reverser Geschrieben 20. April Geschrieben 20. April Hatte mal einen Thread eröffnet: "Golf Airlines in der Krise?" Dieser wurde (weil wieder mal politisch ausufernd) geschlossen mit dem Vermerk dass dies so bleibe "...bis es bedeutende Entwicklungen in der Golf Region gibt." So unbedeutend die gegenwärtigen Entwicklungen dort sein mögen, würde es mich trotzdem interessieren, ob die Golf Airlines vom drohenden Spritmangel ebenso betroffen sind, wie alle anderen auch. Gruss Richard Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 21. April Autor Geschrieben 21. April (bearbeitet) vor 11 Stunden schrieb reverser: So unbedeutend die gegenwärtigen Entwicklungen dort sein mögen, würde es mich trotzdem interessieren, ob die Golf Airlines vom drohenden Spritmangel ebenso betroffen sind, wie alle anderen auch. Ich denke eher nicht. Erstens hat Abu Dhabi immer noch genug Öl (Platz 6 weltweit) - also auch für seine ölarmen Bruderstaaten in den Emiraten - und zweitens haben die keinen "Green Deal" am Start, der bei uns (allem voran in der EU) anscheinend nun als mehr oder weniger "heimlicher" Antrieb dient, alles noch schneller den Bach 'runtergehen zu lassen. Sprich - hier kippen wir nun offenbar alles - Industrie, Logistik, Gewerbe, Arbeitsplätze, Wohlstand, Dienstleistungen, Fleischkonsum u.v.m -, den sog. Kipppunkten zuliebe. Was ich bzgl. Emirate nicht weiß ist, inwieweit sie Kerosin derzeit noch selbst raffinieren können. Und selbst das heisst noch nichts, die Iraner könnten jederzeit den Rest der Anlagen in Schutt und Asche legen... Interessanterweise brennen bzw. brannten die Tage weltweit Raffinerien oder andere mit Treibstoff (Produktion, Lagerung, Distribution) in Zusammenhang stehende Anlagen abseits des Kriegsgeschehens. Australien, Indien (Pachpadra-Raffinerie) und nun auch in Myanmar (die Qualitätspresse berichtete bislang noch nicht). In Russland ebenso (Ölhafen in Tuapse), aber da weiß man zumindest, warum. Bezüglich der anderen Vorfälle: hmmm..., gibt's die "Vulkangruppe" auch global?? Bald braucht es keine grüne Ideologie mehr, um uns zuhause festzusetzen. Donald Trump ist ironischerweise der Wegbereiter der schwierigsten Umsetzungsphase des Green (New) Deals: die potentielle Zerstörung der Individualmobilität der Massen sowie auch des Reiseflugverkehrs (Leisure). Greta hätte ihn damals nicht so grantig angestiert, wenn sie DAS gewußt hätte. Aber heute ist ihr das Klima eh eher egal, sie segelt ja derzeit wieder gen Gaza... In den USA toben derweil die Rednecks, Trucker und Farmer, sowie die ehemaligen Influencer, die ihn und MAGA mit hochbrachten. Ein Dodge RAM oder dgl. braucht halt seinen "Sprudel", genauso wie die John Deeres und Semis. Der Westen ist womöglich schon am Arsch, bevor große Kriege eskalieren; dass wir uns bereits im WW3 befänden, hört man von immer mehr Kommentatoren... Gruß Johannes Bearbeitet 21. April von Phoenix 2.0 1 Zitieren
ndugu Geschrieben 21. April Geschrieben 21. April 2 hours ago, Phoenix 2.0 said: ... Johannes Hör bitte auf jeden Thread mit deinen Verschwörungstheorien ins politische abzudrängen. Das nervt! 1 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 21. April Autor Geschrieben 21. April (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb ndugu: Hör bitte auf jeden Thread mit deinen Verschwörungstheorien ins politische abzudrängen. Das nervt! Das Wissen hat Grenzen, das Denken nicht! Albert Schweitzer (1875 - 1965), deutsch-französischer Arzt, Theologe, Musiker und Kulturphilosoph, Friedensnobelpreis 1952 Die uns bekannte "Welt" bricht zusammen, es kriselt, wie seit dem WW2 nicht mehr. Und wir sollen so tun, als wäre nichts bzw. nur das rezitieren, was in den Nachrichten gesagt wird. So wird das nichts mit einer besseren Zukunft, so viel kann ich "verraten"! Wir Ösis kennen was herauskommt, wenn es immer mehr Maulkörbe gibt. Hier würde man wohl tw. noch versuchen, alles schönzureden, wenn weltweit mehr als 50% der Airlines pleite gingen... Abschliessend: Wer definiert denn, was heute eine "Verschwörungstheorie" ist, und morgen nicht mehr - hah? Herr Epstein vielleicht?? Wenn es hier im FF kein "Ventil" für die gegenwärtigen Ereignisse gibt, bahnt es sich seinen Weg in andere Threads. Nur bei harter Zensur würde das klappen, was aber eh ganz dem Zeitgeist im "freien Wertewesten" entspräche... Also, tun wir wieder so, als würde alles weitestgehend vorhersehbar seinen Gang gehen und dass wir via Medien über alle relevanten Informationen verfügen, um "die Welt" zu erklären. Ich versuche somit, Deiner Bitte nachzukommen... Gruß Johannes Bearbeitet 21. April von Phoenix 2.0 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 22. April Autor Geschrieben 22. April (bearbeitet) Lufthansa streicht 20.000 Flüge bis Oktober Wegen der hohen Kerosinpreise und den Kosten des Streiks hat die Airline Lufthansa das Aus ihrer Tochter Cityline vorgezogen. Nun fallen in den kommenden Monaten zahlreiche Flüge aus. QUELLE: spiegel.de ____________________ Natürlich hat das nicht nur mit den Kerosinpreisen zu tun. Man kann es aber nun "besser" argumentieren. Ich kann mich nur wiederholen: "Dank" Donald Trump kommen