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MarkusP210

CO2-Fussabdruck - Möglichkeiten und Wege zur Verbesserung der Situation

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iprigger

Moin,

On 10/1/2019 at 1:13 PM, MarkusP210 said:

Ich mache den Anfang:

Wir haben vor zwei Jahren die Fahrzeugflotte unseres Unternehmens freiwillig von Diesel- auf Erdgasfahrzeuge umgestellt. Wir verbrauchen seither rund 4 kg Erdgas (oder im Ausnahmefall  6.5 l Benzin) pro 100 km im realen Gebrauch. Wir verlangen von allen die die Fahrzeuge benutzen möglichst ausschliesslich im Gasbetrieb zu fahren, dadurch sparen wir ohne Einschränkungen bei der Mobilität gewärtigen zu müssen zwischen 20 und 25 % der CO2-Emission (je nach Betriebsart und Fahrweise). Da unsere Fahrzeuge (in der Schweiz) bereits mit 20% CO2-neutralem Biogas betankt werden reduziert sich der CO2-Ausstoss erneut und weil wir Fahrzeuge aus dem VW-Konzern gekauft haben sind wir am Audi e-Gas-Programm angeschlossen in dem sich der Volkswagen-Konzern verpflichtet entsprechend der gefahrenen Kilometer jedes Fahrzeugs das Äquivalent des Gasverbrauchs desselben in Form von synthetisch hergestelltem (CO2-neutralem) Erdgas ins deutsche Erdgasnetz einzuspeisen. Das Alles führt dazu dass wir den CO2-Ausstoss unserer Fahrzeuge auf nahezu Null reduziert haben; bei um rund 30% reduzierten Betriebskosten, notabene. Im Gegensatz zu Elektrofahrzeugen transportieren wir keine mehrere hundert Kilo schwere Batterie auf jedem Kilometer durch die Gegend und nutzen eine bestehende Infrastruktur zur Betankung was einer schwer zu beziffernden Einsparung an CO2 entsprechen dürfte.

 

Bei einer Kilometerleistung von rund 45000 km/Jahr haben wir so in den letzten zwei Jahren rund 3168 kg CO2 pro Fahrzeug eingespart (ohne Berücksichtigung der CO2-neutralen Komponenten). Unter Berücksichtigung der CO2-neutralen Komponenten beträgt die Einsparung der letzten zwei Jahre rund 13000 kg.

 

 

Finde ich gerade auch zum Ideen sammeln nen guten Thread, danke!

 

Ich habe mir da auch ein paar Gedanken gemacht... als selbständiger gibt's deshalb auch ein Gemisch aus Privat- und Geschäft....

 

Als IT Dienstleister sind wir realtiv viel unterwegs. Aktuell betreiben wir einen Tesla und einen Volvo Hybrid sowie ein Benzinfahrzeug. Der Hybrid braucht im Schnitt irgendwas knapp unter 3 Liter / 100km. Gerade im Stadtverkehr ist der Hybrid genial (weil voll elektrisch). Die Batterie ist für meinen Geschmack mit 10kw etwas zu klein. Geht aber trotzdem, weil man heute fast überall nachladen kann (mache ich auch konsequent).

 

Unser Datencenter wird ohne Klimaanlage betrieben (steht bei mir zu Hause). Es hat, für ganz heisse Tage, ein Klimagerät, das den Serverraum dann einfach unter 35°C hält. wirklich gebraucht haben wir das bisher aber nicht - ist also auch ausgeschaltet. Wir betreiben somit ca. 400-500 virtuelle Server für ca. 5000 User mit weniger als 1.5KW/h.

 

Ich habe dieses Jahr zudem meine Heizung von Öl (1300l/Jahr) auf Wärmepumpe umgestellt... und bin aktuell daran, eine 10KW PV Anlage zu planen. Die soll dann nächstes Jahr aufs Dach kommen. Das Ziel der Anlage ist es, mindestens 60% des Stromverbrauchs zu decken (das DC braucht rund 36KWh am Tag (13.4MWh / Jahr). Ich rechne mit einem Stromertrag von 12.5MWh pro Jahr durch die PV Anlage.

 

Speicherbatterie ist aktuell noch nicht geplant, jedoch vorbereitet. Aktuell ist mir das noch zu blöde...

