FalconJockey Geschrieben 24. Februar Geschrieben 24. Februar In den USA bist Du dauerhaft am Boden, wenn Du eine psychische Erkrankung preisgibst. Zitieren
Frank Holly Lake Geschrieben 24. Februar Geschrieben 24. Februar (bearbeitet) Es ist ein breites Feld. Man muss es so sehen. Leute in Reihe 0 werden extrem ausgesucht. Einer von 1000 der den DLR Test schafft und dann noch einer von 5 der noch durch die GroupQ. duchkommt, das ist schon sehr selektiert, die Leute sind hochinteligent. Dann wird viel Geld in die Ausbildung des Jenigen gesteckt von der Airline. Natürlich möchte man einem solchen Angestellten helfen, seine Investrition schützen. Das war (und ist in Teilen auch immer noch) die Grundidee bei z.B LHG. Heute schaut man psychisch wesentlich genauer hin, auch noch nach der Ausbildung. BTT Ohne Zweifel mit den Medikamenten hätte die Dame nicht fliegen dürfen. Was aber wohl das kleinere Problem bei ihrem Ego und ihren Fähigkeiten als Pilotin war. Zusammen war das leider tödlich. Grüße Frank Bearbeitet 24. Februar von Frank Holly Lake Zitieren
Maxrpm Geschrieben 25. Februar Geschrieben 25. Februar (bearbeitet) 9 hours ago, FalconJockey said: In den USA bist Du dauerhaft am Boden, wenn Du eine psychische Erkrankung preisgibst. Seit Germanwings ist das de facto bei uns gleich Bearbeitet 25. Februar von Maxrpm Zitieren
mountain_Andy Geschrieben 25. Februar Geschrieben 25. Februar vor 1 Stunde schrieb Maxrpm: Seit Germanwings ist das de facto bei uns gleich Dem widsrspreche ich. Mir ist ein Fall persönlich bekannt, in welchem der Pilot nach einer Behandlung das Medical wieder erhalten hat. 2 Zitieren
Alexh Geschrieben 25. Februar Geschrieben 25. Februar (bearbeitet) vor 9 Stunden schrieb Frank Holly Lake: Einer von 1000 der den DLR Test schafft und dann noch einer von 5 der noch durch die GroupQ. duchkommt, Also manchmal würden mich deine Quellen schon interessieren, denn ganz so extrem ist die Auswahl nicht. Etwa einer von 20 Bewerbern besteht beide Tests. (Oder es war mal so, ich weiß nicht wie das Auswahlverfahren heute aussieht) Zitat das ist schon sehr selektiert, die Leute sind hochinteligent. Aber es schmeichelt sehr, dass du Piloten für so hochintelligent hälst, ich fühle mich einfach auch mal angesprochen. Gruß Alex Bearbeitet 25. Februar von Alexh 4 Zitieren
FalconJockey Geschrieben 25. Februar Geschrieben 25. Februar vor 11 Stunden schrieb Frank Holly Lake: das ist schon sehr selektiert, die Leute sind hochinteligent Das ist tendenziell nicht so. "Hochintelligente" Menschen will man bei der Lufthansa tendenziell nicht im Cockpit haben, weil denen sonst nach ein paar Jahren langweilig wird und dann sind sie entweder wieder weg (Investition futsch) oder bereiten Probleme durch kreative Anwendung von SOPs. Ja, die Leute sollen intelligent und resilient gegenüber Stress sein, aber keine Wissenschaftler, die vom Job völlig unterfordert wären! Der perfekte Pilot hat keine starken Ausschläge in irgendwelchen Bereichen, sondern ist ein schlauer, ausgeglichener Mensch, der sehr gut mit anderen Menschen umgehen kann. Teamarbeit und so... 3 Zitieren
FalconJockey Geschrieben 25. Februar Geschrieben 25. Februar vor 4 Stunden schrieb Maxrpm: Seit Germanwings ist das de facto bei uns gleich Es gibt sehr wohl Kollegen, die nach Alkoholmissbrauch - auch das ist eine psychische Erkrankung - zurückkehren durften. 