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Geschrieben
Am 4.6.2026 um 05:01 schrieb FalconJockey:

Die Zitrone ist halt nie ganz ausgepresst.

Findest du "die Zitrone ausgepresst", wenn du die LH, LX und EDW Verträge mit denen der Mitbewerber vergleichst?

 

Oder sind diese Verträge einfach "so gut", das alles andere, rund herum (viel) schlechter ist?

Geschrieben (bearbeitet)
Zitat

Eh ned, aber ich tausche halt dann zukünftig den Carrier! Dann nehme ich halt KLM oder muss bei der Buchung genau schauen, wer mit was fliegt. Aber genau das ist eigentlich schon die Problematik! 

 

Das mit der BT ist ja hoffentlich möglicht bald Geschichte...

 

Oder ist die helvetic dasselbe Thema?

Bearbeitet von A380
FalconJockey
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb A380:

Findest du "die Zitrone ausgepresst", wenn du die LH, LX und EDW Verträge mit denen der Mitbewerber vergleichst?

 

Oder sind diese Verträge einfach "so gut", das alles andere, rund herum (viel) schlechter ist?

Im Vergleich zu den meisten anderen Firmen im deutschsprachigen Raum sind die Verträge immer noch besser, keine Frage. Darum will Spohr so wenig wie möglich in den Kernmarken wachsen/neue Leute einstellen, sondern vornehmlich die Billig-AOCs fördern, um nicht alle Strecken an die Low-Coster abzugeben. Am Ende will man in der LHG wohl nur noch mit den Kernmarken LH/LX/OS/SN auf Langstrecke gehen und die Billigmarken die Hubs feeden lassen. Mal sehen wie weit sich das die Kunden gefallen lassen, die für ein Premiumprodukt zahlen und das auch durchgehend erwarten. Früher oder später werden wir hier US-amerikanische Verhältnisse haben.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 29 Minuten schrieb FalconJockey:

Im Vergleich zu den meisten anderen Firmen im deutschsprachigen Raum sind die Verträge immer noch besser, keine Frage. Darum will Spohr so wenig wie möglich in den Kernmarken wachsen/neue Leute einstellen, sondern vornehmlich die Billig-AOCs fördern, um nicht alle Strecken an die Low-Coster abzugeben. Am Ende will man in der LHG wohl nur noch mit den Kernmarken LH/LX/OS/SN auf Langstrecke gehen und die Billigmarken die Hubs feeden lassen. Mal sehen wie weit sich das die Kunden gefallen lassen, die für ein Premiumprodukt zahlen und das auch durchgehend erwarten. Früher oder später werden wir hier US-amerikanische Verhältnisse haben.

Was bei der Swiss passiert, zeigt aber genau das Gegenteil.

 

Es wird so viel in die LX investiert, wie selten zuvor, besonders auch in neue Piloten umd neue Maschinen.

 

Es wird schlicht und einfach dort inverstiert, wo was zurück kommt.

 

Wenn eine Marke unproduktiv ist, ist es den Auftrag des Managements, Gegensteuer zu geben.

 

Heute können globale Paxströme mit wenigen clicks über andere Hubs umgeleitet werden, ob das den Gewerkschaften passt oder nicht. 

 

Das gilt natürlich nicht für die Frau Müller oder der Herr Meier aus der Schweiz, aber sehr wohl für den Pax von BUD nach LHR, oder von BOM nach EWR

Bearbeitet von A380
FalconJockey
Geschrieben

Bei der Kernmarke Lufthansa ist es genau andersherum. Swiss produziert offenbar kostengünstiger als LH und hat auf der Langstrecke die bessere Kabinenausstattung. Natürlich geht es um die Umsteiger, die machen den Grossteil der Kunden aus - man konkurriert halt gegen die Hubs von Skyteam (AMS, CDG) und IAG (LHR, MAD). Frankfurt ist bereits nahe der Kapazitätsgrenze, dort neu bauen ist schwer. Darum wird ja auch in München Geld investiert, aber halt nur in die Strecken/Bereiche, die Gewinn abwerfen, der Rest wird ausgelagert. Früher hat man halt akzeptiert, dass die Zubringerflüge keinen Gewinn erwirtschaften, aber in der Gesamtrechnung stimmte es. Jetzt hat man halt die Blutegel (Low-Coster), die einem dort Point-to-Point Passagiere klauen.

  • 3 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

War in letzter Zeit ab VIE mit OS auf einer griechischen Insel. Am Vorfeld standen am Morgen beim Abflug 6 Maschinen der Air Baltic, also hat dieses Wet Lease durchaus Gewicht bei OS/LH, wie es aussieht.

 

Wir waren nicht "betroffen", ich konnte mich zudem einmal über einen Flug im OS A320 im 80er-Jahre-Livery freuen. Der rote Pfeil vorne liess sich einen beim Boarden an definitiv bessere Zeiten erinnern... 👍

 

Jemand fragte im Thread weiter oben, ob Helvetic für mich auch ein "Problem" wäre, wenn ich eigentlich einen LX-Flug buchen will. Wenn Tis vorne sässe, dann natürlich nicht 😉; aber generell ändert sich an der Grundproblematik nichts: Ich selektiere und bezahle bewusst für eine - u.a. durch jahrzehntelanges Marketing ebenso bewusst in mich eingehämmerte - Premium-Dienstleistung bzw. -Marke, die sich stets vor allem im Sicherheitsverständnis vom Mitbewerb abhob.