 

Rentiert das? Finanziell gesehen zum heutigen Zeitpunkt noch nicht wirklich. Die Heizung hat vorher so wenig Öl gebraucht, dass ich das Ding (kostet doch immerhin 30-40kCHF) irgendwie in 60 Jahren mal amortisiert hätte. Auch die PV Anlage wird in dem Sinn keinen zeitnahen Ertrag abwerfen.

 

Warum also trotzdem?

Relativ einfach: Die Ölheizung hatte zwei Tanks, die einen Kellerraum belegt haben. Den Platz kann ich jetzt anderweitig verwenden (also so gesehen: Bereits ein Gewinn vom ersten Tag an). Dann... der Gestank ging mir persönlich ziemlich auf den Keks. Da die Heizung bereits 23 Jahre alt gewesen ist war es eine Frage der Zeit, bis ich das Teil ersetzen muss. Auch der Boiler war relativ alt und hat im Sommer (wenn die Heizung nicht lief) relativ sehr viel Strom gebraucht. Aktuell siehts so aus, dass ich für die Heizung MIT Warmwasser weniger Strom brauche als vorher nur mit dem Boiler. Dann... wir hatten noch einige alte verzinkte Leitungen - darf man heute gar nicht mehr machen und hatte auch schon gut Rost drin.

 

Wenn ich all die Faktoren rechne: Rein nach finanzellen Gesichtspunkten ein Fail. Wenn ich den Mehrwert (Platz, Geruch, Stromverbrauch) rechne aber ein echter Gewinn.

 

Bei der PV-Anlage ist's einfach auch "Spielerei". Das Dach steht in der Sonne ob es ihm passt oder nicht. Also kann ich auch Panels draufpacken. Da ich eh die Lukarnen neu einkleiden muss geht das im Gleichen. Der Mehrpreis sind somit eigentlich nur die Panels und ein Tag Dachdecker... so gesehen reduzieren sich die Kosten hier auch drastisch.

 

Gruss

Tobias

 

 

 

 

 

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iprigger

Hoi,

21 hours ago, FalconJockey said:

Eben nicht. Ich finde es 100% löblich was ihr gemacht und habt - und richtig. Aber es muss in einem gewissen Zeitrahmen wirtschaftlich sein, einen Vorteil bringen, sonst macht es die Masse nicht.

 

Ich wollte mir vor Jahren Sonnenkollektoren aufs Dach schrauben und zumindest von April bis Oktober mein Warmwasser so erzeugen. Lohnt sich aber leider nicht bei einem kleinen Haushalt, nennt sich dann "Liebhaberprojekt".

 

Bei einem kleinen Haushalt wäre PV heute vermutlich besser... vor 10 Jahren habe ich das mal angesehen und dankend abgelehnt. Inzwischen sind die Panels aber deutlich besser und auch die Herstellung ist deutlich weniger umweltschädlich. Man muss nicht erst-adaptor sein, klar. Aber einfach im Auge behalten macht Sinn!

 

Gruss

Tobias

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iprigger

Hoi,

20 hours ago, Kjeld said:

In der Luftfahrt wäre das technisch recht einfach: Techniken wie Gas to Liquid oder Biomass to Liquid sind erprobt. Die Prozesse können Kraftstoffe die chemisch identisch zu Jet A1 sind herstellen. Kostet halt nur das doppelte.

Kann mir in der Zeit von Ryanair und EasyJet nicht vorstellen, dass sich da eine signifikante Kundenbasis für findet.

 

Ich glaub: Das grössere Problem ist die Zulassung / Zertifizierung.

 

Gruss

Tobias

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Falconer
Posted (edited)
16 minutes ago, iprigger said:

Ich glaub: Das grössere Problem ist die Zulassung / Zertifizierung.

 

 

Ist bereits zugelassen und zertifiziert Alles…..schon lang...

 

das ist die zugelassene Spec..

 

https://www.astm.org/Standards/D7566.htm

Edited by Falconer
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iprigger

Hoi,

17 hours ago, David F. said:

Gute Idee!

 

 

Mit deinem tendenziösen Kommentar zu batterieelektrischen Fahrzeugen verabschiedest du dich aber bereits von deiner Idee einer sachlichen Diskussion. Wenn dir wirklich etwas an einer sachlichen Diskussion gelegen wäre, hättest du diesen Seitenhieb einfach lassen können. Schade.

 

Da scheiden sich die Geister. Batterie ist nicht für jeden Anwendungszweck per se das Beste. Hier hängts auch von der Infrastruktur ab.

