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Globale Erderwärmung


Danix

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Thomas, einfach die einstündige TV-Sendung mit Andreas Fischlin vom IPCC schauen, siehe Link von Bernhard. Danach erübrigen sich eigentlich alle Diskussionen.

 

Und ja, jeder der den IPCC anzweifelt ist ein Diletant (oder er fälscht Forschungsresultate).

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Thomas, einfach die einstündige TV-Sendung mit Andreas Fischlin vom IPCC schauen, siehe Link von Bernhard. Danach erübrigen sich eigentlich alle Diskussionen.

 

Und ja, jeder der den IPCC anzweifelt ist ein Diletant (oder er fälscht Forschungsresultate).

 

Unter dieser Prämisse erübrigt sich jede weitere Diskussion mit Dir zu diesem Thema.

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@Thomas: Die Temperaturen der oberen Atmosphäre sinken, richtig. Das ist aber nicht gut, weil dies die Bildung von Ozon negativ beeinflusst. Dass dies nicht gut ist, muss ich Dir nicht erklären.

 

Du wirst lachen, dass machen die schon seit der Satellitendatenaufzeichnung MSU im Jahre 1979. Aber seit etwa 10 Jahren fallen die auch in der unteren Atmosphere, während das sich das böse CO2 weiter vermehrt.

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[quote name=Thomas Linz;807726......Du kannst gerne in die Klimakirche gehen und zum IPCC beten. Ich hab kein Problem damit. Mich wirst Du da nicht finden und unter den 5000 Wissenschaftlern gibt es sehr bekannte Namen' date=' die dem IPCC ebenfalls abgeschworen haben. Wer Daten fälscht, oder Daten fälscht um sie unter die Leute zu bringen, der hat bei mir ein für allemal versch... Du kannst meine Argumente gerne negieren und als falsch entlarven, aber bitte, dazu wäre es nötig statts populärer Parolen auch mal Argumente vorzutragen, sonst drehen wir uns nämlich nur im Kreis.

 

Gruß

Thomas

 

[/quote]

 

Thomas,

 

 

Behauptungen und Argumente werden nicht besser, wenn man sie x-fach wiederholt. IPCC ist eine sehr komplexe wissenschaftliche Institution mit vielen Boards und Kontrollebenen. Bezüglich Himalaya-Gletscher und einigen anderen Detailaussagen haben sie wirklich versagt, wohl gemerkt, bezüglich Himalaja in einem Unterkapitel zur Gesamteinschätzung in Asien. Das gesamte Kapitel (Asien) wurde deshalb nicht und von niemand beanstandet. Wen Du jetzt kommst und den ganzen IPCC Bericht 2007 deshalb in Bausch und Bogen für getürkt und gefälscht erachtest, machst Du es Dir nur einfach. Es zeigt, du hast auch keine Ahnung davon und möchtest es auch scheinbar nicht wissen oder dir vorstellen wie so eine komplexe wissenschaftliche Aufgabe organisiert und kontrolliert wird!

Das auf so einem heiklen Feld sich politische Wirrköpfe tumeln ist auch klar, aber die Wissenschaftler die dabei sind, auch wenn sie sich wie alle Wissenschaftler in der einen oder anderen (Detail-)Sache mal irren - ich erinnere nur an den Satz "Stand des derzeitigen wissenschaftlichen Irrtums", sie haben alle meinen grösten Respekt und ich halte sie für integer. Deshalb würde ich mich nie in die eine oder andere Richtung "extremisieren" lassen. Weisst Du was GDVW bedeutet? Grad des Wissenschaftlichen Verständnisses. Das kannst Du fast bei jeder Aussage des IPCC finden und es zeigt, dass es sichdie Leute dort nicht einfach machen.

 

Gruss einstweilen

 

Bernhard (LSZH)

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Thomas, vielleicht wäre es hilfreich, wenn du uns deine sinkende Kurve zeigen könntest, damit wir sie analysieren könnten?

 

Im obigen Beitrag des Nobelpreisträger Fischlin sagt er auch etwas, dass gewisse Parameter sinkend seien, wegen der sinkenden Sonnenaktivität. Das IPCC hat diese Parameter also durchaus in ihre Analyse miteinbezogen.

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Also das ist noch einfacher zu widerlegen als die CO2-Kausalität. Es kommt nicht auf die Anzahl der Menschen an, sondern auf die Menge CO2-Ausstoss pro Kopf mal die Anzahl der Menschen. Eine einfache Gleichung: Entweder reduziert man die Menge der Menschen oder die Menge pro Kopf. Oder beides.

Also wenn es keine CO2-Kausalität gibt, brauchst du auch nichts zu reduzieren. Aber ja, grundsätzlich richtig. Wenn Menschen nur CO2 produzieren würden und sonst keine 'Probleme' produzieren würden, wäre das Problem mit der Reduktion eines CO2 Ausstoss pro Person gelöst.