Es ist ähnlich, wie wenn ich einen Audi Q3 als Leihwagen reserviere und man mir dann einen Dacia Duster gibt. Der Dacia kann sogar erfrischend weniger Komplexität, nervigen Assistenz-Firlefanz und dgl. aufweisen, aber ich war innerlich auf untere "Premium Mittelklasse" eingestellt sowie auf mehr Komfort, leisen Innenraum, diverse Features und dgl.

 

Marketing hat bekanntlich viel mit Psychologie zu tun, und auch wenn die LH-Gruppe heute ihr Flight Training privat finanzieren lässt, die Maintenance u.a. auf den Philippinen stattfindet und auch sonst überall gespart wird, so sind LH/OS/LX für mich und viele andere IMMER noch höhersegmentierte Premium-Marken. Auch haben Marken dieser Kategorie "Federn gelassen", Cathay etwa war früher top notch und wurde von Swire schon vor Jahren kaputt gespart, aber die Lufthansa Group kann das Image noch glaubhaft hochhalten.

 

Sprich - Helvetic würde sich für mich u.U. gerade noch "ausgehen", weil das Unternehmen in der Schweiz firmiert und mit Horizon und so kooperiert, und das an sich schon ein Qualitätssiegel für viele ist. Das ist auch wieder "positive" Psychologie, das Air Baltic Cadet-Programm hingegen erscheint einem Mitteleuropäer ohne Einblicke mehr wie eine Black Box. Lufthansa Aviation Training (ehem. LFT) rangiert seit Jahrzehnten in den top 10 der globalen Pilotenausbildungen - DAS ist das, was in meiner Generation immer noch im Hinterkopf steckt.

 

Unterm Strich bleiben strukturelle Wet-Leases mit konzernfremden Dienstleistern, die nicht tatsächlich dem gleichen internen Qualitätsgefüge unterliegen, aus meiner Sicht - im Sinne einer gebrandeten Customer Experience - problematisch! Die Versicherung, man würde seine Partner (wie Air Baltic) prüfen und blah sind für mich nicht das Gleiche, wie unter dem selben Konzerndach zu sein. Ich hätte etwa mit Discover oder LH City kein Problem, wenn die einen OS-Flug durchführten. Die Airlines nehmen tw. auch Ready Entry-Piloten, doch es ist dennoch ein konzerninternes QA-Gefüge (i. d. Regel höher gestellt im Vgl. zu Wetlease).

 

Air Baltic würde mir hingegen - wie erwähnt - sauer aufstossen, ABER ich bin kein Massstab und den meisten PAXen ist das ja total egal, also ist das Thema an sich nur eines für "Nerds" wie uns! Auch heute würden sie ohne Aufhebens - genau wie damals - in eine Birgenair einsteigen, oder in eine Helios oder in eine weiß lackierte "operated by McGeiz, Knauser & Seelenverkäufer Inc.", da ist eine Air Baltic dagegen ein "shiny new jet" mit wahrscheinlich mehr Bordservice, als in der OS-Eco (halber Becher Wasser und eine Mozartkugel).

 

FAZIT: Dass wir das hier diskutieren, ist also eben eh eine "Orchideen-Thematik"! Wet Leases funktionieren, sparen u.a. dem LH-Konzern Geld und wahrscheinlich beschwert sich auch niemand. Also wird es gemacht.

Wenn man da bedenkt, was für ein Mords-Theater es vor allem in den Nullerjahren gab, als die AUA das Corps von Tyrolean und tw. Lauda Air integrieren "musste", oder SWISS Piloten Teile von Crossair, oder LH Passage bei Engpässen Piloten von City Line, Condor und dgl. übernahmen (ohne "NFF-Ritterschlag" in Bremen) - da geht heute viel viel mehr, ohne dass sich noch irgendwer aufregt. 

 

Die Zeiten der Vereinigung Cockpit, von Aeropers und Co. gehen halt - zusammen mit den alten Verträgen - dem Ende zu. Dann bleiben nur mehr neue Verträge, und alles wird - vor allem für den Vorstand und die Manager - leichter, wenn die letzten "Alten aus den goldenen Zeiten" in Rente sind...

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben
vor 34 Minuten schrieb Phoenix 2.0:

...

Es ist ähnlich, wie wenn ich einen Audi Q3 als Leihwagen reserviere und man mir dann einen Dacia Duster gibt. Der Dacia kann sogar erfrischend weniger Komplexität, nervigen Assistenz-Firlefanz und dgl. aufweisen, aber ich war innerlich auf untere "Premium Mittelklasse" eingestellt sowie auf mehr Komfort, leisen Innenraum, diverse Features und dgl.

...

 

Hallo Johannes

 

Bezahlt hast du den Audi Q3 ... bekommen hast Du den Dacia Duster ... die Differenz ist "Reingewinn".

 

Stefan

Geschrieben (bearbeitet)
vor 16 Minuten schrieb SirGalahad:

Bezahlt hast du den Audi Q3 ... bekommen hast Du den Dacia Duster ... die Differenz ist "Reingewinn".

 

Stimmt, aber hier hörten wir ja bereits das Argument, dass wir - im Vgl. zu miesen Autovermieter-Tricks - beim Buchen eines LX/OS/LH-Fluges ohnehin erfahren würden, welche Airline ("eeeh, also nicht LX/OS/LH!??") und welches Gerät uns am Ende transportieren würde, und wir dann ja eh umdisponieren könnten.