nun weltweit Entscheidungen und Entwicklungen zustande, welche die Grünen sowie die Klima-Bewegung jahrelang durch Streiks, aktivistische Umtriebe und dgl. gefordert hatten. Mittlerweile sind diese Forderungen EU- und sogar EVP-"Mainstream". Wer hätte das gedacht!! Ich warte schon drauf, dass Annalena Baerbock den Trump in Washington zum Mittagessen einlädt und ihm - im Namen aller Grünen und "Klimaretter" - einen Blumenstrauss überreicht. Mal sehen, wie die Leutchen in einem Jahr darüber denken (ggf. Gas- und Spritmangellage, sowie zu wenig Strom über den nächsten Winter). Auf den Urlaub zu verzichten, fällt in einer Not relativ leicht... Hier noch was zu Preissteigerungen im zivilen Luftverkehr: Air fares soar by nearly 25% as Iran war forces flights to re-route The war in the Middle East has helped to trigger a surge in air fares, with the lowest-priced economy tickets costing 24% more on average than they did a year ago, according to new research. The report, from the consultancy Teneo, says that airspace restrictions caused by the conflict have forced airlines to reroute many flights, increasing the amount of fuel they have to use. Jet fuel prices have soared from about $85-$90 per barrel to $150-$200 per barrel in recent weeks. Fuel accounts for up to a quarter of airlines' operating expenses. The biggest impact on ticket prices has been felt on routes between Europe and East Asia, the report says. A flight from London to Melbourne in June now costs 76% more than last year, while the price of a flight from Hong Kong to London has gone up by 72%. QUELLE: BBC.com Gruß Johannes Bearbeitet 22. April von Phoenix 2.0 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 22. April Autor Geschrieben 22. April Aja, und diese Tage werden in Brüssel die Fluggastrechte neu verhandelt. Bin gespannt, ob man da auch was ausbaldowert, wie das zukünftig bei gestrichenen Flügen aufgrund Kerosinmangels abgehandelt wird. Fluggastrechte in Europa werden verändert: Was das für Reisende bedeutet Wenn der Entwurf in seiner jetzigen Form durch das EU-Parlament geht, würden laut Jan-Frederik Arnold, Geschäftsführer des Fluggastrechte-Portals Flightright, bis zu „60 Prozent der heutigen Entschädigungsfälle ersatzlos“ wegfallen. QUELLE: msn.com Gruß Johannes Zitieren
Tigerstift1 Geschrieben 22. April Geschrieben 22. April vor 7 Stunden schrieb Phoenix 2.0: Aja, und diese Tage werden in Brüssel die Fluggastrechte neu verhandelt. Bin gespannt, ob man da auch was ausbaldowert, wie das zukünftig bei gestrichenen Flügen aufgrund Kerosinmangels abgehandelt wird. Fluggastrechte in Europa werden verändert: Was das für Reisende bedeutet Wenn der Entwurf in seiner jetzigen Form durch das EU-Parlament geht, würden laut Jan-Frederik Arnold, Geschäftsführer des Fluggastrechte-Portals Flightright, bis zu „60 Prozent der heutigen Entschädigungsfälle ersatzlos“ wegfallen. QUELLE: msn.com Gruß Johannes Beim Thema Kerosinmangel wird es unter EU261 rechtlich komplex. Es ist weder automatisch Force Majeure noch automatisch entschädigungsfrei. Entscheidend ist, warum der Treibstoffmangel entstanden ist. Grundsatz unter EU261 Eine Airline muss keine Ausgleichszahlung leisten, wenn die Verspätung oder Annullierung auf außergewöhnliche Umstände zurückgeht, die sich auch bei Ergreifen aller zumutbaren Maßnahmen nicht hätten vermeiden lassen. Wann Kerosinmangel eher als außergewöhnlicher Umstand gelten kann Wenn die Ursache außerhalb der Kontrolle der Airline liegt, z. B. : Flughafen kann keinen Treibstoff liefern (Versorgungsausfall) Streik beim Tankdienstleister Pipeline-/Raffinerieproblem behördliche Restriktionen Krieg / geopolitische Krise Naturereignisse massive ATC-Delays mit ungeplantem Mehrverbrauch + kein Nachtankslot verfügbar Ergo: Ein Kerosinmangel infolge eines Versorgungsausfalls ist nicht nach EU 261 gedeckt. Zitieren
Hotas Geschrieben 22. April Geschrieben 22. April Nicht sicher ob ich dein Fazit falschherum lese, aber zwei Punkte von deiner EU261 Liste sind doch klar erfüllt! 1. Krieg, und 2. Flughafen kann keinen Treibstoff liefern. Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 22. April Autor Geschrieben 22. April (bearbeitet) Klingt für mich auch eher so, als ob das durchaus - in diesem konkreten Falle (generalisierter Treibstoffmangel) - zutreffen könnte (EU261). Es gibt auch noch andere Aspekte, die kursieren. Etwa die Argumentation mit dem Fuel-Hedging. Jene hört man tw. von Leuten, die nicht realisieren, dass es da nur um das Pricing geht (Risikostreuung des Einkaufs für einen/n Lieferung/Bezug in der Zukunft), nicht aber unbedingt um eine Garantie der physischen Lieferung selbst. Wenn das Kerosin global oder zumindest in kontinentalem Ausmaßen ein knappes Gut würde, täten diese Futures und andere Instrumente somit i. d. Regel auch wenig bis nix nutzen; man würde hypothetisch nur u.U. günstiger etwas kriegen, was jedoch in real gar nicht mehr erhältlich ist. Das ist ähnlich, wie wenn ich nun eine Verkaufsgarantie auf einen fabrikneuen TESLA für 2030 fixiere, und TESLA dann zu diesem zukünftigen Zeitpunkt gar keine Autos mehr an Privatkunden verkauft. Da kann ich