1 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 25. Februar Geschrieben 25. Februar (bearbeitet) Das ist eine bewusst polarisiende Schwarz-Weiss-Frage, die Du da stellst, Gregor! JEDER "darf" depressive Episoden haben oder "depressiv werden", wie Du schreibst, aber unter Einfluss fliegen ist was anderes - auch privat! Kein Highlight, wenn Dir oder einem geliebten Menschen so jemand im Garten im Spiralsturz auf die Birne fällt, oder? Zur Erinnerung: hier geht es primär nicht um professionelle Piloten im Linien- oder militärischen Betrieb (weil Du von "Berufsgruppe" sprichst). Mein Approach weiter oben war, dass solche Leute erst mal zusehen sollten, ihre eigene Existenz und ihr geistig-/seelisches Innenleben nach innen halbwegs in Ordnung zu bringen, anstatt aus ihren Followern etwas zu ziehen (Aurmerksamkeit, Bestätigung, Fame, Zuspruch), was aus einer inneren Leere oder dgl. herzurühren scheint. Oder was weiß ich... Es hilft, wenn man sich selbst und seine Macken kennt und Limitationen anerkennt! Ich selbst etwa bewerbe mich u.a. nicht mehr im Innovations- und Entrepreneurship-Bereich. Ich halte von diesem K.I.- und Robotik-Zeugs nichts, selbst wenn es uns in 10 Jahren voll umgibt und unsere Leben bestimmt. Ein Dystop wie ich hat auf den Meetings dieser Leute, die voll an diese Sachen glauben und diese Visonen der Branche und der Transhumanisten "ultra-genial" finden, nix verloren - ich würde allen nur auf die Nerven gehen und den Verve und die Produktivität unterminieren. Ich schütze die also auch vor mir! War vor 25 Jahren schon in den Mittagspausen im IT-Start-up als eine Art "Schwarzmaler" gefürchtet mit meinen Infos über "Echelon" und "Omni-/Carnivore", womit ich mich damals akademisch beschäftigte. Das war, als alle noch glaubten, das Internet würde Freiheit, Demokratie und ein neues Utopia bringen. Als "Spinner", "Untergangsprophet", "Schwarzmaler" und dgl. muss ich also auf einer bewußten Ebene analysieren, wo ich am ehesten hinpasse und mich auch nicht von Gehältern, Goodies oder dgl. verlocken lassen. Und ja, ich habe mir natürlich schon angeschaut, woher ich das haben könnte... FAZIT: Wenn ich Psychopharmaka werfen müsste gegen Ängste und dgl., würde ich auch privat nicht als Pilot fliegen, vor allem wenn das flugmedizinisch verboten ist..., so einfach ist das! Gruß Johannes Bearbeitet 25. Februar von Phoenix 2.0 4 Zitieren
LS-DUS Geschrieben 25. Februar Geschrieben 25. Februar vor einer Stunde schrieb Phoenix 2.0: Mein Approach weiter oben war, dass solche Leute erst mal zusehen sollten, ihre eigene Existenz und ihr geistig-/seelisches Innenleben nach innen halbwegs in Ordnung zu bringen, anstatt aus ihren Followern etwas zu ziehen (Aurmerksamkeit, Bestätigung, Fame, Zuspruch), was aus einer inneren Leere oder dgl. herzurühren scheint. Oder was weiß ich... Bestimmte Berufe oder Fähigkeiten eigenen sich da besonders gut. Die Fliegerei hat immer schon eine besondere Faszination ausgeübt. Sobald eine KI viel besser fliegen kann, als die besten Piloten, wird diese Faszination wahrscheinlich deutlich nachlassen. Auch werden die durch Piloten bedingten Unfälle nicht mehr existieren. Das betrifft auch viele andere Bereiche. KI gesteuerte Autos würden auch eine große Anzahl von Unfällen vermeiden können. Mit Psychopharmaka sollte man wahrscheinlich auch kein Fahrrad mehr fahren. Schon grob fahrlässig, damit noch ein Flugzeug zu steuern. 1 Zitieren
Maxrpm Geschrieben 25. Februar Geschrieben 25. Februar (bearbeitet) 12 hours ago, FalconJockey said: Das ist tendenziell nicht so. "Hochintelligente" Menschen will man bei der Lufthansa tendenziell nicht im Cockpit haben, weil denen sonst nach ein paar Jahren langweilig wird und dann sind sie entweder wieder weg (Investition futsch) oder bereiten Probleme durch kreative Anwendung von SOPs. Ja, die Leute sollen intelligent und resilient gegenüber Stress sein, aber keine Wissenschaftler, die vom Job völlig unterfordert wären! Der perfekte Pilot hat keine starken Ausschläge in irgendwelchen Bereichen, sondern ist ein schlauer, ausgeglichener Mensch, der sehr gut mit