Genau, die attraktive OS (operated by BT) Tagesrandverbindung wird dann gewechselt auf ein Routing via MUC oder FRA, damit ich auf LH-Group-Gerät bleiben kann..., dafür komme ich halt erst um Mitternacht heim, statt um 18:00 mit BT. DAS nenne ich mal eine ansprechende "Auswahl"... 🙈

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Phoenix 2.0:

Air Baltic würde mir hingegen - wie erwähnt - sauer aufstossen,

 

Ja, dann wart halt noch ein paar Jahre - bis dann hat sich die Lufthansa Air Baltic ohnehin unter den Nagel gerissen und gilt dann auch als Konzern-Airline auf Augenhöhe mit LX und OS🙈🤣

 

Im Ernst - ich bin schon öfters mit BT geflogen, also "offiziell", keine wet lease. Das war immer Top! 

Geschrieben
2 hours ago, Phoenix 2.0 said:

Air Baltic würde mir hingegen - wie erwähnt - sauer aufstossen, ABER ich bin kein Massstab und den meisten PAXen ist das ja total egal, also ist das Thema an sich nur eines für "Nerds" wie uns!

 

Ich war kürzlich auf einem von Air Baltic durchgeführten Flug von VIE nach BSL. Ich habe mich an Bord über das gratis Starlink Internet und die angenehmen Platzverhältnisse im A220 gefreut.  Zudem gab es ein kleiner Service mit Wasser und Schokolade. Auf meinem vorherigen Flug, mit Brussels Airline, gab es ausser Durchsagen, man dürfe an Bord seinen eigenen Alk nicht trinken, gar nichts. Gebucht hatte ich alles bei Austrian...

 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Leute, ihr wollt nicht verstehen, um was es geht! Und mir auch egal, ob sie mir ein Fünfgänge-Menü kredenzen, mit sowas - und auch mit feschen FAs - hat man mich nie ködern können, weshalb ich u.a. noch nie mit EK geflogen bin. Wahrscheinlich hat damals Birgenair auch ein top Menü gehabt, und Lauda Air war geradezu berühmt für Service und Essen. Der indifferente Konsument schaut halt meist mit dem Magen - da reicht es schon, wenn ein hyper-artifizieller Kuchen und paar Nüsse hingeflakt werden und man einen Tomatensaft bekommt, damit das eine "super Experience" ist im Vgl. zu OS, wo man halt zahlen muss.

 

@Ndugu: Was bedeutet "gebucht bei Austrian"? War das ein Wetlease oder war das eine "Star Alliance-Verkettung"? Ich bin auch mal hin "TAP-TAP" und zurück "LX-OS" geflogen, das ist was anderes, als wenn ich OS buche und überraschend in eine BT-Maschine einsteige, weil ich das "Kleingedruckte" übersehen hatte.

 

@Lubeja: Ja, ich denke die paar Prozent LH-Anteil an BT sind erst der Anfang, aber NOCH ist es nicht soweit. Und wer auf "Augenhöhe gilt", das entscheide ich selbst, nicht Manager, Rankings und dgl.! UND: In "paar Jahren" fliegen wir aus meiner Sicht ohnehin gar nicht mehr in der Art und Weise, wie heute - weißt eh, "Untergangsprophet" und so. 😎

Dass man an Bord seinen eigenen Alk aus den Airport-Shops nicht trinken darf, ist meines Wissens Usus. Wahrscheinlich ist das ein (un)kulturelles/nationales Thema, wenn die das dauernd durchsagen müssen. 🤭

 

Fazit: "Top" ist für mich, wenn ich kriege, was ich als Konsument intendiere und dann bezahle. Wenn ich - wie bei LCC - beim Buchen mit Argusaugen lesen muss, ob man mich wo "legen" will (sog. dark patterns) oder eben beim Beförderungsvertrag Kniffe mit wet lease fährt, finde ich das unseriös. Da bin ich altmodisch..., und solange es geht, umgehe ich das proaktiv.

 

Was wer anderer "top" findet oder was irgendwelche von Journalisten gebastelten "best of airlines"-Rankings sagen, ist mir schnuppe (da ist BT ja tw. ganz vorne dabei, wie damals auch die Lauda Air in manchen Dingen)! Es gibt Leute, die finden TESLA geil, oder Club-Urlaub oder Kreuzfahren mit AIDA oder krass stinkenden Käse. Nicht mal wenn man mir extra was dafür zahlt nehme ich sowas an!

 

Ich will als Kunde das, was ich mir ausgewählt habe und wofür ich bezahle! Wenn ich bewusst rot-weis-rot buche, will ich beim Boarden kein grünes Leitwerk an der Maschine sehen - PUNKT!! Wenn ich eine Star Alliance-Route buche (z.B. Austrian - TAP) bzw. es Code-Share gibt, ist das was Anderes! Wobei ich mit einem Code Share tw. auch schon manchmal nicht glücklich war...

 

Air Baltic ist ungleich LH/OS/LX - können wir uns da einigen??

 

Gruß

Johannes

 

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben

BT gibt‘s vielleicht auch nicht mehr so lange wie auch schon… Ohne Notkredit im Frühling wären sie jetzt wohl bankrott. 

 

 

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Phoenix 2.0:

 

Dass man an Bord seinen eigenen Alk aus den Airport-Shops nicht trinken darf, ist meines Wissens Usus. Wahrscheinlich ist das ein (un)kulturelles/nationales Thema, wenn die das dauernd durchsagen müssen. 🤭

 

 

 

 

 ...arme Flight Attendants, welche dieser Durchsage Nachdruck zu verleihen haben...

 

Wie offensichtlich wird das von den Passagieren gehandhabt, wenn sie aus dem Handgepäck kurz ihre Gin-Flasche aus dem Shop hervorzücken, um den Mineralwasserbecher nachzufüllen?

 

Möglicherweise gibt es Dumpfbrummer, welche ihre  Duty-Free-Whiskyflasche in voller Grösse auf den Klapptisch stellen🤭....