 

Aber diese "Ende des Wachstums"-Theorien hinken alle ein wenig, denn schon der Club of Rome als auch Thomas Malthus (das war bereits im 18. Jahrhundert) haben das behauptet und sind mehr oder weniger gescheitert.

Ach, lustig. Das CO2-Problem ist 'evident', aber wieviele Menschen es gibt ist *völlig* egal. Die essen nicht, die atmen nicht, die brauchen kein Wasser, die verschmutzen die Umwelt nicht, die brauchen keinen Platz, die brauchen keine Arbeit.. alles kein Problem. Aber CO2, das ist übel...

 

Es kommt nicht auf das Ende des Wachstums drauf an, sondern auf die Entkoppelung von CO2 und Wachstum. Im Moment läuft es ja gerade in die Gegenrichtung, denn man will die CO2-freien Energien abschaffen.

Klar, ohne CO2 verträgt die Erde auch 100'000'000'000 Menschen...

 

Gerade China ist ja sehr erfolgreich in der Reduktion ihrer Bevölkerung, trotzdem nimmt das CO2 massiv zu.

Stimmt, die sind *SO* erfolgreich in der Reduktion ihrer Bevölkerung. Ich habe gehört in 10 Jahren sind die Chinesen ausgestorben. Himmel Dani, manchmal frag ich mich wirklich ob du auf einem anderen Planeten lebst.

Bei dir liest sich 'Reduktion des exponentiellen Wachstums' schon wie 'Reduktion der Bevölkerung'...

 

Auf die lange Frist, ab ca. 2050, ist die Bevölkerung gar kein Thema mehr, denn ab da wird es zu massiv einbrechenden Zahlen kommen. Zuerst in Japan, dann im Westen und sehr bald in China (Auswirkung der 1-Kind-Ehe). Ob dann auch das CO2 abnehmen wird, ist mehr als fraglich wenn wir unsere Technologie und Kultur nicht entscheidend verändern. Man sieht also, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

 

Fragt sich ja, wie die Leute, wenn man es einfach soweit kommen lässt, sich überhaupt noch etwas leisten wollen, das CO2 erzeugt... Für's atmen reichts vielleicht noch eine Weile...

 

Mir sind Menschen die behaupten, immer alles schon genau zu wissen, während andere sagen, wir wissen eigentlich noch gar nicht so viel immer etwas suspekt.

 

Besonders suspekt sind mir dann vermeindlich einfache Lösungen (baut Atomkraftwerke Leute... um den Müll kümmern sich dann unsere Nachfahren...)

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Nachdem hier die Leute vom Fach sind: :005:

 

Irgendwo hab ich mal von einer Studie gelesen die beweisen wollte, dass ohne die Kodensstreifen der Airliner es in manchen Regionen zu einem Temperaturanstieg von bis zu einem Grad Celsius käme, weil die Dinger das Sonnenlicht reflektieren, welches ansonsten auf die Erdoberfläche träfe.

 

Evident wurde das angeblich an den Tagen nach 9/11, als der Luftverkehr in den Staaten weitgehend stillgelegt war.

 

Schwach- oder Sinn?

 

Gruß

Johannes

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Nein, nein, nicht falsch verstehen, ich verteufle nicht das ganze IPCC. Ich verteufle die Tatsache, dass die Ergebnisse teilweise mißbraucht werden und die Meinungen von andersdenkenden Wissenschaftlern einfach als Lügen und Scharlatanie abgetan werden. Eine offene Diskussion wird seitens des IPCC oftmals unterdrückt. Da die Himalaja Geschichte angesprochen wurde. Ich errinere mich, wie da rumgestritten wurde, nur um hinterher kleinlaut zuzugeben, dass die Skeptiker recht hatten. Forschen ist nunmal ein Prozeß, der nicht vor Fehlern gefeit ist. Das IPCC täte gut daran, auch kritische Meinungen zuzulassen, das würde deren Glaubwürdigkeit und Akzeptanz beträchtlich erhöhen. Die Politik tut ein Übriges dazu, dass die Demokratie zu diesem Thema oftmals auf der Strecke bleibt.

 

Ich bin bei weitem kein Freund der Klimaignoranz. Würden wir über Umweltverschmutzung im allgemeinen reden, würde ich mich als großer Fan des Umweltschutzes outen. Aber die simplifizierte Formel: CO2=Klimaerwärmung=schlecht lehne ich radikal ab, weil einfach zu viele Fakten dagegen sprechen.

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Thomas, vielleicht wäre es hilfreich, wenn du uns deine sinkende Kurve zeigen könntest, damit wir sie analysieren könnten?