anderen Menschen umgehen kann. Teamarbeit und so... Nach einem Jahrzehnt in der Rekrutierung von Linienpiloten:innen. Du hast teilweise recht. Hochintelligenz ist eher gefürchtet und stress resisilence ist ein ganz wichtiges Kriterium. Aber starke Ausschläge in manchen Bereich sind sehr wohl gesucht. Wir nannten das, das Piloten S: Das Piloten S: Deutlich über den Schnitt in räumlichem Vorstellungsvermögen, Deutliche über Schnitt in Selbstvertrauen. Deutlich unter dem Durchschnitt in Empathie und Teamfähigkeit! Warum: Im Ernstfall ist der Commander allein und er/sie soll sich wohl dabei fühlen. CRM? Das Training ist so intensiv gerade wegen dieser Schwäche. Ein durchschnittlich emphatisch veranlagter Mensch braucht das gar nicht. Dinge wie - höre Deinen Mitarbeiter:innen zu, schaff ein gutes Klima am Arbeitsplatz, sorg dafür, dass niemand Angst hat sein Meinung zu sagen. Diese Dinge sind außerhalb eines Cockpit self evident. Wolfgang Bearbeitet 25. Februar von Maxrpm 1 Zitieren
sharkbay Geschrieben 26. Februar Geschrieben 26. Februar vor 17 Stunden schrieb Phoenix 2.0: Mein Approach weiter oben war, dass solche Leute erst mal zusehen sollten, ihre eigene Existenz und ihr geistig-/seelisches Innenleben nach innen halbwegs in Ordnung zu bringen, anstatt aus ihren Followern etwas zu ziehen (Aufmerksamkeit, Bestätigung, Fame, Zuspruch), was aus einer inneren Leere oder dgl. herzurühren scheint. Da gebe ich Dir uneingeschränkt recht. Gregor Zitieren
FalconJockey Geschrieben 26. Februar Geschrieben 26. Februar vor 12 Stunden schrieb Maxrpm: Das Piloten S: Deutlich über den Schnitt in räumlichem Vorstellungsvermögen, Deutliche über Schnitt in Selbstvertrauen. Deutlich unter dem Durchschnitt in Empathie und Teamfähigkeit! Warum: Im Ernstfall ist der Commander allein und er/sie soll sich wohl dabei fühlen. Echt? In all meinen Firmen (und den Versuchen, in solche reinzukommen) war immer klar, dass genau Empathie und Teamfähigkeit die geforderten Werte sind, die einen grossen Einfluss auf das Ergebnis haben. Man kann doch auch empathisch und teamfähig sein, wenn man im Fall der Fälle neben einem geschockten Kollegen sitzt, der nichts mehr auf die Reihe kriegt und man die Karre aus dem Dreck ziehen muss. Mit Empathie und der Teamfähigkeitt kann man besser verstehen was da gerade vor sich geht und den zweiten Mann zurück ins Boot holen, um die Probleme zu lösen. Man muss einfach nur wissen, wie man selbst und wie andere in extremen Stresssituationen reagieren: fight, flight freeze. Eindringlich anbrüllen oder auf den Arm hauen und schon geht es wieder weiter. Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 27. Februar Geschrieben 27. Februar (bearbeitet) Hier hat jemand Footage, die gelöscht wurde, nochmals "verwurstet". Lässt einen sprachlos zurück... Gruß Johannes Bearbeitet 27. Februar von Phoenix 2.0 Zitieren
sharkbay Geschrieben 27. Februar Geschrieben 27. Februar (bearbeitet) Trotzdem sehr traurig. Im Nachhinein ist jeder klüger. Die Pilotin war überfordert. Die Fliegerei hat ihre eigenen Gesetze wenn man da oben ist und nicht mehr weiss was man tun soll. Kann sehr ungut sein. In so einem Fall gilt es knallharte Entscheidungen zu treffen um zu überleben. Autopilot Off, Flugzeug stabilisieren, sich besinnen auf die fliegerisch erworbenen Basics, das traue ich ihr zu. Tief durchatmen, gelassen bleiben so gut es geht. Notlandung einleiten, entweder auf irgendeiner Runway auch ohne Freigabe, wenn nicht verfügbar, Aussenlandung einleiten, und runter auf das nächstgelegene Feld. Überleben! , alles andere zahlt die Versicherung. Ich urteile und verurteile nicht. Es steht mir nicht zu. R.I.P. Bearbeitet 27. Februar von sharkbay 1 Zitieren