 

Und... ausser dem Nissan NV200 gibts nicht wirklich viele Fahrzeuge, die für Handwerker reichen... so gesehen mach das schon Sinn!

 

Gruss

Tobias

 

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iprigger

Hoi,

1 minute ago, Falconer said:

 

 

Ist bereits zugelaasen und zertifiziert Alles…..

 

Danke für die Info, wusste ich nicht. Dann ist das nur bei Avgas so ein AvfenTheater(tm)?

 

Tobias

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Falconer
Posted (edited)
17 minutes ago, iprigger said:

Hoi,

 

Danke für die Info, wusste ich nicht. Dann ist das nur bei Avgas so ein AvfenTheater(tm)?

 

Tobias

 

Gute Frage, müsste man genau durchforsten die ASTMs…ich meine es gibt schon ein ASTM für ein Drop-In Avgas Replacement mit Sprit aus synthetisierten Hyrdocarbons...

 

was die ASTMs betrifft, klar, die Triebwerks und Flugzeughersteller müssen das dann noch auch für die jeweiligen Modelle freigeben..bei den Renewable Jet Fuels ist das eigentlich für alle möglichen Airframe /Treiber Varianten bereits geschehen..

 

Was die Lyc und Conti Kolbenschüttler angeht, müsste man sich die neuen Service Letters der Hersteller anschauen..was approved fuels betrifft..muss mal schauen..früher wusste ich es auswendig..jetzt merk i ma oft nix mehr😎

 

Aber klar bei Turbinen ist das einfacher...

 

Besonders die Anti - Knock Qualitäten sind bei verschiedensten Kolbenmotoren nicht ganz so einfach durchzutesten…SWIFT Fuels hat damals für die diversen Renewable Avgas Drop Ins mit verschiedensten Oktanzahlen in Zusammenarbeit mit Lycoming und dem FAA Technical Center nicht wenige Stunden in den Testzellen verbracht, bevor sie zum ersten Mal damit geflogen sind...

Edited by Falconer
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iprigger

Hoi,

18 minutes ago, Falconer said:

 

Gute Frage, müsste man genau durchforsten die ASTMs…ich meine es gibt schon ein ASTM für ein Drop-In Avgas Replacement mit Sprit aus synthetisierten Hyrdocarbons...

 

was die ASTMs betrifft, klar, die Triebwerks und Flugzeughersteller müssen das dann noch auch für die jeweiligen Modelle freigeben..bei den Renewable Jet Fuels ist das eigentlich für alle möglichen Airframe /Treiber Varianten bereits geschehen..

 

Was die Lyc und Conti Kolbenschüttler angeht, müsste man sich die neuen Service Letters der Hersteller anschauen..was approved fuels betrifft..muss mal schauen..früher wusste ich es auswendig..jetzt merk i ma oft nix mehr😎

 

Aber klar bei Turbinen ist das einfacher...

 

Besonders die Anti - Knock Qualitäten sind bei verschiedensten Kolbenmotoren nicht ganz so einfach durchzutesten…SWIFT Fuels hat damals für die diversen Renewable Avgas Drop Ins mit verschiedensten Oktanzahlen in Zusammenarbeit mit Lycoming und dem FAA Technical Center nicht wenige Stunden in den Testzellen verbracht, bevor sie zum ersten Mal damit geflogen sind...

 

Ich meinte in einer Aopa Magazin Ausgabe mal gelesen zu haben, dass die Swift Fuel Initiative irgendwie von keinem Hersteller mehr wirklich verfolgt wird.

 

Da hatten vermutlich alle Hersteller (irgendwie auch berechtigt) Angst vor Liability Charges bei Motorschäden...

 

Gruss

Tobias

 

 

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Falconer
1 minute ago, iprigger said:

Hoi,

 

Ich meinte in einer Aopa Magazin Ausgabe mal gelesen zu haben, dass die Swift Fuel Initiative irgendwie von keinem Hersteller mehr wirklich verfolgt wird.

 

Da hatten vermutlich alle Hersteller (irgendwie auch berechtigt) Angst vor Liability Charges bei Motorschäden...

 

Gruss

Tobias

 

 

 

 

Gute Frage

 

 

aber laut web-site sind sie noch gut unterwegs...