 

Gruss Richard

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Stunden schrieb reverser:

 ...arme Flight Attendants, welche dieser Durchsage Nachdruck zu verleihen haben...

 

Man kann von der Aussage eines Posters über einen Flug halt ned darauf schliessen, dass es bei Brussels immer und überall so läuft. Solche Dauerdurchsagen kennt man eigentlich nur von Ryanair bzgl. Lotterie und so.

 

Möglich ist es, aber man müsste es verifizieren.

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben
23 hours ago, Phoenix 2.0 said:

Was bedeutet "gebucht bei Austrian"? War das ein Wetlease oder war das eine "Star Alliance-Verkettung"? Ich bin auch mal hin "TAP-TAP" und zurück "LX-OS" geflogen, das ist was anderes, als wenn ich OS buche und überraschend in eine BT-Maschine einsteige, weil ich das "Kleingedruckte" übersehen hatte.

 

Da war ich etwas unpräzise. Gebucht habe ich eine auf Google Flights gefundene Relation über Booking.com, weil es dort ein paar Euro günstiger war als direkt bei Austrian.com. Hin- und Rückflug waren Star Alliance-Verkettungen mit Lufthansa, Brussels Airlines, und Austrian. Bei der Buchung war im kleingedruckten ausgewiesen, dass der einzige Austrian Flug dieser Verkettung von BT durchgeführt würde. 

 

23 hours ago, Phoenix 2.0 said:

Ich will als Kunde das, was ich mir ausgewählt habe und wofür ich bezahle! Wenn ich bewusst rot-weis-rot buche, will ich beim Boarden kein grünes Leitwerk an der Maschine sehen - PUNKT!! Wenn ich eine Star Alliance-Route buche (z.B. Austrian - TAP) bzw. es Code-Share gibt, ist das was Anderes! Wobei ich mit einem Code Share tw. auch schon manchmal nicht glücklich war...

 

 

Das einzige rotweisse an meiner Reise war das Ticket. Aber: Ich habe als Kunde genau das erhalten, was ich ausgewählt und wofür ich bezahlt habe. Und wer diese Überraschungen nicht mag, soll halt das kleingedruckte lesen oder bei Easyjet oder Wizzair buchen, wo es kein Codeshare und kein Wetlease gibt.  

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb ndugu:

Da war ich etwas unpräzise. Gebucht habe ich eine auf Google Flights gefundene Relation über Booking.com, weil es dort ein paar Euro günstiger war als direkt bei Austrian.com. Hin- und Rückflug waren Star Alliance-Verkettungen mit Lufthansa, Brussels Airlines, und Austrian. Bei der Buchung war im kleingedruckten ausgewiesen, dass der einzige Austrian Flug dieser Verkettung von BT durchgeführt würde. 

 

Du hast also einen sog. Intermediär (Plattform) benutzt, nicht die Website von OS. Klar, dass man Dir dort diverse krasse Alternativen vorschlägt, wo man u.U. erst mal 1,5 Stunden nach Nordwesten fliegt, um dann 3,5 Stunden wieder gen Süden zu fliegen, um paar Euronen zu sparen. Aber ja, auch bei OS direkt (Website) werden Dir gewisse Star Alliance-Multi-Stop-Flüge vorgeschlagen, zumal OS ja nicht überall direkt selber hinfliegt. Aber eben nicht die ganz irren Konstrukte, wie auf so manchen Plattformen, wo man dann 12 Stunden von Catania nach Wien braucht.

 

Auf der OS-Buchungsseite steht bei Allianzpartnern (z.B.) "durchgeführt von TAP Air Portugal", bei den wet leases steht "AIR BALTIC FOR AUSTRIAN AIRLINES". Viele Kunden checken das eher nicht, was da dahintersteckt, sie nehmen es einfach hin. 

 

vor 3 Stunden schrieb ndugu:

Und wer diese Überraschungen nicht mag, soll halt das kleingedruckte lesen oder bei Easyjet oder Wizzair buchen, wo es kein Codeshare und kein Wetlease gibt.  

 

Ziemlich überhebliche Aussage aus meiner Sicht! Aber es zeigt, dass vielen Kunden - selbst wenn sie aviatisch bewandert sind - heute vollkommen bewußt alles egal zu sein scheint. Wer hingegen als mündiger Konsument seine Qualitätsanforderungen erfüllt sehen will, wird zunehmend als pathologischer Spinner abgetan. So wird der schleichende Qualitätsverlust durch die Konzernleitungen bewußt gesteuert, und am Ende verteidigen jene Kunden, denen eh alles egal ist, solange sie ein Sandwich voller E-Nummern und 100 ml Cola gratis bekommen, das auch noch gegenüber jenen, die sich an den ursprünglichen Service-Levels orientieren. Genial! 👏

 

Wizzair fliege ich nicht, aber diese Aussage ist m.E. auch eine polemische Nebelgranate! Als jemand, der sich auskennt, sollte man auch an jene denken, die weniger bewandert sind. Deshalb kann ich solche Praktiken nicht gut finden, auch wenn ich selbst nicht in diese Falle tappen werde. Gut, gibt es diese Diskussion hier - ich werde zukünftig mit Argusaugen das "Kleingedruckte" auch in der LH-Group lesen und auch mein Umfeld über diese wet-lease Umtriebe informieren!

 

Ihr könnt es also drehen und wenden wie ihr wollt, ich lasse mich nicht "gaslighten", dass ich der "Weltfremde" bin, der eine verzerrte Wahrnehmung an den Tag legt, wenn ich diese strukturellen wet lease-Praktiken als unvereinbar mit "Premium" - mit dem LX/OS/LH ja werben - erachte! Wenn ich jedoch in Australien statt mit QANTAS in ein wet lease von Finnair steige (das gab es), geht sich das für mich aus, weil es dieselbe hohe Qualitätsebene ist. Das werden wieder einige nicht kapieren, aber sei's drum.