mir den Wisch ausdrucken und am Locus aufhängen... Die EU berät nun über Umverteilungsmechanismen bei Kerosin. Man beschwichtigt u.a., dass es auch im Sommer genug Kerosin geben dürfte (sowas ist m.E. immer "verdächtig" - da ist heutzutage besondere Achtsamkeit geboten, wenn vorauseilend beschwichtigt wird; eher ist das Gegenteil des Gesagten zu erwarten, wie man u.a. bei der aktuellen deutschen Regierung erkennen kann). Während dessen warnt eine - seit Wochen auffallend offen warnende - Frau Lagarde von der EZB bereits (Video auf Englisch anschauen!) vor möglichen Nahrungsmittel-Rationierungen, u.a. wegen der ausfallenenden Grundstofflieferungen für Düngemittel. Selbst als "Profi-Schwarzmaler" wird mir der Pace an solchen Meldungen schön langsam zu schnell... Gruß Johannes Bearbeitet 22. April von Phoenix 2.0 Zitieren
Alexh Geschrieben 22. April Geschrieben 22. April vor 1 Minute schrieb Phoenix 2.0: Wenn das Kerosin global oder zumindest in kontinentalen Ausmaßen ein knappes Gut würde, täten diese Futures und andere Instrumente somit i. d. Regel auch wenig bis nix nutzen; man würde hypothetisch nur u.U. günstiger etwas kriegen, was jedoch in real gar nicht mehr erhältlich ist. Sofern die Hedging-Verträge für solche Szenarien nicht irgendwelche Ausstiegsklauseln beinhalten. Gruß Alex Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 22. April Autor Geschrieben 22. April (bearbeitet) vor 18 Minuten schrieb Alexh: Sofern die Hedging-Verträge für solche Szenarien nicht irgendwelche Ausstiegsklauseln beinhalten. Davon gehe ich aus, denn warum wollte man für etwas bezahlen, das es am Markt nicht mehr zu den üblichen Bedingungen und Mechanismen gibt bzw. wo der freie Markt nicht mehr zuverlässig funktioniert (systemische Krise, unwillkürliche Ausschläge, Chaos), oder zusammenbricht (z.B. Mangelwirtschaft) oder wo nach Priorität umverteilt wird (Krieg - also u.a. Streitkräfte und Kriegswirtschaft), oder wo es zu anderweitiger Planwirtschaft kommt. Je mehr Plan, desto weniger freie Märkte, desto weniger freie Menschen! Und man muss m.E. kein Libertärer sein, um das so zu sehen! Ich persönlich rechne im Zuge der kommenden Herausforderungen mit massivsten Maßnahmen, Einschränkungen und Verboten durch die EU. Gruß Johannes Bearbeitet 22. April von Phoenix 2.0 Zitieren
Gulfstream Geschrieben 23. April Geschrieben 23. April vor 7 Stunden schrieb Alexh: Sofern die Hedging-Verträge für solche Szenarien nicht irgendwelche Ausstiegsklauseln beinhalten. Gruß Alex Wie zB höhere Gewalt/force majeur und Kriege. Das war auch zu Covid Zeiten in der Industrie so, daher durchaus denkbar. Zitieren
MHGDUSZRH Geschrieben 29. April Geschrieben 29. April Kann man nicht mal ein bisschen näher beim Thema des Threads bleiben? Merci Zitieren
reverser Geschrieben 29. April Geschrieben 29. April vor 6 Stunden schrieb MHGDUSZRH: Kann man nicht mal ein bisschen näher beim Thema des Threads bleiben? Merci Zum Thema: DIe Lage scheint sich etwas zu entspannen. Nachdem Emirates & Co. zu "business as usual" zurückgekehrt sind, sind jetzt auch die Kuwait Airways als letzte wieder mit von der Partie. Zitat Kuwait Airways nimmt Flugbetrieb nach fast zweimonatiger Unterbrechung wieder auf Weitere Angriffe der Iraner auf die benachbarten Golf Staaten, als Retour Kutsche für eine Wiederaufnahme der israelisch-amerikanischen Bombardements, scheinen vom Tisch zu sein, da offenbar zu riskant. Jetzt geht es um das Blockade-Kräftemessen beim Nadelöhr von Hormuz: Wer blockiert wen? Wer hat den längeren Atem? Das Thread-Thema "Flugstornierungen durch Airlines wegen Kriegs-Auswirkungen" dürfte uns erhalten bleiben. Hormuz bleibt dicht, und damit der Treibstoff-Engpass. Weitere Preiserhöhungen (nicht nur bei Airlines) stehen uns bevor. Und die Leute fliegen trotzdem massenhaft in Urlaub, so wie sie nach wie vor bereit sind, für einen Cappuccino 5.50 € und mehr zu bezahlen... Gruss Richard 1 1 Zitieren
Maxrpm Geschrieben 30. April Geschrieben 30. April 9 hours ago, reverser said: Zur Thema: DIe Lage scheint sich etwas zu entspannen. Nachdem Emirates & Co. zu "business as usual" zurückgekehrt sind, sind jetzt auch die Kuwait Airways als letzte wieder mit von der Partie. Ich bin vor 2 Wochen wegen des Streiks der Lufthansa Kolleg:innen über Dubai nach Australien. Zumindest vor 14 Tagen war da gar mit nix Business as usual. Von den 500 Passagieren die normalerweise jeden Tag VIE - DBX fliegen waren noch 70 übrig. Statt 2 h layover in DBX dauerte es 10 h bis ein Flug nach Sydney ging. Brisbane eingestellt und die beiden anderen Sydney Flüge auch. Der letzte A380 selber halbleer. Am Flughafen war Corona Stimmung, nur ohne Masken. Im Terminal C war niemand im Irish Pub und der Barkeeper sagte mir ich sei sein erster Gast and diesem Tag. Es war 23:00. wolfgang 1 Zitieren