 

Im obigen Beitrag des Nobelpreisträger Fischlin sagt er auch etwas, dass gewisse Parameter sinkend seien, wegen der sinkenden Sonnenaktivität. Das IPCC hat diese Parameter also durchaus in ihre Analyse miteinbezogen.

 

Aber gerne!

 

hier

 

und

 

hier

 

kannst Du Dich austoben und selbst ein bißchen Analyse betreiben.

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also ich kann hier keine Grafiken sehen. Nach gewisser Einarbeitung würde ich sicher gewisse Daten erkennen. Wahrscheinlich interpretierst du sie jedoch falsch. Es handelt sich hier eben um Wetter- und nicht um Klimadaten.

 

Ein viel besseres Bild liefert die Uni in Huntsville, Alabama. Den Link habe ich von dir.

 

 

Global Temp Report

 

 

Die beiden letzten Seiten sind aufschlussreich. Darin sieht man eindeutig, dass die globalen Temperaturen in den unteren Luftschichten steigen und nicht sinken.

 

Edit: Ah, jetzt sehe ich deine Grafiken. Die meisten tendieren gegen oben. Wie genau ist deine Überlegung, damit ich sie nachvollziehen kann?

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Irgendwo hab ich mal von einer Studie gelesen die beweisen wollte, dass ohne die Kodensstreifen der Airliner es in manchen Regionen zu einem Temperaturanstieg von bis zu einem Grad Celsius käme, weil die Dinger das Sonnenlicht reflektieren, welches ansonsten auf die Erdoberfläche träfe.

 

das ist so. Hohe Schichtwolken (Cirrus) führen zu Erwärmung. Diese Überlegungen fliessen auch in die Klimamodelle. Es besteht dann jedoch noch ein "Trade off" (Gegenabwägung) zwischen den Wassertröpfchen und den Abgasmolekülen in dieser Höhe. Einige wirken kühlend, andere wärmend. Das ganze ist hochkomplex. Aber wenn wir es jemandem zutrauen können, eine vernünftige Aussage zu machen, dann unserer Wissenschaft.

 

Albedo

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also ich kann hier keine Grafiken sehen. Nach gewisser Einarbeitung würde ich sicher gewisse Daten erkennen. Wahrscheinlich interpretierst du sie jedoch falsch. Es handelt sich hier eben um Wetter- und nicht um Klimadaten.

 

Ein viel besseres Bild liefert die Uni in Huntsville, Alabama. Den Link habe ich von dir.

 

 

Global Temp Report

 

 

Die beiden letzten Seiten sind aufschlussreich. Darin sieht man eindeutig, dass die globalen Temperaturen in den unteren Luftschichten steigen und nicht sinken.

 

Edit: Ah, jetzt sehe ich deine Grafiken. Die meisten tendieren gegen oben. Wie genau ist deine Überlegung, damit ich sie nachvollziehen kann?

 

Danix, da wirst Du wohl etwas suchen müssen. Ich kann Dir keine Datensätze verlinken. Grafiken wirst Du genug finden und es handelt sich auch ganz gewiss nicht um Wetterberichte. Es sind langfristige Wetterdatenaufzeichnungen seit 1979 via Satellit anhand deren Temperaturtrends abzulesen sind. Aber immerhin hast Du ja weiter oben schon mal zugegeben, dass die Sonne im Klimawandel eine Rolle spielen könnte. Zweifelsohne hat auch die Kreiselbewegung der Erde mit einem Rotationszyklus von 26000 Jahren einen Einfluß auf das Klima. Ich schlage also vor, Sonnenaktivitäten stabilisieren, die Präzession der Erde abstellen, den CO2 Ausstoß auf 0 fahren und Vulkane abschalten. Dann dürfte das Klima zumindest weniger dynamisch werden.

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Nachdem hier die Leute vom Fach sind: :005:

 

Irgendwo hab ich mal von einer Studie gelesen die beweisen wollte, dass ohne die Kodensstreifen der Airliner es in manchen Regionen zu einem Temperaturanstieg von bis zu einem Grad Celsius käme, weil die Dinger das Sonnenlicht reflektieren, welches ansonsten auf die Erdoberfläche träfe.

 

Evident wurde das angeblich an den Tagen nach 9/11, als der Luftverkehr in den Staaten weitgehend stillgelegt war.

 

Schwach- oder Sinn?

 

Gruß

Johannes

 

Ich hab' auch irgendwo sowas gelesen. Prinzipiell möglich wäre es: Wolken reflektieren die Sonnenstrahlung, Kondensstreifen *können* Wolkenbildung triggern. Verlässliche Daten über den 9/11-Event habe ich aber nicht gesehen, es war wohl eine der üblichen Notizen in den Medien.

