LCC auf und dann bricht das Ganze doch noch zusammen. Grad vor den Wahlen. Ja, dann nehmen wir doch noch schnell einen Übergangs KREDIT vom Steuerzahler. Und sagen den Wählern, dass der dann zurück bezahlt wird. Nach den Wahlen. Sie verkaufen dann noch die Slots. Haha wie dumm sind die Leute eigentlich?

Ach ja, um kartellrechtlich etwas besser da zu stehen holt man noch Easyjet rein. Die haben nicht die tiefen Kosten anderer LCC und sind nicht so grossmaulig und aggressiv.

Ich finds gut lässt man AB nicht im Stich.

Ich finds eine Schweinerei, dass es genau so mies geplant wurde.

Sev

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