Dierk Geschrieben 27. Februar Autor Geschrieben 27. Februar Das Problem bei Angsterkrankungen ist, die Leute lernen viel langsamer und wenn dann eine schwierige Situation kommt, die eine gute Situationsanalyse und sofortiges Eingreifen erfordert, kann die Angst paralysierend wirken. Natürlich um so mehr, wenn die Avionik nicht jener des Schulungsflugzeugs entspricht. 2 Zitieren
sharkbay Geschrieben 27. Februar Geschrieben 27. Februar vor 6 Minuten schrieb Dierk: Das Problem bei Angsterkrankungen ist, die Leute lernen viel langsamer Tun sie nicht. Sie hätte sich während der Notlage zwei oder drei Xanor reinziehen sollen. Die wirken rasch und sie kann kurz danach klarer denken und bessere Entscheidungen treffen. Wenn sie lebend runter gekommen wäre, glaube mir, sie wäre lange in kein Flugzeug gestiegen und hätte sich konsequent einer psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung unterzogen. Was kann lehrreicher sein als Angst. 1 Zitieren
Maxrpm Geschrieben 27. Februar Geschrieben 27. Februar 1 hour ago, Dierk said: Das Problem bei Angsterkrankungen ist, die Leute lernen viel langsamer und wenn dann eine schwierige Situation kommt, die eine gute Situationsanalyse und sofortiges Eingreifen erfordert, kann die Angst paralysierend wirken. Natürlich um so mehr, wenn die Avionik nicht jener des Schulungsflugzeugs entspricht. Die Lösung bei Angsterkrankungen sind die Fluglehrer und Prüfer. Mit 130Flugstunden bis Solo darf sie einfach nicht zur Prüfung freigegeben werde, geschweige denn diese bestehen. Sie ist nicht tauglich als PIC eine C152. Wie ihr dann ein CFI auch noch die Berechtigung für high Performance erteilen kann entzieht sich jedem Verständnis. Wolfgang 2 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 28. Februar Geschrieben 28. Februar (bearbeitet) vor 13 Stunden schrieb sharkbay: Die Fliegerei hat ihre eigenen Gesetze wenn man da oben ist und nicht mehr weiss was man tun soll. Vor allem, dass man nicht mit Spiegeln gewisser Medikamente fliegen soll/darf - auch nicht als PPL! vor 13 Stunden schrieb sharkbay: In so einem Fall gilt es knallharte Entscheidungen zu treffen um zu überleben. Autopilot Off, Flugzeug stabilisieren, sich besinnen auf die fliegerisch erworbenen Basics, das traue ich ihr zu. Es fehlt bei "traue" die Vergangenheitsform, denn sie hat es nämlich nicht getan beim letzten Flug - also die Automation abgestellt und per Hand weitergeflogen. UND: Sie hat sich wohl mit dem Autopiloten und dessen systemische Einbettung mit der Trimmung und dgl. nicht ausgekannt bzw. verfügte über kein "inneres Bild", wie das eigentlich zusammenhängend funktioniert, was u.a. zu der PIO und letztlich zum Crash geführt hat. vor 13 Stunden schrieb sharkbay: Ich urteile und verurteile nicht. Es steht mir nicht zu. Deshalb schreiben hier auch jene, die sich wirklich auskennen, dass das System hochgradig mitverantwortlich ist (FIs, Flugschule etc.). Solche Leute sollten gar nicht erst soweit kommen - also solo abheben -, und nach dem Abflug nicht mal auf ein Heading nach Osten eindrehen zu können und eine S-Kurve und zwei Vollkreise zu fliegen, bis sie checken, wo es zum Ziel geht (siehe Video in meinem vorherigen Posting). Das ist, wie wenn ein L17 Fahrschüler alleine in ein Auto mit Schaltgetriebe steigt, obwohl er auf Automatik gelernt hat und auch ohne diese kognitive Mehrbelastung schon dafür bekannt war, den Verkehr nicht einschätzen zu können und die Erreichung seines Fahrziels wegen der Überforderung (Bedienung KFZ und Verkehrsgeschehen) komplett aus dem Fokus zu verlieren. Ein früherer Spezel, der in Wien lebte, hatte erst mit 40 den Führerschein gemacht; seine Ex meinte, ein "echter Mann" müsse einen Führerschein haben, also holte er es nach (naja..., *räusper*). Er tat sich