 

https://www.swiftfuels.com/swift-100r

 

https://www.swiftfuels.com/swift-ul94

 

https://www.swiftfuels.com/

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iprigger

Hoi,

8 minutes ago, Falconer said:

 

 

Gute Frage

 

 

aber laut web-site sind sie noch gut unterwegs...

 

https://www.swiftfuels.com/swift-100r

 

https://www.swiftfuels.com/swift-ul94

 

https://www.swiftfuels.com/

 

Hmmm. Ok, Papier und Webseiten sind geduldig 🙂

 

Ich bin mal gespannt, wann wir das hier bekommen.

 

Wobei wir bei all dem Öko-Fuel auch nicht aus den Augen verlieren sollten: Wenn wir damit Nahrungsmittelknappheit verursachen ists Mist!

 

Gruss

Tobias

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Falconer
Posted (edited)
38 minutes ago, iprigger said:

ch bin mal gespannt, wann wir das hier bekommen.

 

Müsste mal die alten Unterlagen und ein paar uralte e-mails raussuchen...

 

beim ursprünglichen "renewable" SWIFT Fuel, der hat am Anfang ein bissel Probleme gemacht beim Anstarten von Vergasermotoren, war etwas zäh, weil der Sprudel nicht so gut verdampft ist, kann ich mich noch erinnern, bei Einspritzern war es kein Problem....das habens dann irgendwie gelöst in der Mischung..das ist jetzt, möcht keinen Blödsinn sagen, aber locker, naja, schätze 13 Jahre her…wenn nicht länger schon..aber da war die Firmenphilosophie der Gründer noch eine Andere…die sind heut offenbar nicht mehr dabei…die waren aber die Brains bei der ganzen Idee…sehr nette hyperg'scheite Leut...

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Lubeja
Posted (edited)
vor 30 Minuten schrieb iprigger:

Wobei wir bei all dem Öko-Fuel auch nicht aus den Augen verlieren sollten: Wenn wir damit Nahrungsmittelknappheit verursachen ists Mist!

 

Mal so zum Nachdenken - gemäss WWF verursacht alleine in der Schweiz der Foodwaste, also weggeschmissene Lebensmittel (davon 2/3 eigentlich noch geniessbar) die gleiche CO2-Belastung wie 1.5 Millionen Autos (Beispiel im Link: 1/3 foodwaste einsparen verringert CO2 Ausstoss wie 500'000 PW's weniger auf der Strasse):

 

https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/foodwaste

 

Mit all dem, was wir weltweit an noch essbarem Essen wegschmeissen, könnte die Menschheit zwei Mal ausreichend ernährt werden. Wir hätten also immer noch mehr als genug Platz, um einen Teil der Landwirtschaftsfläche für Biofuel zu nutzen und keiner müsste hungern! Dabei sind darin die "unvermeidliche Verluste" wie Transportschäden oder Rüstabfälle noch gar nicht eingerechnet, welche man ohnehin auch verwerten könnte/müsste/sollte...

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Touni

@Markus

 

Coole Projekt. Die Gasfahrzeuge sind super.

 

Verstehe deine Bedenken bzgl. Tesla Batteriegewicht nicht. Der Verbrauch ist mit 18 kWh/100km ja recht tief. Die Batterie hält ein ganzes Autoleben lang. Auch beim aktuellen Deutschen Strommix bist du bei max. 60g/km Tendenz sinkend.

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Peter3
Am 1.10.2019 um 13:13 schrieb MarkusP210:

Das Thema der Erderwärmung ist, auch dank Wahlkampf in der Schweiz, hochaktuell und wird hüben und drüben kontrovers und emotional diskutiert.

 

Dieser Thread soll keine weitere (nutzlose) Klimadiskussion sein sondern lediglich ein 'Brainstorming' was jeder und jede dazu beitragen kann dass weniger CO2 (und Methan welches im Übrigen gegenüber dem CO2 den rund 20-fachen Einfluss auf die Erderwärmung hat) ausgestossen/freigesetzt wird. Vielleicht hilft das (im kleinen Masstab) dem einen oder anderen etwas zu ändern und statt nur zu reden tatsächlich etwas zu tun!