 

Aus meiner Sicht bemerkt ihr nicht, wie ihr vera*scht werdet; und das Beste daran: Ihr verteidigt dies sowie den Niedergang der Qualität auch noch und schreibt den Konsumenten die Schuld zu, wenn jene am Ende "überrascht" werden, weil sie grün sehen statt rot-weiss-rot, wie - auf Basis vergangener Erfahrungen sowie auf Basis des Marketings - zu erwarten wäre! Und ich verwette meinen Allerwertesten, dass man keine Austrian-Werbung findest, wo man eine Air Baltic Maschine sieht und wo sie das OS-Produkt anpreisen.

 

Jedenfalls ist Dein Beispiel oben mit den OS-Flügen, die keine waren, m.E. kein wirklich valider Vergleich im Rahmen der eigentlichen wet lease-Thematik. Dir waren - wie Du selbst schreibst - paar Euro weniger wichtiger, als den Trip mit maximal vielen OS-Flügen zu bestreiten. Dein Motiv war also anders gelagert, als bei mir, und somit hast Du aus meiner Sicht keine argumentative Grundlage, Deinen Outcome in dieser Sache als Gegenargument zu den besprochenen wet lease-Praktiken vorzubringen. Weil: Du buchtest bei einem Intermediär nach billigstem Preis ("Geiz ist geil"); Dir war zudem wahrscheinlich ziemlich egal, wer welchen Leg über welchen Hub fliegt, und OS als Carrier stand somit nicht wirklich im Fokus.

 

FAZIT: Chapeau jedenfalls an den LH-Group Vorstand - die haben was richtig gemacht, wenn immer mehr Kunden, die sogar über fachlichen Background verfügen, einen qualitativen Niedergang vehement verteidigen! 👍😁
Manche werden es wohl auch noch ok finden, wenn sie plötzlich - auf einem Marken Carrier-Flug - in eine wet geleaste B737-400 von Weitfortistan Air einsteigen, wenn bloss irgendwelche Krawattinger versichern, die seien "überprüft"... 🤣. Das war jetzt auch polemisch, aber hey - Feuer gegen Feuer!

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben

Irgendwie steh ich auf der Leitung. Willst Du uns sagen, dass die Qualität der Pilot: innen und Flugzeugwart:innen der Air Baltic nicht dem Sicherheitsniveau der LH Gruppe entspricht?

 

Wenn ja. Worauf gründet Deine Behauptung?
 

wolfgang

Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Stunden schrieb Maxrpm:

Wenn ja. Worauf gründet Deine Behauptung?

 

Mein anscheinend unnachtetes Hirn suggeriert mir, dass LH, OS und LX immer noch besser ausbilden, als die BT-Academy (F/D, Cabin, Maintenance). Natürlich kann ich das nicht erschöpfend beweisen, und Du bist ja selbst ein positives Beispiel dafür, dass jemand aus einem VOL-Prop-Cockpit am Ende in OS-Uniform Instructor wurde (was lange absolut undenkbar schien), aber dennoch verstehe ich nicht, wie selbst Du nicht verstehen willst, was hier manche von uns vermitteln wollen, wenn wir auf gewisse Aspekte der Qualität pochen. 

 

Nachdem Du wohl in Deiner aktiven Zeit noch selbst erlebt hattest, wie das Management BT rein holte, um "eure" Strecken im Wet-Lease zu bedienen, würden mich Deine Einschätzungen und Einblicke dazu natürlich interessieren. Wie nahm man das im Piloten-Corps auf, und bitte erkläre Du mir, warum BT u.a. mit der - unter den Top ten weltweit rangierenden - Lufthansa Aviation Training als gleich anzusehen ist. Meine Recherchen ergaben zwar, dass BT seine Schüler in Teilaspekten dort ausbilden läßt, aber nicht das gesamte Konzernprogramm.

 

Oder sind am Ende OS/LX/LH nicht mehr auf jenem Level, den ich mir "krampfhaft" noch einrede? Sind heute also eh schon alle in Europa mehr oder weniger gleich und somit isses wurscht, wo ich buche? 

 

Ich kauf seit jeher aus Prinzip nicht beim Hofer/Aldi und anderen Discountern - selbst wenn manche meinen, die Produkte dort wären oftmals (nur in anderen Packungen) das Gleiche, wie Markenprodukte. Das stimmt oft nur auf den ersten Blick, nicht selten sind die Rezepturen leicht abgeändert. Deshalb lasse ich mir auch ned einreden, dass BT das gleiche sei, wie OS/LX/LH!

 

Sehen das wirklich alle hier so, dass das egal ist, wenn ein Premium-Anbieter sich in Bausch und Bogen andere Operator 'reinholt? Und was sagt das aus, wenn Manager sagen, dass das überprüft sei und die quasi die gleich Qualität habe, wie alle Airlines innerhalb der LH-Group? Das ist doch ned schlüssig, man macht sich selbst austauschbar und untergräbt seine Marke!

Und warum sollte man dann eben nicht gleich einen LCC wählen? Diese AUA-App und auch die Website etwa sind usabilitymäßig ohnehin mies, die FR-App hat mich, als ich mal mit LAUDA "fremdging", kein einziges mal im Stick gelassen und funktioniert einfach...