sehr schwer, weil er auch u.a. eine Angststörung hat(te) und ein zwanghafter Typ ist ("Monk-Style"), der sich zudem ständig Sorgen machte, was gerade die Anderen über ihn denken könnten. Er hatte sich für einen beruflichen Gig einen Leihwagen genommen und wir wollten per Gaudi auf den Cobenzl fahren. Als wir von oben (Meidling) zur rechten Wienzeile kamen, machte er keine Anstalten, an der roten Ampel zu halten, bis ich laut "Stop, rot!!!" schrie. Er war da aber schon etwas "unrund", weil wir vorher Probleme beim bergan-Anfahren hatten (er konnte nicht mit der Handbremse anfahren, der erste Gang heulte stets auf und es roch schnell nach Kupplungs-Abrieb) - und natürlich "schauten" die Leute rundherum dann, was ihn noch unsicherer werden liess. Jedenfalls fuhren wir dann gen linke Wienzeile (sind ca. 100 Meter), und auch da fuhr er dann über die rote Ampel 90 Grad - diesmal tatsächlich - in die linke Wienzeile ein und ich blickte aus meinem Seitenfenster plötzlich in eine Welle anrollenden Querverkehr. Man lies uns unter Gehupe dann queren. Als nicht-geschulter Fahrlehrer oder sonstiger Instructor oder jemand, der sich immer im Griff hat, schrie ich dann "Heast Oida bist deppad, wos is mit Dir!? Foahr sufuat zuwe!!!" (jaja, keine professionelle Reaktion, aber ich war geschockt). Und obwohl ich als Lenker versicherungstechnisch nicht gedeckt war (Leihwagen), bin ich dann den Rest gefahren. Das war definitiv lebensgefählich, und ich bin nie wieder bei ihm eingestiegen, weil seine Grundkonstitution (er ging damals schon viele Jahre in Therapie) sich m.E. nicht veränderte und seine erlernten Coping-Mechanismen situativ schwerlich zu greifen schienen. Und ich denke auch, dass für genau solche Typen so eine "Social-Media-Karriere" verlockend erscheint, weil sie etwas darstellen können und ihre Unsicherheiten tw. herausschneiden können (Filmmagterial), ohne zu wissen, dass Andere durchaus erkennen und checken, was Sache ist. EIne gemeinsame Freundin erzählte jedenfalls Jahre später, dass sie mit ihm mitfuhr, als er sich einen Mercedes ausgeliehen hatte und er dann mit 140 auf der Bundesstrasse brauste und sie auch anfing, ihn vor lauter Angst anzuschreien, obwohl die beiden ansonsten total harmonisch miteinander sind. Somit fühlte ich mich bestätigt... Fazit: Es gibt nichts schönzureden, dieses "Flygirl" hatte dort vorne in der Luft nichts verloren!! Sie und das System haben versagt! Die Hauptverantwortung sehe ich hier beim "System", aber auch bei ihrem Vater. Der muss doch mitbekommen haben, dass das so nichts wird... Gruß Johannes Bearbeitet 28. Februar von Phoenix 2.0 3 Zitieren
LS-DUS Geschrieben 28. Februar Geschrieben 28. Februar Das Flugzeug war der Frau Meilenweit voraus (vom Können). Dazu durch die Psychopharmaka eine Abkoppelung von der Realität. Wahrscheinlich keine Sorgen und Angstgefühle mehr, was notwendig ist um Risiken einschätzen zu können und richtig zu reagieren. Bewusst war die nicht im Flugzeug. 2 Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 28. Februar Geschrieben 28. Februar vor 2 Minuten schrieb LS-DUS: Bewusst war die nicht im Flugzeug. ... und das iPad war ihr "PFD". Gruß Johannes Zitieren
spornrad Geschrieben 28. Februar Geschrieben 28. Februar (bearbeitet) Mal abgesehen von den persönlichen Problemen der verunglückten Pilotin gehört die Rolle der Fluglehrer gründlicher beleuchtet. Das Video hier zeigt eine Sequenz, wo sie mit Fluglehrer simuliert IFR fliegt. AP steigt mit 71 kt. Sie erkennt (19:52) und benennt die geringe Speed, weiß sich aber offensichtlich nicht zu helfen. Die Instruktion des FI daraufhin ist so fundamental und katastrophal falsch, das man sich über den späteren Unfall nicht wirklich wundert. Er erklärt u.a., der AP würde nicht in einen Stall ziehen... Er behauptet, der AP habe Airspeed Input... Er micromanaged ihr Cockpit selbst, anstatt sie anzuleiten ... Video Link zu 18:45 Bearbeitet 2. März von spornrad 1 1 Zitieren