 

Ich mache den Anfang:

 

 

Kleine Fortsetzung:

 

Wir haben seit 23 Jahren ein Haus mit 11m2 Sonnenkollektoren, 24cm Isolation, 3fach Verglasung, Holz(pellet)-Heizung (für die wenige Heizenergie, die wir noch brauchen; CO2-neutral). Die Leute, die immer sagen, das sei alles zu teuer denken nicht langfristig genug. Natürlich war das nicht billig. Wir haben aber die schweizerische Industrie unterstützt (Rüesch Kollektor, Jenni Speicher, Fenster aus schweizer Produktion, etc.), wir brauchen während 3/4 des Jahres für das Warmwasser nur eine Umwälzpumpe anstatt eine Boilerheizung, wir kaufen (billigere) Pellets anstatt das Geld für Oel an ein heikles Regime in Saudiarabien zu schicken und vermutlich war es über die 23 Jahre sogar noch billiger, jedenfalls sicher nicht wesentlich teurer (heute würde man wohl eher zumindest teilweise mit Photovoltaik anstatt mit Kollektoren arbeiten, das war vor 23 Jahren anders).

 

Lasst Euch noch nicht von Angstmachern wegen kurzfristiger etwas höherer Kosten abschrecken. Investition in solche zukunftsweisende Technologien gibt mehr Versorgungssicherheit, unterstützt die lokale Wirtschaft und kann sich langfristig auszahlen (das letzte ist Spekulation, da es vom Oelpreis abhängt, ist aber nicht unwahrscheinlich). Und es stärkt die Innovationskraft der Schweiz (bzw. von Europa), was wir in der Zukunft weiterhin brauchen werden.

 

Innovationen zu stimulieren soll ein Ziel der Politik sein und das ist ja auch bei der Kleinfliegerei etwas in Gang gekommen. Das wird sich in den nächsten Jahre sicher verstärken und dann ist es doch gut, z.B. elektrisch zu fliegen. Beim Segelfliegen geht das inklusive Eigenstart schon gut, beim Motorflug braucht es mehr Zeit. Macht aber mehr Sinn und genausoviel Spass wie mit Motoren aus dem letzten Jahrhundert manuell und mit rudimentärer Information zu versuchen, eine gute Luft-Treibstoffmischung einzustellen.

 

Gruss                Peter

 

PS: Und natürlich muss man nicht einen kleinen 100 Fr. Rundlflug mit 500 Fr. besteuern. Das wird aber auch nicht so kommen. Das braucht Information für die PolitikerInnenn und nicht gleich Panik.

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Falconer
Posted (edited)

Ohne jetzt das Forum langweilen zu wollen mit meinen  SAJF G'schichtln..

 

aber gibt jetzt fast täglich Meldungen aus dem Bereich…das wird schon schneller kommen jetzt als Alle immer gedacht haben...

 

und damit sind für die Luftfahrt dann schon einige Probleme diesbezüglich gelöst...

 

"...

Lufthansa plans to begin using Neste’s sustainable aviation fuel blended with fossil jet fuel on flights departing from Frankfurt International airport.

 

The Finnish maker of renewable fuels says on 2 October that it delivered the first batch of the fuel to Lufthansa earlier this year.

 

“Neste and Lufthansa share the same ambition to increase the sustainability of aviation,” says Peter Vanacker, President and CEO of Neste.

 

The two companies began working together in 2011, when Lufthansa tested Neste’s biofuel on 1,187 flights between Frankfurt and Hamburg. The German flag carrier was the first airline to test alternative fuel on regular flight operations.

Neste says its aviation fuel is produced from renewable waste and residue raw materials, and is fully compatible with existing jet engine technology when blended with fossil fuels. The company adds that sustainable aviation fuel has up to 80% smaller carbon footprint compared to fossil jet fuel. In the US and Europe, the company’s renewable jet fuel capacity is currently 100,000 tons annually…."

 

https://www.flightglobal.com/news/articles/lufthansa-to-use-neste-sustainable-aviation-fuel-in-461238/

Edited by Falconer
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Touni

Guter Punkt, Peter!

 

Allein wir in der Schweiz geben (vor allem den Wüstenstaaten) pro Jahr 30 Milliarden für Öl und Gas aus. Davon über 15 Mia. für Treibstoffe für den Strassenverkehr. Wäre der ganzen Strassenverkehr elektrisch würden wir nur 20% mehr Strom verbrauchen und hätten massiv weniger Kosten.