reverser Geschrieben 30. April Geschrieben 30. April vor einer Stunde schrieb Maxrpm: Ich bin vor 2 Wochen wegen des Streiks der Lufthansa Kolleg:innen über Dubai nach Australien. Zumindest vor 14 Tagen war da gar mit nix Business as usual. Von den 500 Passagieren die normalerweise jeden Tag VIE - DBX fliegen waren noch 70 übrig. Statt 2 h layover in DBX dauerte es 10 h bis ein Flug nach Sydney ging. Brisbane eingestellt und die beiden anderen Sydney Flüge auch. Der letzte A380 selber halbleer. Zitat Trotz geopolitischer Spannungen und militärischer Risiken zeigt sich Emirates-Präsident Tim Clark demonstrativ gelassen. Beim Capa Airline Leader Summit in Berlin betont er: Sein Flugbetrieb laufe überraschend stabil, die Nachfrage sei hoch – und Dubai bleibe als globales Drehkreuz wichtig. "Hohe Nachfrage" bei Emirates: So klingt es zumindest, wenn der Chef spricht. Berufsoptimist...He would say that, wouldn't he? Gruss Richard 1 1 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 1. Mai Autor Geschrieben 1. Mai (bearbeitet) Diesmal ist es nicht, wie bei 9/11, einem Vulkanausbruch oder bei Covid etwas, was plötzlich massive Auswirkungen auf den Flugverkehr hat, sondern es breitet sich langsamer in die globalen (Teil)Bereiche der Weltwirtschaft aus, so wie eine Sepsis. Die Rohölpreise ziehen wieder an, diese läppischen und haushaltsschädigenden mickrigen Cent-Beträge einiger Regierungen, um Aktionismus vorzutäuschen ("Spritpreis-Bremse") verpuffen gerade im Nirvana und bringen den jeweiligen Staaten - ohne jegliche nachhaltige Effekte - nun weniger Steuern (inkl. MwSt). Ich gehe davon aus, dass sich dieses "Karussell" weiter und immer schneller drehen wird. Wir treten nun in die Phase ein, wo es sich quasi um einen Proxy-Krieg handelt, in welchem u.a. China im Hintergrund mitmischt. Aus meiner Sicht werden wir uns noch wundern, was das alles für Auswirkungen haben wird. Ich denke, dass Dubai und EK nachhaltige Einbussen in Kauf nehmen werden müssen. Nicht nur wegen der primären Herausforderungen durch den Krieg, sondern u.a. auch wegen der nunmehr erneut schneller sinkenden Kaufkraft im Westen - allem voran in Europa. Zudem bekam die Welt mit, wie autokratisch die politischen Systeme dort sind. Ryanair will sich anscheinend aus BER zurückziehen, womöglich ahnen die schon, dass man in Deutschland schon sehr bald auf keinen grünen Zweig (im Sinne schwarzer Zahlen) mehr kommt. Die Politiker beschwichtigen natürlich (siehe verlinkter RBB-Artikel), dass selbst nach einem "Eindampfer" bei FR alles so weiterlaufen werde..., lachhaft! Deutschland wird als Erstes in der EU ein "grünes Exempel" am zivilen Luftverkehr statuieren, da wette ich was! Und dank "Degrowth" aka "Beyond Growth" leben bald immer mehr von staatlichen Transferleistungen; da geht sich - für ebenfalls immer mehr Bürger/Konsumenten - aufgrund der generell steigenden Kosten und Preise dann selbst ein LCC-Trip nicht mehr aus. Ich sehe das zunehmend wertfrei. Weniger Autos auf den Straßen und weniger Flugzeuge am Himmel, damit freunde selbst ich mich immer mehr an. Wenn ich nicht mehr fliegen kann, dann ist es halt so. Die Jungen werden sich wohl hoffentlich nicht beklagen, sie waren ja schließlich (im Westen) fast alle FFF-Streiker*innen... Ich freunde mich mittlerweile mit dem Gedanken an, mir in absehbarer Zeit einen chinesischen E-Roller zu kaufen (75 km/h Spitze, 100 km Reichweite). Kriegt man neu tw. unter EUR 3.500. Damit komme ich auch in die Stadt rein und zahle dzt. nicht mal fürs Parken. FAZIT: Sollte es nun - aufgrund der Krisengemengelage - tatsächlich zu einer globalen Rezession und dgl. kommen, dann sehe ich das mittlerweile zunehmend als Chance. Wir haben uns tatsächlich verrannt, wobei mir die simple Teilung in Kapitalismus und Sozialismus nicht genügt - ebensowenig in "Rechts" und in den grünen "Ökosozialismus" - das ist alles zu einfach bzw. eine klassische Spaltung. Wir brauchen keinen weiteren Durchlauf mit einem alten oder neuen "ismus" (z.B. Transhumanismus) mehr, es muss was komplett Neues her! HINWEIS: Wer sich nun wieder aufregen muss, dass ich vom Thread-Topic abschweifen würde: Die Thematik bzgl. der derzeitigen Krisengemengelage bzw. Polykrise ist vielschichtiger Natur; es ist in manchen Belangen somit ein systemisch-vernetzter Blick notwendig, nicht die Segregierung in einzelne Themen, die dann rigide im Sinne einer Eingrenzung betrachtet werden müssen sollen. Wir sind hier nicht journalistisch tätig, sondern diskursiv!! Die (geplanten) EU-Massnahmen wegen der durch den Iran-Krieg ausgelösten "Energie-Krise" etwa müssen m.E. auch unter dem Lichte der Agenda des "Green Deals" betrachtet werden! Man wird diese Umstände öffentlich als "Disruptor" klassifizieren und benutzen, um besagte Agenda voranzutreiben. Deswegen der breiter gestreute Blickwinkel auf das Thema. Gruß Johannes Bearbeitet 1. Mai von Phoenix 2.0 RS Zitieren