hewi Geschrieben 2. März Geschrieben 2. März Am 27.2.2026 um 19:50 schrieb sharkbay: Tun sie nicht. Sie hätte sich während der Notlage zwei oder drei Xanor reinziehen sollen. Die wirken rasch und sie kann kurz danach klarer denken und bessere Entscheidungen treffen. Wenn sie lebend runter gekommen wäre, glaube mir, sie wäre lange in kein Flugzeug gestiegen und hätte sich konsequent einer psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung unterzogen. Was kann lehrreicher sein als Angst. Das ist doch hoffentlich nicht ernst gemeint. Niemand hat solche Dinger einfach so bei sich. Wenn doch, hat er am Steuer eines Verkehrsmittels rein gar nichts verloren. Und davon 2 oder drei einzuwerfen ist ein absolutes NoGo! Das sind keine Pfefferminzdrops. Nebenbei bemerkt kann man diesen Wirkstoff nicht einfach nehmen und dann wieder absetzen. Er muß ausgeschlichen werden da es sonst zu Entzugserscheinungen kommen kann. In dem Fall treten die Angststörungen massiv verstärkt auf. Außerdem hatte die Dame den Wirkstoff von Xanor, nämlich Alpraxolam, schon im Blut. Frank hat die Nebenwirkungen bereits in einem früheren Post beschrieben. Ob man starr vor Angst oder müde und benommen die Kiste in den Grund bohrt, ist vom Ergebnis her völlig wurscht. Henning 2 Zitieren
sharkbay Geschrieben 2. März Geschrieben 2. März vor 2 Stunden schrieb hewi: Das ist doch hoffentlich nicht ernst gemeint. Am 27.2.2026 um 19:50 schrieb sharkbay: Tun sie nicht. Sie hätte sich während der Notlage zwei oder drei Xanor reinziehen sollen. Die wirken rasch und sie kann kurz danach klarer denken und bessere Entscheidungen treffen. Wenn sie lebend runter gekommen wäre, glaube mir, sie wäre lange in kein Flugzeug gestiegen und hätte sich konsequent einer psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung unterzogen. Was kann lehrreicher sein als Angst. Doch, explizit auf diese Pilotin bezogen und im Lichte ihrer Notlage. 1 Zitieren
hewi Geschrieben 3. März Geschrieben 3. März vor 8 Stunden schrieb sharkbay: Doch, explizit auf diese Pilotin bezogen und im Lichte ihrer Notlage. Nein, ganz sicher nicht. Sie hatte Xanor schon intus. Das Zeug darf lt. FAA einem Piloten gar nicht verschrieben werden. Dazu kommen noch zwei weitere Medikamente, die das Fliegen lt. FAA verbieten: Trazodon, ein Antidepressivum und Buspiron, ein Medikament gegen Angstzustände. Dann noch Ondansetron, ein Mittel gegen Übelkeit. Das wurde von der FAA für die Zertifizierung disqualifiziert. Nebenwirkungen sind u.a. Herzrythmusstörungen. Es sind noch einige weitere Medikamente gefunden worden, die aber wohl für sich allein wenig Einfluß auf die Flugtauglichkeit haben. Wie dieser Cocktail wechselwirkt, weiß ich nicht. Ich glaube, die Pilotin hatte erhebliche psychische Probleme und befand sich deshalb bei verschiedenen Ärzten in Behandlung. Ein einzelner Arzt hätte diesen Mix nie verschrieben. Der Fliegerarzt wußte von all dem vermutlich nichts. Des weiteren habe ich angesichts dieses Sammelsuriums an Medikamenten im Körper den Verdacht, daß sie schon längere Zeit medikamentenabhängig war. Vielleicht schon während ihrer Pilotenausbildung. Das würde ihre Probleme mit der Flugzeugführung während der Ausbildung erklären. Man muß sich das mal vorstellen: mehrere Medikamente gegen Angststörung gleichzeitig und dann noch am Steuer eines Flugzeugs. Mehr Verantwortungslosigkeit geht nicht. Möglicherweise war sie gegen Ende des Fluges kaum noch bei Bewußtsein. Henning 2 Zitieren
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