 

@Gerd

 

Der Fortschritt bei synthetischen Treibstoffen in der Flugbranche ist super, aber man darf nicht vergessen, dass 60% der Klimaerwärmenden Effekte nicht vom CO2 kommen. Das heisst man kann mit vollkommen erneuerbaren Treibstoffen nur 30% der Emissionen vermeiden. Bei Kurzstrecken wird mittelfristig sicher auch elektrisch geflogen. Bei Langstrecke scheint bisher keine Alternativ in Sicht. 

 

Da die Langstrecke mit nur 25% der Flugbewegung, 75% der Emissionen ausmacht, werden wir um teurer und damit weniger Langstreckenflüge notgedrungen nicht herumkommen.

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Falconer
Posted (edited)
2 hours ago, Touni said:

Der Fortschritt bei synthetischen Treibstoffen in der Flugbranche ist super, aber man darf nicht vergessen, dass 60% der Klimaerwärmenden Effekte nicht vom CO2 kommen. Das heisst man kann mit vollkommen erneuerbaren Treibstoffen nur 30% der Emissionen vermeiden. Bei Kurzstrecken wird mittelfristig sicher auch elektrisch geflogen. Bei Langstrecke scheint bisher keine Alternativ in Sicht. 

 

Da die Langstrecke mit nur 25% der Flugbewegung, 75% der Emissionen ausmacht, werden wir um teurer und damit weniger Langstreckenflüge notgedrungen nicht herumkommen.

 

Keine Frage, Antonios,

 

ich trau mir nicht vorherzusagen, welche sicher sehr innovativen Antriebe neue Flugzeugmodelle in 50 Jahren haben werden..wird sicher ziemlich spektakulär sein..

 

Nur, derzeit, Alles was derzeit fliegt, neu ausgeliefert wird, und auf den Drawing Boards der Hersteller liegt, naja, bedeutet, dass zumindest die nächsten 30 - 40 Jahre Hydrocarbons (noch) nicht aus der Luftfahrt wegzudenken sein werden..

 

Und mit renewable ist das zumindest nachhaltig entschärft..

 

Was die ganzen Rindvieher weltweit in der Landwirtschaft an Methan ausstossen..naja, sicher sehr suboptimal…was jetzt auftauende ehemalige Permafrostböden in die Atmosphäre abgeben..laut einhelliger Meinung aller Klimawissenschafter, keine gute Sache..

 

aber irgendwo muss man anfangen..ich konzentrier mich bei dem Thema halt auf die Luftfahrt, weil ich da zumindest glaube ein bissel eine Ahnung zu haben von den Entwicklungen..obwohl auch sehr limitiert..

Edited by Falconer
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iprigger
21 hours ago, Lubeja said:

 

Mal so zum Nachdenken - gemäss WWF verursacht alleine in der Schweiz der Foodwaste, also weggeschmissene Lebensmittel (davon 2/3 eigentlich noch geniessbar) die gleiche CO2-Belastung wie 1.5 Millionen Autos (Beispiel im Link: 1/3 foodwaste einsparen verringert CO2 Ausstoss wie 500'000 PW's weniger auf der Strasse):

 

https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/foodwaste

 

Mit all dem, was wir weltweit an noch essbarem Essen wegschmeissen, könnte die Menschheit zwei Mal ausreichend ernährt werden. Wir hätten also immer noch mehr als genug Platz, um einen Teil der Landwirtschaftsfläche für Biofuel zu nutzen und keiner müsste hungern! Dabei sind darin die "unvermeidliche Verluste" wie Transportschäden oder Rüstabfälle noch gar nicht eingerechnet, welche man ohnehin auch verwerten könnte/müsste/sollte...

Hoi,

 

Ja, das ist ein *riesenproblem* - und irgendwie bekommen wir das einfach nicht in den Griff. Liegt vermutlich auch daran, dass es halt von allem irgendwie zig verschiedene Sorten braucht (Stichwort: "Dasselbe in Grün").

 

Gruss

Tobias

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Touni

@Tobias

 

Das "Grüne Zeugs" ist aber immens wichtig! Die Pestizide bei der herkömmlichen Landwirtschaft schaden der Biodiversität massiv. Hast du dich mal gefragt, warum keine Insekten mehr an der Frontscheibe kleben? 

 

Der Insektenbestand hat seit den 60er und vor allem in den letzten 15 Jahren massiv um über 50% abgenommen. Deswegen hat es auch viel weniger Vögel und den Bienen geht es auch nicht mehr gut.