 

Also: Warum Wolfgang sollte ich in Europa noch OS buchen? Sind die FR-Piloten schlechter als die von BT? Gibst Du mir als Ex-OS-Pilot den "Segen", dass ich zukünftig auch FR/LAUDA nehmen kann, statt OS, weil die Qualitätsunterschiede eh nur mehr marginal oder gar nicht mehr vorhanden sind? Ein LAUDA-Pilot kann durchaus z.B. in Oxford die Ausbildung gemacht haben, oder?

 

Oder wollt ihr einfach nur streiten? 😎 Am Ende des Tages sind für mich Rot und Grün nicht das Gleiche und auch nicht das Selbe! Farbenblind bin ich nicht!

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben
1 hour ago, Phoenix 2.0 said:

 

Mein anscheinend unnachtetes Hirn suggeriert mir, dass LH, OS und LX immer noch besser ausbilden, als die BT-Academy (F/D, Cabin, Maintenance).

 

Dann wird es Dich wohl treffen wenn ich Dir leider sagen muss, dass alle Wart:innen für die Heavy Maintenance der A220 in der  LH Gruppe zur Air Baltic geschickt wurden. Zur Ausbildung, Training und Zertifizierung als A220 Warte.

 

 Wolfgang

 

 

Geschrieben
1 hour ago, Phoenix 2.0 said:

Sehen das wirklich alle hier so, dass das egal ist, wenn ein Premium-Anbieter sich in Bausch und Bogen andere Operator 'reinholt? Und was sagt das aus, wenn Manager sagen, dass das überprüft sei und die quasi die gleich Qualität habe, wie alle Airlines innerhalb der LH-Group?

Im Zusammenhang mit der Auswahl und Überwachung von ACMI-/Wet-Lease-Partnern verwendet die Lufthansa Group CARA. Dabei steht CARA für Civil Aviation Risk Assessment. Es handelt sich um einen internen bzw. unternehmensübergreifend verwendeten Prozess zur Risikobewertung von Fluggesellschaften, bevor und während sie als ACMI- oder Wet-Lease-Partner eingesetzt werden. 

Ein CARA-Audit bzw. eine CARA-Bewertung umfasst typischerweise:

            Überprüfung des AOC und der behördlichen Aufsicht.

            Analyse der Sicherheitsleistung (Unfälle, schwere Vorfälle, SAFA/SACA-Ramp-Inspektionen).

            Bewertung des Safety Management Systems (SMS).

            Prüfung der Crew-Ausbildung, Qualifikation und Standardisierung.

            Überprüfung von Flight Operations, Dispatch und Operational Control.

            Bewertung der Continuing Airworthiness und der Wartungsorganisation.

            Prüfung der Compliance mit EASA, ICAO und vertraglichen Anforderungen.

            Laufende Überwachung (Continuous Monitoring) während der Vertragslaufzeit anhand von Safety-KPIs, Audits und Ereignissen. 

r die Lufthansa Group ist CARA damit ein Second-Party-Audit (Kundenaudit). Es ergänzt öffentliche Programme wie International Air Transport Association IOSA Ziel ist es festzustellen, ob ein ACMI-Anbieter die Sicherheits-, Qualitäts- und Betriebsstandards der Lufthansa Group erfüllt, bevor ein Wet Lease vertrag abgeschlossen wird.

 

 

Wolfgang

Geschrieben (bearbeitet)

Danke Wolfgang für die fundierten Insights, das läse sich ja an sich ganz beschwichtigend, doch es überzeugt mich (natürlich) nicht. Ich bin zwar jünger als Du, habe aber auch schon das Ein oder Andere erlebt. Ich war zwar zudem nie realer Nebenjob-Politiker wie Du, habe aber eine Zeit lang Politik studiert und kriege von anderen mit, was wie "rennt".

 

Ich habe auch die ein oder anderen Konzepte, Bewertungen und dgl. geschrieben, wo das Meiste schöne Worte waren, um die geforderten Benchmarks oder Richtlinien zu erreichen. Ich kenne auch das Vorgehen in allen möglichen Ecken, wo vor der Ausschreibung schon klar war, wer den Zuschlag bekommt (egal ob bei privatwirtschaftlichen/staatlichen Projekten, oder im HR-Bereich). Und dass die Luftfahrt sicherheitssensitiver ist bzw. sein sollte, wissen wir zwar, aber wir erkennen die Erosion, wenn wir genauer Hinsehen. UND: was in den 80ern beim Ausrollen des A320 noch eine handfeste Provokation ("püsh bütton") war, kann man heute in Zeiten nach "Children of Magenta" offen sagen: Ohne moderne Ingenieurskunst gäbe es rauchende Krater im großen Stil, bzw. hätte die kommerzielle Luftfahrt gar nicht so wachsen können...

 

Sprich, auf Papier liest sich alles gut, und aus den letzten paar Jahren haben auch die, die im wissenschaftlichen Bereich tätig waren/sind erlebt, wie man da tw. Dinge "hinbiegt", dass es nur so kracht (u.a. bezahlte u./o. bestellte Gefälligkeitsstudien, -Modelle und dgl.).

 

Wir stehen nun m.E. in dieser Diskussion an der gemauerten Grenze eines Kompromisses. Es gibt jene Fraktion, die - nun mit Deinem Rückenwind und gewissen faktischen Informationen - die Meinung vertritt, dass Air Baltic gewissermassen gleichzusetzen sei mit OS/LH/LX, was die Core-QA-Aspekte und auch Risikobewertungen anbelangt.

Und dann die Fraktion der Skeptiker und kritisch-mündigen Kunden; und ich sag's wie es ist: ich war schon nicht begeistert, als ich vor Jahren las, dass LH Technics auch auf die Philippinen geht und dort u.a. die Dickschiffe in die größeren Checks gehen.