Maxrpm Geschrieben 1. Mai Geschrieben 1. Mai 10 hours ago, Phoenix 2.0 said: Diesmal ist es nicht, wie bei 9/11, einem Vulkanausbruch oder bei Covid etwas, was plötzlich massive Auswirkungen auf den Flugverkehr hat, sondern es breitet sich langsamer in die globalen (Teil)Bereiche der Weltwirtschaft aus, so wie eine Sepsis. Die Rohölpreise ziehen wieder an, diese läppischen und haushaltsschädigenden mickrigen Cent-Beträge einiger Regierungen, um Aktionismus vorzutäuschen ("Spritpreis-Bremse") verpuffen gerade im Nirvana und bringen den jeweiligen Staaten - ohne jegliche nachhaltige Effekte - nun weniger Steuern (inkl. MwSt). Ich gehe davon aus, dass sich dieses "Karussell" weiter und immer schneller drehen wird. Wir treten nun in die Phase ein, wo es sich quasi um einen Proxy-Krieg handelt, in welchem u.a. China im Hintergrund mitmischt. Aus meiner Sicht werden wir uns noch wundern, was das alles für Auswirkungen haben wird. Ich denke, dass Dubai und EK nachhaltige Einbussen in Kauf nehmen werden müssen. Nicht nur wegen der primären Herausforderungen durch den Krieg, sondern u.a. auch wegen der nunmehr erneut schneller sinkenden Kaufkraft im Westen - allem voran in Europa. Zudem bekam die Welt mit, wie autokratisch die politischen Systeme dort sind. Ryanair will sich anscheinend aus BER zurückziehen, womöglich ahnen die schon, dass man in Deutschland schon sehr bald auf keinen grünen Zweig (im Sinne schwarzer Zahlen) mehr kommt. Die Politiker beschwichtigen natürlich (siehe verlinkter RBB-Artikel), dass selbst nach einem "Eindampfer" bei FR alles so weiterlaufen werde..., lachhaft! Deutschland wird als Erstes in der EU ein "grünes Exempel" am zivilen Luftverkehr statuieren, da wette ich was! Und dank "Degrowth" aka "Beyond Growth" leben bald immer mehr von staatlichen Transferleistungen; da geht sich - für ebenfalls immer mehr Bürger/Konsumenten - aufgrund der generell steigenden Kosten und Preise dann selbst ein LCC-Trip nicht mehr aus. Ich sehe das zunehmend wertfrei. Weniger Autos auf den Straßen und weniger Flugzeuge am Himmel, damit freunde selbst ich mich immer mehr an. Wenn ich nicht mehr fliegen kann, dann ist es halt so. Die Jungen werden sich wohl hoffentlich nicht beklagen, sie waren ja schließlich (im Westen) fast alle FFF-Streiker*innen... Ich freunde mich mittlerweile mit dem Gedanken an, mir in absehbarer Zeit einen chinesischen E-Roller zu kaufen (75 km/h Spitze, 100 km Reichweite). Kriegt man neu tw. unter EUR 3.500. Damit komme ich auch in die Stadt rein und zahle dzt. nicht mal fürs Parken. FAZIT: Sollte es nun - aufgrund der Krisengemengelage - tatsächlich zu einer globalen Rezession und dgl. kommen, dann sehe ich das mittlerweile zunehmend als Chance. Wir haben uns tatsächlich verrannt, wobei mir die simple Teilung in Kapitalismus und Sozialismus nicht genügt - ebensowenig in "Rechts" und in den grünen "Ökosozialismus" - das ist alles zu einfach bzw. eine klassische Spaltung. Wir brauchen keinen weiteren Durchlauf mit einem alten oder neuen "ismus" (z.B. Transhumanismus) mehr, es muss was komplett Neues her! HINWEIS: Wer sich nun wieder aufregen muss, dass ich vom Thread-Topic abschweifen würde: Die Thematik bzgl. der derzeitigen Krisengemengelage bzw. Polykrise ist vielschichtiger Natur; es ist in manchen Belangen somit ein systemisch-vernetzter Blick notwendig, nicht die Segregierung in einzelne Themen, die dann rigide im Sinne einer Eingrenzung betrachtet werden müssen sollen. Wir sind hier nicht journalistisch tätig, sondern diskursiv!! Die (geplanten) EU-Massnahmen wegen der durch den Iran-Krieg ausgelösten "Energie-Krise" etwa müssen m.E. auch unter dem Lichte der Agenda des "Green Deals" betrachtet werden! Man wird diese Umstände öffentlich als "Disruptor" klassifizieren und benutzen, um besagte Agenda voranzutreiben. Deswegen der breiter gestreute Blickwinkel auf das Thema. Gruß Johannes Leider gibt es da noch zu viele alte weiße Männer - so wie mich - die sich derzeit rund um die Uhr weltweit abmühen Deinen Weltuntergang zu verhindern. Wir werden das schaffen so wie 2001, 2008 und 2020. Tut mir ja leid für Dich. Aber will wollen einfach nicht untergehen Wolfgang 1 2 Zitieren
LS-DUS Geschrieben 1. Mai Geschrieben 1. Mai vor 40 Minuten schrieb Maxrpm: Wir werden das schaffen so wie 2001, 2008 und 2020. Das wollen wir wirklich hoffen. Das System hält einiges aus. Eine weitere Eskalation im Iran-Krieg ist eher unwahrscheinlich, weil die Folgen katastrophal wären. Die Probleme von 2008 und 2020 haben leider auch zu einer erheblichen Überschuldung einiger Länder geführt. Die USA, Frankreich usw. Ein wirtschaftlicher Zusammenbruch wie in den 30er Jahren wird leider immer wahrscheinlicher. Dazu wird es zu einer immer höheren Arbeitslosigkeit kommen, auch durch KI Systeme. Das führt zur politischen Instabilität. Dazu sind sehr hohe Inflationsraten möglich. Wenn die USA kein Geld mehr geliehen bekommen werden die Auswirkungen weltweit sein. Die Systeme (politisch, wirtschaftlich) werden immer brüchiger. Dazu kommt auch noch die Klimaerwärmung. Die Einschläge werden immer mehr in kürzeren Abständen. Alleine seit 2020. Dann kam noch der Krieg in der Ukraine und jetzt zündelt einer am Pulverfass im Nahen Osten herum. Was durchaus noch zum Atomkrieg führen kann. Systeme sind nicht ewig Resilient. Alleine schon, wenn demnächst die AFD hier im Bund regieren sollte. Wer soll heute noch Informatik studieren? Wird man in 30 Jahren noch in Südeuropa leben können? Also die Frage ist heute schon, wer und wie betroffen ist. Die Wahrscheinlichkeit für einen Börsencrash ist sehr hoch. Dass Airlines pleitegehen ist leider auch nicht sehr unwahrscheinlich, bei den Kerosinpreisen. Einiges ist aber auch im System selber begründet. So benötigt der Kapitalismus ständig Wachstum, was eben nicht mehr möglich ist. Bei der Anzahl der Menschen, bei den begrenzten Umweltressourcen. Man geht von einer Verdoppelung des Flugverkehrs bis 2050 aus. Ob das die Umwelt noch aushält? So ganz klar ist das immer noch nicht, ob man zur Reisehochsaison überall hinfliegen kann. Durch den Iran-Krieg geht man von einer zusätzlichen Hungerkatastrophe von 50 Millionen Menschen aus. Es gibt also noch Probleme die viel existentieller sind, als in den Urlaub zu fliegen. Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 1. Mai Autor Geschrieben 1. Mai (bearbeitet) vor 3 Stunden schrieb Maxrpm: Tut mir ja leid für Dich. Aber will wollen einfach nicht untergehen Nachdem "weiße alte Männer" heute - vor allem aus Sicht des modernen politischen Linksprogressivismus - als Synonym für ewiggestrige sowie sture Ansichten stehen und nicht offen sind für neue Sichtweisen/Bewertungen, kann ich mir es nicht verkneifen, dass Deine Antwort oben quasi in sich trägt bzw. impliziert, dass man jene nicht unbedingt ernster nehmen muss, als z.B. die Schwarzmalerei der "Untergangspropheten". Ich wette weiterhin auf "Schwarz"..., freue mich aber natürlich, wenn ich nicht recht behalten sollte. Ich stosse also in Zukunft auf Dich an, falls Du richtig(er) liegen solltest..., weil das bedeutet, dass ich mir dann im Supermarkt noch einen Prosecco sowie alles Andere kaufen kann und mich nicht - im Kerzenlicht und in einer Armeedecke eingehüllt - von meinen unaufgewärmten Bud Spencer-Bohnensuppen aus dem Keller ernähren muss... und das in der Angst, dass mir die "Zombie-Apokalypse" die wegnimmt... Gruß Johannes Bearbeitet 1. Mai von Phoenix 2.0 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 2. Mai Autor Geschrieben 2. Mai (bearbeitet) Das Gerangel beginnt - man positioniert sich bereits, bevor eine Diskussion in wenigen Wochen überhaupt entstehen kann: Wirtschaftsweise warnt vor Kerosin-Rabatt: Kein Urlaub "durch Schulden auf Kosten unserer Kinder" In den Sommerferien steigt der Flugbetrieb. Aufgrund der Öl-Krise appelliert Monika Schnitzer von der Wirtschaftsweise zur Zurückhaltung und warnt vor weiteren Rabatten. Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat angesichts steigender Kerosinpreise davor gewarnt, Flugreisen in den Sommerferien schuldenfinanziert zu subventionieren. "Ich sehe schon mit Beginn der Sommerferien die nächste Rabatt-Diskussion aufziehen, schließlich wird Kerosin knapper und teurer", ... Wenn es nicht mehr genug Kerosin gebe, müssten Urlaubspläne geändert werden, man könne aber auch ohne zu fliegen einen schönen Urlaub machen. Schnitzer zur Öl-Krise: Schlimmste Folgen kommen noch Zugleich verwies Schnitzer auf mögliche weitere wirtschaftliche Folgen der Öl-Krise, etwa steigende Lebensmittel- und Transportkosten sowie zunehmenden Inflationsdruck. Sollte sich dieser verfestigen, könnte die Europäische Zentralbank gezwungen sein, die Zinsen anzuheben. QUELLE: zdfheute.de ______________________ An sich gehe ich mit Frau Schnitzer d'accord, es ist nicht Aufgabe des Staates, Flugreisen - vor allem in Krisenzeiten - zu stützen! Auch sehe ich es ebenfalls wie sie, dass der "Tank-Rabatt" eine schwachsinnige Idee war (siehe Artikel). Man kann nicht - im Sinne einer Doppelmoral - ideologisch (Klima-Narrativ) das Ende des Individualverkehrs und individueller Flugurlaubsreisen einläuten und dann, wenn die ersten Wellen tatsächlich über die Leute brechen, dies plötzlich mit Steuergelder abfedern wollen, damit die Wähler u.a. nicht merken, was sie da - im Sinne einer "realen Realität" - an Maßnahmen und dgl. gewählt haben! Der Schmerz muss bis zu den Bürgern durchdringen, aber das wollen die Politiker national und auf EU-Ebene verzögern. Wahrscheinlich bis dann, wenn die Gesetze soweit sind, dass ein Aufbegehren einen Straftatbestand darstellt (Ironie OFF). Die zivile Airline-Branche Europas wird jedenfalls am Ende, falls es hart auf hart kommen sollte, keine starke Lobby hinter sich haben. Das geht sich moralisch nicht mehr aus..., die Vorarbeit im Sinne der Klimabewegungen und des Green Deals war zu effektiv! Man wird das ganze Reise- und Charter-Business - wenn es soweit kommen sollte - über die Klippe werfen, und es werden deswegen keine Massen auf die Straße gehen - die Jungen sowieso nicht, denn wenn es für's "Klima" ist, "dann wird das wohl schon so passen". Das Gejammer wird vor allem auf "Boomer-" und GenX-Seite von Statten gehen - also bei denen, die diese Regierungen vornehmlich gewählt haben... Das Paradoxe ist - wie bereits andernorts hier erwähnt -, dass der von der EU an sich so verhasste Trump mit seiner MAGA-Truppe die Steilvorlage geliefert hat, damit das nun ziemlich "smooth" klappen könnte, mit der Forcierung der "EU-Energiewende" und anderen transformativen Prozessen im Rahmen von "Degrowth" und Green Deal. Fazit: Die Klima-Thematik ist nun wie ein gut entwickelter Bauer am Schachbrett, der im späteren Spielverlauf dann eine Schwerfigur (stellvertretend für traditionelle Wirtschaftsbereiche) schlagen wird, nachdem durch einen bereits zuvor geschlagenen Läufer (f. gesicherte u. günstige Energieversorgung Europas) die Flanke aufgebrochen werden konnte. Gut gemacht (im Sinne des Spielaufbaus und der Strategie), Respekt! Gruß Johannes Bearbeitet 2. Mai von Phoenix 2.0 Zitieren
