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  1. Hallo zusammen Ich möchte heute über mein SPHAIR-Screening, welches ich am 15. Dezember 2025 bestanden habe, berichten. Ich werde einige Punkte nennen, die mir persönlich sehr geholfen haben, dieses Screening zu bestehen. Mein Prüfungstag Englisch (ENS) Als ich an diesem kalten Montagmorgen den Screeningraum betrat, war ich froh, mit Englisch und Raumorientierung zu starten. Ich kann sehr gut Englisch, weshalb ich mich auf diesen Test kaum vorbereitet hatte – und genau das war ein Fehler. Der Englischtest hat mich am meisten gefordert . Es kamen Wörter und Redewendungen vor, die ich noch nie gehört hatte. Ich schätze, dass ich etwa 75–80 % korrekt hatte, definitiv nicht mehr. Ich habe etwas mit Easyflight trainiert (sehr empfehlenswert), allerdings nur bis etwa 10 von 100 Punkten, da mir vieles sehr einfach vorkam und ich deutlich mehr Zeit in die Vorbereitung für RAG und TVT investierte. Kopfrechnen (KRN) Allein beim Gedanken daran bekam ich schwitzige Hände. Bei der Vorbereitung auf der Website hatte ich meist etwa 60 % auf Level 2, im CBT jedoch 80–90 %. Ich dachte, es würden extrem komplizierte Aufgaben kommen – doch glücklicherweise waren sie sehr ähnlich zum CBT und zur Website. Sowohl schriftlich als auch audiell waren die Aufgaben gut machbar. Heisser Tipp: Nutzt bei den audiellen Aufgaben das Antwortfeld als Notizfläche (kontrolliert niemand ). Ich hatte vermutlich alle Aufgaben korrekt, bis auf 1–2 Fehler. Die erste Aufgabe war extrem einfach (23 × 11), doch ich habe mich zweimal vertippt – und dann war die Zeit abgelaufen. Ich schätze mein Resultat auf 85–90 %. Raumorientierung (ROT) Bei der Vorbereitung hatte ich fast immer über 90 %, teilweise sogar 100 %. Der Test war für mich sehr einfach – so einfach, dass ich mir währenddessen schon überlegte, was ich zu Mittag essen werde. Bei einer Aufgabe am Ende kam ich kurz nicht mehr mit, nicht aus Unfähigkeit, sondern weil ich gedanklich abgeschweift war. Für mich war dieser Test mehr ein Konzentrationstest als ein Raumorientierungstest. Tipp: Schaut auf das Weisse des Bildschirms und „zeichnet“ euch den Würfel gedanklich darauf. Dreht ihn visuell weiter – nicht mit Worten im Kopf, das dauert zu lange. Pause (5 Minuten) Zwei Teilnehmer sagten, dass ihnen ROT Schwierigkeiten bereitet habe – für mich unverständlich. Kopfrechnen war für alle machbar. Englisch war für viele, auch für mich, eine echte Knacknuss – dennoch ein gutes Gefühl insgesamt. Merkfähigkeit (VMC) Oh Hilfe… Beim Üben lag ich meist bei 65–70 %, gegen Ende der Vorbereitung und im Test selbst schätze ich 75–85 %. Bis etwa 4-Back ging es gut, danach war es oft Bauchgefühl. Ich stellte mir die Figuren immer in einer Linie vor und ersetzte sie gedanklich, wenn sich etwas änderte. Manchmal konnte ich mir nur die Farbe merken. Hier wurde mir kurz mulmig – aber ich verlor den Mut nicht. Konzentration (SKT) Der Test ist weniger schwierig als er wirkt. 90 % Genauigkeit sollte machbar sein. Am Prüfungstag durften wir nur einen Finger verwenden (ich hatte mit mehreren geübt). Wichtig: Die eigentliche Herausforderung ist es, sich bei vielen Regeln immer die aktuell gültige Regel zu merken. Wenn man den Faden verliert, ist man schnell ein bischen cooked. Trainiert genau das. Technisches Verständnis (TVT) Wenn man bis hierhin nicht schon dachte, man sei raus – dann spätestens hier. Ich habe mich auf diesen Test am intensivsten vorbereitet, da er in fast allen Erfahrungsberichten als sehr schwer beschrieben wird. Bei Easyflight hatte ich 70 von 100 Punkten. Ganz klar: Holt euch Easyflight fürs TVT. Mit dem CBT allein habt ihr keine echte Chance, ausser ihr studiert Physik oder Chemie – denn beim CBT kennt man irgendwann die Fragen. Bei mir kamen genau die Themen, mit denen ich mich am wenigsten auskannte. Viel Raten war nötig – an dieser Stelle wohl etwas Glück. Bei mir kam viel Strom, Energie, Archimedes-Prinzip usw. Es kann wirklich alles drankommen. Tipp: Schaut euch jede Aufgabe extrem genau an. Es sind oft Logikfallen in Bildern oder Texten versteckt. Ich schätze mein Resultat auf etwa 75 %. Mittagspause Ich habe einen Döner gegessen. War ehrlich gesagt nicht gut – Brot war sehr trocken. Wahrnehmung (OWT) Viele hatten erstaunlicherweise Angst vor diesem Test. Ich habe mich mit der App BU/GU Lite sowie dem CBT gut vorbereitet. Achtung: Die Instrumente sind grösser als gewohnt. Gewöhnt euch schon während der Instruktion an die Dimensionen. Beim Üben hatte ich selten unter 