 

Somit akzeptiere ich nun auf Basis Deiner Informationen und Aussagen, dass BT offiziell als zunehmend homogenes Mitglied in den LH-Group-Verband "eingegrooved" wird bzw. tw. schon ist und nirgendwo (weder RA, QA und Staff) Alarmglocken schrill(t)en. In Folge verlieren jedoch die sog. "Premiumcarrier" innerhalb des Konzerns im Kurz- und Mittrelstreckensegment zunehmend ihre Berechtigung. Warum sollte ich ohne long range-connection OS buchen, wenn ich direkt bei BT oder dgl. gleich billigere Flüge mit dem gleichen Produkt erhalte?

 

Gleichzeitig ist ein Teil von mir erstaunt ob der hohen Akzeptanz dieser strukturellen Strategien (Wet Lease) bei (ggf. ehemaligen) Premium-Carrieren - früher hätte es Streiks gegeben, weil man darin eine Art Ausflottung an günstigere Konkurrenz eeeeh..., "Partner"... gesehen hätte. Auch bei dem jähen Ende von Lufthansa City Line kürzlich war der Aufschrei gar nicht mehr so groß. Und nach dieser wet lease-Offenbarung muss man da anscheinend auch kein "Mitleid" mit der freigesetzten Staff haben, das ist halt der Lauf der Dinge und sie können ja dann zu Air Baltic gehen, und fliegen dann zukünftig wieder Konzern-PAXe (Ironie OFF).

 

FAZIT: Heute kann es der Staff und den PAXen ganz offensichtlich so verkauft werden, dass man einfach sagt, man würde in herausfordernden Zeiten wie diesen moderne Strukturen schaffen, welche maximale Flexibilität für die Airline und deren Kunden garantieren und dem Unternehmen an sich Wettbewerbsvorteile verschaffen, da kurzfristig kostengünstiger auf Veränderungen im zunehmend volatilen Markt reagiert werden könne, als wenn die Airline selbst organisch mit den Anforderungen wachsen oder Kapazitäten neu ordnen (Klartext: abbauen) müsste. Somit wäre dies eine win-win-Situation, da besagte Herangehensweisen letztlich Arbeitsplätze sichern und den Kunden das Fortbestehen der bekannten nationalen Marke sichern würden... 🤔🤵😁👍

 

Air Baltic ist in diesem Kontext und Konnex eigentlich nichts anderes, als wie Leasing-/Leiharbeiter in eine Fabrik, eine Baufirma oder auch als Lagerkräfte 'reinzuholen - eine betriebswirtschaftliche Parallelgesellschaft, die man auf QA-Ebene versucht, weitgehend anzugleichen, welche aber viel günstiger operieren kann und eben - wie zu viel Sprit bei einer Sicherheitslandung - einfach bei Bedarf "gedumped" werden kann.

 

Mann oh Mann, ich seh' schon - die Zeiten ändern sich. Heute kann man als Vorstand und auch operativer Manager Dinge tun, wo man früher als "asoziales Arschloch" abgestempelt wurde. Diese vormals tw. stark verpönten Strategien werden heute sogar - fast wie beim Stockholm-Syndrom - reflexhaft verteidigt und gefeiert; sowohl von Staff wie auch den Kunden. Echt beeindruckend, vielleicht sollte ich mich wieder am Markt schmeissen und in den M&A-Bereich gehen, wo ich früher Angebote aus moralischen Gründen abgelehnt hatte. Aber Moral war gestern - heute kann man den Leuten offenbar alles einreden, und sie checken es nicht mal, wenn sie plötzlich am AMS/Jobcenter sitzen, weil ihnen nicht klar ist, wie die Mechanismen dahinter gelaufen sind, dass es so kam, dass sie nun arbeitslos sind. 

 

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Geiler Shice..., die Zeit der nächsten großen Konsolidierung steht bevor Leute, und ihr werdet das ganz offenbar feiern! Wird Zeit abzunehmen, dass ich wieder in meine Anzüge passe..., ein professionelles Arschloch war ich eh noch nie, das fehlt noch in meiner "Sammlung", und fett Kohle und Boni kann man dabei auch abgreifen!

 

Oder es sind weitere Anzeichen eines neuen Kommunismus. Am Ende gibt es kein "Premium" mehr, keine Marken und keine Unterschiede - alles und alle werden gleich. Wer dann noch fliegen darf (wegen CO2 und so), der kann sich auf einen Flug mit "Interflug 2.0" freuen... 😎🤭

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
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vor 19 Stunden schrieb Phoenix 2.0:

früher hätte es Streiks gegeben, weil man darin eine Art Ausflottung an günstigere Konkurrenz eeeeh..., "Partner"... gesehen hätte.

 

Eben hier liegt der Denkfehler (aus LX bezogen) und ich schrieb es bereits vor einigen Wochen. Air Baltic als Wetlease ist nicht billiger. Es fehlen momentan immernoch Piloten und Flugzeuge/Triebwerke um den eigenen Flugplan abzufliegen und auch die Langstrecke zu füttern. Das Wetlease mit Air Baltic kostet mehr Geld als selber zu fliegen, aber immerhin wird so geflogen.

 

Gruß Alex

Bearbeitet von Alexh
Geschrieben (bearbeitet)

Bleiben noch OS und LH. Ich bin mir sicher, dass es auch hier am Ende so dargelegt werden kann, dass es total Sinn macht und die Kritiker keinen Grund zur Kritik haben. 😎

 

Also wird am Ende die strategische Bedeutung auch dort liegen, dass man die Beteiligung an BK deshalb aufzog, dass man bei Engpässen, Streiks, Ausfällen und dgl. einen schnellen Zugriff auf Kapazitäten hat und deren Infrastruktur und andere Kapazitäten nutzen kann. Ein externer Ressourcen-Pool sozusagen.