LS-DUS Geschrieben 2. Mai Geschrieben 2. Mai (bearbeitet) Da sehe ich kein Problem. Wenn sich die Kerosinpreise verdoppeln, wird sich das auf das Flugticket auswirken. Dann ist der Kostenanteil durch den Treibstoff nicht mehr 20 %, sondern 40 %. Dementsprechend müsste der Preis erhöht werden. Falls es mal zu wenig Kerosin geben sollte, wird der Frachtbereich bevorzugt werden. Wenn dadurch Airlines in ihrem Geschäftsmodell bedroht werden gibt es wahrscheinlich Hilfen wie Kredite oder Kurzarbeitergeld. Es gelangt auch immer noch Erdöl über Pipelines aus den Golfstaaten auf den Weltmarkt. So Länder wie Venezuela, auch in Afrika und Südamerika, könnten viel mehr Erdöl produzieren. Auch Erdgas. Eine Frage vom Preis. Der Konflikt im Iran wird nicht mehr ewig dauern können, wenn die Regierung in den USA im November noch eine Chance haben will die Wahlen zu gewinnen. Die Mehrheit der Amerikaner versteht diesen Krieg nicht und lehnt in ab. Zudem wird man versuchen müssen solche Abhängigkeiten zu minimieren. Die Frage ist nur wie das am besten gelingen kann. In Deutschland war vor kurzem soviel Solarenergie vorhanden, dass man diese Energie verschenken musste bzw. sogar noch dafür bezahlt hat diesen Überschuss loszuwerden. Da zweifelt man an der Regierung und den Behörden. Aus diesem Überschuss könnte man doch Wasserstoff oder andere Treibstoffe herstellen. Übrigens gibt es ja keine Steuer auf Kerosin. Daher kann der Staat da nicht mehr eingreifen. Auch haben viele Staaten keine finanziellen Möglichkeiten mehr. Bearbeitet 2. Mai von LS-DUS Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 2. Mai Autor Geschrieben 2. Mai (bearbeitet) @Lothar: Deine Argumente sind zwar - wenn man sie jeweils für sich stehend betrachtet - rational, aber systemisch eingebettet wird das dann ungleich herausfordernder: 1. Steigende Kerosinpreise und das Umlegen auf die Endkunden (Ticketpreise) werden in Zeiten weiter/wieder anziehender Inflation und Rezession Kundenschichten wegbrechen lassen, die dann am Baggersee, in "Balkonien" oder in Lignano urlauben werden. Das wird bei den Airlines einen Effekt haben, wie wenn man den Jungwald gezielt lichtet, damit die gesunden und starken Bäume genug Licht haben, um groß zu werden. Sprich - "Auslichten", in diesem Fall durch den Markt und einem gezielten Eingriff des Staates, um systemrelevante "Assets" zu erhalten. 2. Aus Gründen, die ich oben ausgeführt habe, werden gewisse Staaten (USA, UK, CAN, AUS, JP etc.) sowie die EU eine taumelnde Airline-Branche gewiss nicht generell stützen - es ist in allen diesen Ländern quasi keine Kohle mehr da! Covid ist keine Blaupause..., diesmal wird es weder "Giesskanne" noch "Helikoptergeld" geben... Und das Klima-Thema eignet sich eben in Europa hervorragend, zu argumentieren, warum man es hinnehmen wird müssen, wenn mitunter tausende F/As und Piloten dann beim Jobcenter anstehen. Ja, Fracht wird als "systemrelevant" klassifiziert werden, und bei Covid hat man ja gesehen, dass es klappt. Dazu muss man aber nicht PAX-Carrier mit massiven Flottenstärken bzw. PAX-Sparten Mund-zu-Mund-Beatmen mit Geld, das eben an sich nicht mehr da ist bzw. für Rüstung und dgl. gebraucht wird. Man rüstet dann ein gewisses Quantum von PAX-Fliegern auf F um, um u.a. Medikamente und kritische Güter einzufliegen ("Luftbrücken"). Deshalb: eine Vielfalt und ein Wettbewerb an/unter Airlines ist in sich auswachsenden Polykrisen nicht mehr wichtig, wenn die Rahmenbedingungen in Punkto Sinnhaftigkeit, Wirtschaftlichkeit und somit "Berechtigung" erodieren. Dann genügen - wie vor paar Jahrzehnten - eine Art Flag Carrier, der Fracht fliegt, Truppen transportieren kann (Mil-Contractor) und halt noch paar Strecken für die verbliebenen Besserverdiener, die sich noch keinen Privatjet oder Netjet leisten können, kutschieren. So wie in den 60er- und 70er Jahren... 3. Bzgl. Erdöl-Förderung, Venezuela und die Marktpreise: Hätten, täten, würden, könnten! Das ist alles hypothetisch und wird maßgeblich durch die Megaplayer bestimmt, die im Hintergrund ihre Strategien und Taktiken verfolgen. Fix ist, dass wir in Europa so schnell keine günstigen Wege erschliessen werden, alternativ Erdgas/LNG und Erdöl importieren zu können. Die EU hat Verträge mit den USA um 750 Milliarden in 2025 (Treffen v. d. Leyen mit Trump in Schottland) abschliessen müssen..., und das Gas und so aus Norwegen ist auch kein Schnäppchen für uns! Was da jetzt sonst noch über paar wenige Pipelines und privilegierte Schiffe im/aus dem Nahen Osten auf die Weltmärkte gelangt, oder in Nigeria, spielt für uns hier keine große Rolle! Das krallen sich eher China, Südkorea, Taiwan und Japan, indem sie mehr bieten, als wir in der EU. 4. Bzgl. den Ukraine-Krieg hat man sich auch ned vorstellen können, dass der nun bereits über 4 Jahre dauert! Diese Wunschvorstellungen, von wegen dass der Iran-Krieg schnell zu einem Ende kommen könnte, sind das, was sie sind: Wunschvorstellungen! Kann morgen vorbei sein, oder zukünftig den "Weltenbrand" entzünden - so erratisch, wie dieses Getue derzeit läuft, ist NULL für uns abzuleiten. Fix ist jedenfalls, dass Raytheon, Lockheed-Martin, Boeing Defense und Co. derzeit gut verdienen. 