90 %, meist sogar 100 %. Rechenaufgaben (RAG) Für mich der Finalboss. Ich habe mit lehrerschmidt.de und Easyflight geübt – definitiv nicht genug Zeit genommen, um jedes Prinzip vollständig zu verstehen. Einige Aufgaben waren sehr TVT-lastig (z. B. Lichtintensität bei halbierter Distanz → vierfach). Zum Glück kamen auch Geschwindigkeitsumrechnungen und Geometrie, womit ich gut klarkam. Trotzdem vermutlich mein schwächstes Resultat: ca. 70 % oder weniger. Psychomotorik & Mehrfachanordnung Dieser Test hat mir Spass gemacht. Ich weiss nicht, ob es an meinen 1000 h DCS und 600 h MSFS liegt – aber ich kam sehr gut zurecht. Tipp: Überkorrigiert die Turbulenzen nicht. Steuert ruhig und feinfühlig. Und falls ihr euch einmal vertut: Ruhe bewahren und sauber auskorrigieren. Persönlichkeitstest Sie sagen zwar, man könne hier nichts falsch machen – ich glaube aber, dass dies einer der wichtigsten Tests ist. Tipp: Macht den Persönlichkeitstest auf Easyflight einmal. Dort seht ihr, ob eure Antworten zum Pilotenprofil passen. Ich habe ehrlich geantwortet – sowohl dort als auch am Prüfungstag – und bestanden. Refraktometertest Kurzer Augentest (ca. 5 Minuten). Hier entscheidet schlicht euer Auge. Das Ergebnis Obwohl gesagt wurde, dass wir das Resultat in einigen Tagen erhalten würden, bekamen wir es bereits 30 Minuten später im Zug. Als ich die positive Rückmeldung sah, sprang ich vor Freude fast vom Sitz auf. Die anderen Passagiere schauten etwas komisch – mir war es egal. Ich bin meinem Kindheitstraum einen Schritt näher gekommen und darf im Herbst 2026 nach Lommis an den Flugkurs. Wenn jemand spezifische Fragen hat, einen Buddy zur Flugkurs-Vorbereitung sucht oder einfach über Fliegerei/SPHAIR sprechen möchte: Instagram: @nolex_zh Ich schreibe diesen Beitrag aus Dankbarkeit – die Erfahrungsberichte hier haben mir enorm geholfen. Viel Glück an euch alle. Solange ihr 100 % gebt, ist Versagen unmöglich. Glaubt an euren Traum. Herzlichen Dank fürs Lesen Liebi Grüess Noel Alexandre Bischoff
  2. Ich habe mich vor ein paar Wochen für das Screening beim FAI angemeldet. Seither bereite ich mich (jeden abend ca. 30-60 min) darauf vor. Da ich das screening schon in kürze haben werde wollte ich mal fragen, wie meine chancen mit meinen momentanigen (höchst) Testresultaten für folgende Tests aussehen? Raumorientierung: 90% Konzentration: 95% Kopfrechnen: 72% OWT1 : 91% OWT2: 76 % (Die anderen Tests liste ich nicht auf, da sie ja immer gleich sind) Am meisten Probleme bietet mir der OWT2, gibts da noch irgendwelche tipps? Ich versuche mir im Kopf hauptsächlich die Farben zu mekren, was mir bis und mit zum "3-Back" relativ gut gelingt.
  3. Nun ja, der westliche Vorsprung bei der Militärtechnik schwindet... Interessanter Artikel in der NZZ, der gerade wieder an Aktualität gewinnt: https://www.nzz.ch/international/militaer-technologie-westlicher-vorsprung-schwindet-ld.1474351 Was bleibt noch, als mit immer höherem finanziellen Aufwand die Systemintegration und Vernetzung immer weiter voranzutreiben, den Piloten immer entbehrlicher zu machen, die Sensortechnik und künstliche Intelligenz immer weiter zu entwickeln? Immer mehr selbstfliegende autonome Drohnen, bzw. schrittweiser Übergang zu einer multi-purpose, potentiell selbstlandefähigen (und somit wiederverwendbaren) Raketendrone, welche schneller und wendiger als Jets ist und sowohl für Aufklärung als auch für Angriffe verwendet werden kann? Während gleichzeitig die Luftabwehr ebenfalls immer wirk- und reichweitenstärker wird, mit immer feineren Methoden, um nicht durch Täuschkörper bei der Zielverfolgung verwirrt zu werden? Wenn es wie bei Olympia darauf hinausläuft, das alle austrainierten "Kämpfer" letzlich das Ziel mit praktisch identischer Zeit erreichen, somit die Waffengleichheit immer weiter zunimmt und die Überlegenheit sich einebnet, somit ein Konflikt nicht mehr wie zuvor aufgrund langjährig bestehender asymmetrischer technischer Überlegenheit sozusagen "traditionell per Handstreich" gewonnen wird bzw. erst gar nicht entsteht, weil im Gegensatz zu früher der Gegner nun z. B. im wichtigen Bereich der Militäraviatik und Raketentechnologie technisch auf Augenhöhe ist und über identische militärische Schlagkraft verfügt ? Entscheidet dann nur noch das Bruttosozialprodukt bzw. der Anteil für Militärausgaben (und somit letzlich die verfügbare Zahl an hochentwickelten Kampfjets, Drohnen bzw. hocheffizienten Luftabwehrsystemen) über wirksame Abschreckung?
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