 

Frage: Warum bildet man diese Kapazitäten nicht konzernintern, wenn das doch eh gleich viel oder gar mehr wie bei SWISS (!!!) kostet? Gibt es da keine Risk- und Krisen-Modelle, wo man auf Basis von Erfahrungswerten und Modellberechnungen einen eigenen Bereitschaftspool für LH/LX/OS bereitstellt?

 

Und warum beruhigt mich das nicht, was Wolfgang weiter oben schrieb, dass also alle A220 innerhalb der LH-Group zur Wartung durch BT geschickt werden und dort auch tw. die Ausbildung der Techniker erfolgt? Sind die dort oben Profis bei der Fehlerbehebung der geplagten PW-Triebwerke?

 

Am Ende des Tages können wir das Thema auf einen Aspekt eindampfen: Das Auftreten als Premium-Marke der drei Carrier! Dann wird es einfach Zeit, offen zuzugeben, dass dies bei Kurz- und Mittelstrecken durch eigene Mittel mit eigener Corporate Identity/eigenem Corporate Design nicht mehr garantiert der Fall ist! 

Es läßt sich gewiss alles irgendwie begründen, warum es nicht mehr so läuft, wie früher, aber Fakt ist, dass es nicht mehr wie früher läuft, und dann gehört das eben in Marketing und Branding integriert! Ansonsten läuft es auf eine Art Irreführung hinaus, wo man sich am Ende als Kunde auch noch blöd anreden lassen muss, wenn man voraussetzt, dass man - wie früher - OS kriegt, wenn man OS bucht und sich ärgert, wenn dem nicht so ist.

 

Letztlich muss mich das alles viel weniger jucken als jene, deren Einkommen/Firmenpensionen in der Branche verdient werden müssen. Ich bin dankbar für diesen Thread, weil er mich aus einer Art Illusion gerissen hat und werde zukünftig auch bei "Premium" genauer hinschauen. Bzw. fällt halt dann sukzessive mein Hauptmotiv, Carrier wie OS oder LH zu buchen. Weil ihr könnt euch die Finger wundschreiben, und selbst wenn heute ein Jürgen Raps-Typus BT-Chefpilot wäre - für mich ist BT immer noch nicht OS/LX/LH!

 

Meine Recherchen im Zuge dieses Threads brachten u.a. hervor, dass BT früher das kontroversielle pay2fly-Modell anbot und das sie erst vor kurzem quasi fast bankrott gingen. Natürlich kann es positive Transformationen geben, doch die Kultur ist halt dennoch jünger, als jene der "Premium-Carrier". Aber womöglich bin ich mit meinen Ansichten einfach nur hoffnungslos "veraltet", weil ein Mercedes Benz-BEV zu kaufen macht heute ja ehrlich gesagt auch keinen Sinn mehr - es ist besser, einen BYD zu kaufen oder sogar einen TESLA (und das sage ICH)! 

 

Fazit: Am Ende ist wohl das klassische europäische "Premium" das, was kurz vor seinem totalen Untergang steht - wer genau hinsieht, erkennt ggf. so manche "writings on the wall". Ich fechte hier also einen sinnlosen Kampf, der bereits verloren sein dürfte. Der Großteil hat sich bereits "globalisiert" arrangiert und klassifiziert Sichtweisen wie die Meinen als antiquiert oder auch emotional überzogen. No Problem, ich kann das nehmen...!

 

In diesem Sinne,... auf eine Zukunft a la "Good morning from the flight deck, my name is Captain Arnias Kalniņš, on behalf of Air Baltic I welcome you aboard of our Airbus A220 on this Austrian Airlines flight from Vienna to Amsterdam..." anstatt "Guten Abend und Servus aus dem Cockpit, hier spricht Ihr Kapitän - mein Name ist Peter Wurzinger und zusammen mit meinem Ersten Offizier Andreas Weinzierl und der gesamten Crew begrüße ich Sie im Namen von Austrian Airlines herzlich an Bord unseres Airbus A320 auf dem Flug von Wien nach Catania...

 

Hinweis: Namen frei erfunden

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben
16 hours ago, Phoenix 2.0 said:

 

 

Und warum beruhigt mich das nicht, was Wolfgang weiter oben schrieb, dass also alle A220 innerhalb der LH-Group zur Wartung durch BT geschickt werden und dort auch tw. die Ausbildung der Techniker erfolgt? Sind die dort oben Profis bei der Fehlerbehebung der geplagten PW-Triebwerke?

 

 

Nein das sind sie nicht. Die Hot Section des PW 1500 wird ausschließlich bei Pratt & Whitney selber gewartet.

Geschrieben
19 hours ago, Phoenix 2.0 said:

In diesem Sinne,... auf eine Zukunft a la "Good morning from the flight deck, my name is Captain Arnias Kalniņš, on behalf of Air Baltic I welcome you aboard of our Airbus A220 on this Austrian Airlines flight from Vienna to Amsterdam..." anstatt "Guten Abend und Servus aus dem Cockpit, hier spricht Ihr Kapitän - mein Name ist Peter Wurzinger und zusammen mit meinem Ersten Offizier Andreas Weinzierl und der gesamten Crew begrüße ich Sie im Namen von Austrian Airlines herzlich an Bord unseres Airbus A320 auf dem Flug von Wien nach Catania...

 

Du scheinst mir ein hoffnungsloser Aviatik-Romantiker😉

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