 

Unserem Trinkwasser in der Schweiz ja leider auch nicht mehr. Leider haben die ganzen Pestizide den Boden zerstört. Es braucht nun immer mehr Pestizide und Wasser. 😞

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iprigger

Hoi,

19 hours ago, Peter3 said:

Lasst Euch noch nicht von Angstmachern wegen kurzfristiger etwas höherer Kosten abschrecken. Investition in solche zukunftsweisende Technologien gibt mehr Versorgungssicherheit, unterstützt die lokale Wirtschaft und kann sich langfristig auszahlen (das letzte ist Spekulation, da es vom Oelpreis abhängt, ist aber nicht unwahrscheinlich). Und es stärkt die Innovationskraft der Schweiz (bzw. von Europa), was wir in der Zukunft weiterhin brauchen werden.

 

Innovationen zu stimulieren soll ein Ziel der Politik sein und das ist ja auch bei der Kleinfliegerei etwas in Gang gekommen. Das wird sich in den nächsten Jahre sicher verstärken und dann ist es doch gut, z.B. elektrisch zu fliegen. Beim Segelfliegen geht das inklusive Eigenstart schon gut, beim Motorflug braucht es mehr Zeit. Macht aber mehr Sinn und genausoviel Spass wie mit Motoren aus dem letzten Jahrhundert manuell und mit rudimentärer Information zu versuchen, eine gute Luft-Treibstoffmischung einzustellen.

 

Gruss                Peter

 

PS: Und natürlich muss man nicht einen kleinen 100 Fr. Rundlflug mit 500 Fr. besteuern. Das wird aber auch nicht so kommen. Das braucht Information für die PolitikerInnenn und nicht gleich Panik.

 

Danke!

Genau so sehe ich das eben auch.... Wenn niemand geforscht und entsprechend auch investiert hätte würden wir heute noch die Steine über den Waldboden ziehen....

 

Und ja, sinnfreie Steuern (deren Durchsetzbarkeit eh extrem fraglich ist) bringen nur mehr Administrativaufwand - was so ziemlich das krasse Gegenteil zu Innovation ist.

 

Gruss

Tobias

 

 

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DaMane
Posted (edited)
Am 2.10.2019 um 10:50 schrieb FalconJockey:

Das Problem mit der Erzeugung von Treibstoffen aus Pflanzen ist halt der Flächenverbrauch, den man eigentlich lieber zur Ernährung von Menschen nutzen sollte.

..............................

 

 

Oder für den Erhalt der Artenvielfalt (bzw. von dem, was davon noch übrig ist).

 

Nach Expertenmeinung stellt das rasante Artensterben eine größere Bedrohung für das Leben auf der Erde dar, als die Klimaänderung (was die Sache auch nicht besser macht). Leider ist das durchaus plausibel, so daß man es nicht verleugnen kann.

 

Gruß

Manfred

Edited by DaMane
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Falconer
Posted (edited)

Hier jetzt anhand der bald in den USA stattfindenen NBAA, der grössten Fachmesse weltweit, was die Geschäftsfliegerei betrifft..

 

Jetzt könnte man sagen, die Geschäftsfliegerei verbraucht Mengen an Jetfuel jährlich die im Vergleich zu den Airlines  unter der Wahrnehmungsgrenze liegen..die durchschnittliche jährliche Nutzung von Firmenflugzeugen liegt bei 250 Flugstunden im Jahr..die Flugzeughersteller haben da naturgemäss sehr gute und genaue Statistiken..( Charter und Fractionals liegen höher, aber nicht sehr viel höher..)..und brauchen im Vergleich zu Airlinern sehr wenig Sprit..

 

Der Punkt ist aber, diese Flugzeuge werden grossteils von Menschen benützt, die sehr erfolgreich modernen Unternehmen vorstehen..und damit zwangsläufig sehr oft führend am öffentlichen Meinungsbildungsprozess beteiligt und auch richtungsgebend sind..

 

Heisst für mich, wird die Dekarbonisierung der Luftfahrt zusätzlich beschleunigen, weil eben "more visible.."

 

"..

 

Avfuel will provide sustainable aviation fuel (SAF) to transient business jets traveling to the 2019 NBAA Convention in Las Vegas, in partnership with FBO Avflight at Salina Regional Airport (SLN) in Kansas, the aviation fuel provider announced today. The SAF at SLN will be available beginning October 17; OEMs Embraer, Textron Aviation, and Dassault, along with “many other private operators,” have committed to fueling with the SAF en route to the show, the company said. (Gulfstream uses its own SAF supply year-round for demo flights.)