5. Wasserstoff als Alternative ist bei den derzeitigen Kosten-Nutzen-Rechnungen (Energieaufwand) kein Thema; Deutschland kann froh sein, dass es überhaupt noch funktioniert und noch nicht Teilabschaltungen des Stromnetzes vornehmen muss und keine Gasmangellage eingetreten ist. Aber klar, Innovation kann immer einen Leap ermöglichen, doch es ist hilfreich, nicht quasi am "Abschmieren" zu sein. Was ich etwa von Freunden, die in D in der Forschung an an sich renommierten Instituten tätig sind, so höre, was u.a. Beschaffung, Wartung, Finanzierung und die damit verbundene Bürokratie anbelangt - unfassbar! 6. Es geht in dem Artikel in meinem Posting nicht um eine Kerosin-Steuer, sondern darum, mögliche Begehrlichkeiten von Regierungsparteien, die in Richtung staatliche Stütze von Urlaubsflugreisen abzielen könnten, vorab zu adressieren und abzublocken (was ich eben sehr gut finde). Und SPD, Grünen und Konsorten ist absolut zuzutrauen, dass sie jederzeit eine Kerosin-Steuer einführen, egal was sonst so los ist. Die EU wird ja auch per 01.01.2027 ETS-2 einführen, egal wie schlecht bzw. noch-schlechter es den Leuten und der Wirtschaft dadurch gehen wird.. Fazit: "Künstliche" Energiekrise durch Politik (insbes. Teilaspekte d. Ukraine-Kriegs, RUS-Sanktionen und Green Deal) + geostrategische Energiekrise = mögl. Stagflation (steigende Preise bei einbrechender Wirtschaft)! Ökonomisch und finanzwirtschaftlich gesehen quasi einer der "apokalyptischen Reiter"... Gruß Johannes Bearbeitet 2. Mai von Phoenix 2.0 1 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben Samstag um 12:02 Autor Geschrieben Samstag um 12:02 (bearbeitet) Neue Einschätzungen aus Deutschland: Hohe Kerosinpreise - Flughafenverband rechnet mit Flugstreichungen Stand: 09.05.2026 Wegen des Iran-Kriegs sind die Preise für Kerosin stark gestiegen. Die deutschen Flughäfen rechnen daher mit Flugstreichungen im Sommer: Mehr als 20 Millionen Passagiere könnten im schlimmsten Fall betroffen sein. Die deutschen Flughäfen rechnen bei anhaltend hohen Kerosinpreisen im Sommer mit Flugstreichungen, die Millionen Passagiere betreffen könnten. Im schlimmsten Fall drohe an manchen Flughäfen "ein Kapazitätseinbruch von zehn Prozent", sagte Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), der Welt am Sonntag. "Hochgerechnet auf alle Flughäfen wären 20 Millionen Fluggäste betroffen", betonte er. "Es ist zu befürchten, dass vor allem bei Low-Cost-Airlines und touristisch weniger bedeutsamen Destinationen weitere Flüge gestrichen werden", sagte der ADV-Geschäftsführer. Einige Ziele würden dann gar nicht mehr angeflogen, andere seltener und zu höheren Preisen. Kerosin doppelt so teuer wie vor Iran-Krieg Wegen des Iran-Kriegs sind auch die Preise für Kerosin gestiegen. "Die Kerosinpreise sind seit mehr als zwei Monaten doppelt so hoch wie vor dem Krieg", sagte Beisel. Er rechnet auch in den kommenden Monaten nicht mit einer Normalisierung. "Auch wenn Kerosin verfügbar ist, werden Airlines viele Flüge zu diesen Preisen nicht wirtschaftlich durchführen können." Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte im vergangenen Monat erklärt, die Kerosin-Versorgung sei gesichert. QUELLE: tagesschau.de ___________________________ Na solche News beruhigen mich ja ungemein...; ich hoffe jedoch, dass nun die sog. Qualitätspresse und die von ihr zitierten Experten lediglich unter die "Schwarzmaler" gegangen sind und die Optimisten hier im FF und andernorts am Ende richtig liegen werden... Gruß Johannes Bearbeitet Samstag um 12:02 von Phoenix 2.0 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben Samstag um 14:51 Autor Geschrieben Samstag um 14:51 (bearbeitet) Hier noch eine mögliche Antwort auf die Frage, wie es mit einer allfälligen Rückerstattung bei Flugausfall aussieht (siehe Diskussion weiter oben). Info ist aus dem Boulevard (irgendwer moniert das immer), aber die sollten dennoch halbwegs recherchiert haben: RECHTE FÜR PASSAGIERE Das gilt bei gestrichenen Flügen wegen Kerosin Wenn ein Flug wegen hoher Kerosinkosten gestrichen wird, haben Passagierinnen und Passagiere ein Recht auf Erstattung. „Sie haben Anspruch auf Erstattung, Umbuchung oder Rückbeförderung, Betreuung am Flughafen sowie auf Ausgleichszahlungen bei kurzfristigen Stornierungen“, teilte die Europäische Kommission mit. Anders sieht es allerdings aus, wenn ein Flug wegen Treibstoffmangels nicht abhebt: Ein solcher Mangel kann ein außergewöhnlicher Umstand sein und damit Fluggesellschaften von Ausgleichszahlungen befreien. Aufgrund des Iran-Kriegs sind derzeit die Öltransporte durch die Straße von Hormuz blockiert, die Preise für den Flugtreibstoff Kerosin schnellten in die Höhe. ... QUELLE: krone.at __________________ Wenn also Lager trocken fallen, sind die Airlines von Rückerstattungen befreit. Gruß Johannes Bearbeitet Samstag um 18:19 von Phoenix 2.0 Zitieren
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