 

“This will be Avfuel’s fourth product demonstration of the viability of SAF specifically in business aviation,” said Avfuel manager of alternative fuels Keith Sawyer. “Avfuel is steadfast in our obligation to support the industry’s commitment to reduce its impact on climate change. We are thankful to all who are helping to make this SAF demonstration possible, including the Avflight team and the various operators who agreed to fueling with the product. We need more such willing participants in the industry to encourage production and overcome the industry’s largest SAF challenge to date: availability.”

 

Under their 2018 agreement, biofuel provider Gevo will supply the SAF to Avfuel. “The recent global attention of climate change brings more public scrutiny to our industry,” Sawyer added. “Even though the aviation industry leads the way in taking steps to improve its efficiency and address its impact on the environment, it is not enough, we must continue to improve the efficiency of our products and operations.”.."

 

https://www.ainonline.com/aviation-news/business-aviation/2019-10-03/avfuel-supplying-saf-bizjets-traveling-nbaa-bace

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Hotas
Posted (edited)

Ein paar demokratische Gedanken zur Auflockerung, eigentlich im Thread über das CO2-Gesetz geschrieben bevor der Diskurs jäh unterbunden wurde😉

 

Ich erinnere daran, dass wir unsere Politiker immer noch selber gewählt haben. Oder? Und schon bei den letzten Wahlen wurde  kontrovers über Klima/CO2 diskutiert, es ist also nichts neues. Warum sind also anscheinend nur Linke und Grüne am Werk, die gegen das Volk politisieren? Ich kann es mir nur so erklären:

 

- Es gibt Menschen, die glauben, dass sie mit ihrem Verhalten das grosse Geschehen beeinflussen können. Diese Menschen legten auch ihren Wahlzettel in die Urne, auch wenn ihre Stimme nur ein Tropfen auf den heissen Stein war.

- Es gibt Menschen, die glauben, dass ihr individuelles Verhalten nichts am grossen Geschehen ändert. Diese Menschen bleiben am Wahlsonntag zuhause, was nichts als konsequent ist, wenn man diese Logik anwendet.

 

Also, wenn man gegen dieses CO2-Gesetz ist, dem bietet sich diesen Herbst eine Gelegenheit (als Wähler oder noch besser, als Kandidat).

Edited by Hotas
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FalconJockey

Das Problem ist doch, dass sich nicht wenige Politiker mit der der gerade laut vorgetragenen/vorgeschrienen/vorgeweinten Meinung im Wind drehen wir ein Wetterhahn. Weil sie wieder gewählt werden wollen und nicht aus Überzeugung sind sie auf einmal für oder gegen Dinge, die sie eigentlich ganz anders gesehen haben und weswegen sie ursprünglich ins Parlament gewählt wurden.

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reverser
vor einer Stunde schrieb FalconJockey:

Das Problem ist doch, dass sich nicht wenige Politiker mit der der gerade laut vorgetragenen/vorgeschrienen/vorgeweinten Meinung im Wind drehen wir ein Wetterhahn. Weil sie wieder gewählt werden wollen und nicht aus Überzeugung sind sie auf einmal für oder gegen Dinge, die sie eigentlich ganz anders gesehen haben und weswegen sie ursprünglich ins Parlament gewählt wurden.

Kommt noch eine Prise Opportunismus hinzu:   "Wir tun was für's Klima!" - ob sie davon überzeugt sind oder nicht;  für den Aktionismus haben sie sich hier das schwächste Glied ausgesucht, scheint mir: Die General Aviation.

Ich stelle mir vor, die selben krassen Massnahmen wie hier bei den Kleinfliegern würden bei der Landwirtschaft mit ihrem Maschinenpark angeordnet: Alsbald absehbar wäre ein Traktoren-Konvoi samt Anhängern richtung Bern. Dort angekommen, würden die wutentbrannten Bauern für Schlagzeilen sorgen, indem sie tonnenweise Mist vor dem Bundeshaus abkippten.

 

Die französischen Gelbwesten haben den Politikern in den Nachbarländern einen gehörigen Schrecken eingejagt. Bei einer Minderheitengruppe wie der Allgemeinen Luftfahrt brauchen sie sich dahingehend weniger Sorgen zu machen.

 

Gruß Richard

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