 

@Thomas: Dass die Temperatur in *allen* Atmosphärenschichten in der letzten Dekade fällt, wusste ich nicht. Aktuell nebenbei: Das Arktische Ozonloch ist jetzt auch weg. Einige Gletscher wachsen. Trend? Ausreisser? Aber unabhängig davon: Die Natur ist ein eben ein extremes Vielparameter-System. Die Stringtheorien oder die Supersymmetrischen Theorien sind demgegenüber ein Klacks. Und die machen den meisten (Physikern) schon furchtbar viel Mühe... :005:

 

Viele Grüsse

Peter

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Nicht ganz - lies den Bericht im Wikipedia.

 

Der Luftverkehr beeinflusst das Klima hauptsächlich über drei Arten: Emission von Kohlendioxid und Stickoxiden sowie Bildung von Kondensstreifen. Die anthropogenen Kondensstreifen bedecken einen kleinen Teil des Himmels und reduzieren damit durch Reflexion an ihrer Oberseite tagsüber die Sonneneinstrahlung (kühlender Effekt) und erhöhen so die planetare Albedo (vgl. Wolke). ...

 

Die Aufwärmung der Erdatmosphäre durch Kondensstreifen-Zirren ist mit 31 m W/m2 etwas größer als der Effekt durch das ausgestoßene CO₂. Der Strahlungsantrieb von Kondensstreifen alleine wird durch Kondensstreifen-induzierte Bewölkung sogar um das Neunfache übertroffen. ...

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OK, Thomas. Ich habe mir die Mühe gemacht und deine Grafik gepostet von der NOAA. Das ist die Messung von 1979-2011 der unteren Luftschicht.

 

MSU_AMSU_Channel_TLT_Trend_Map_v03_3_1979_2011.png

 

Wo findet hier die Abkühlung statt?

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Wir kommen in einen Bereich der Messprobleme mit sich bringt.

In der deutschen Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger

(http://www.de-ipcc.de/_media/AR4_SynRep_SPM.pdf) gibt es auf der

Seite 7 mehrere Grafiken, die einerseits Klimamodelle , die nur natürliche Antriebskräfte und solche mit natürlichen und menschlichen Antriebskräften nach Regionen getrennt darstellen. Dann wird auch noch darauf hingewiesen, dasss whs. in den letzten 50 Jahren die Summe aus solaren und vulkanischen Antrieben wahrscheinlich eine Abkühlung verursacht hätten. Es wird auch weiter darauf hingewiesen, dass die kurzen Zeitskalen, eine vollständigere Zuordung ob natürlich oder anthropogen verhindern. Im langfristigen Verlauf ist der Temperaturanstieg über 100 Jahre aber signifikant und als gesichert anzusehen und viele andere Indikatoren weisen darauf hin, dass es anthropogen Ursachen hat.

 

Gruss einstweilen

 

Bernhard (LSZH)

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Das ist eben (einer der vielen) der Unterschied zwischen Meteo und Klima. Meteo misst das Wetter (und stellt darauf Prognosen ab). Klima vernetzt meteorlogische Daten mit den verschiedenen einflussfaktoren (Geo, Human, solar...) und leitet daraus Klimamodelle ab.

 

NOAA ist kein geeigneter Lieferant von Klimadaten, bzw. nur von Rohdaten. NOAA selber, wenn man sie fragen würde, würden sich auch als ungeeignete Ansprechadresse für klimatologische Fragen geben. Sie kennen ihre eigenen Ansprüche und Fähigkeiten.

 

Und zudem sind 10 Jahre von Meteodaten kein hinreichender Datensatz um ein Klimamodell zu widerlegen oder zu bestätigen. Klima ist eine viel längerfristige Angelegenheit.

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Fast OT: Mich wundert eine gewisse unkritische "Wissenschaftsgläubigkeit" hier. Ich darf vielleicht ein bischen darüber sprechen, weil ich meinen Lebensunterhalt 40 Jahre lang als wissenschaftlicher Angestellter verdient habe.

 

Wissenschaftler sind ganz normale Menschen. Es gibt redliche, käufliche, echte Genies, Fälscher, eitle und bescheidene... und alle brauchen Geld. "Die Wissenschaft handelt mit Wissen, gewonnen durch Zweifel."(B.Brecht)

 

Jeder, der den heutigen Wissenschaftsbetrieb kennt, weiss, dass die Wahrung eigener wissenschaftlicher Redlichkeit gar nicht so selbstverständlich ist. Daraus folgt für den Nichtwissenschaftler: *Glaubt* nicht Wissenschaftlern, sondern glaubt an die von ihnen unzweifelhaft oder mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt ermittelten Fakten (Allerdings: Mathematischen Beweisen kann man blind vertrauen).

 

Besonders kritisch darf man gegenüber den Medien sein. Dort wird Quote bezahlt, also werden Sensationen gesucht. Der Rumms beim Urknall. Raumzeitstrudel. Drohend herumirrende Schwarze Löcher, die das ganze Universum verschlingen. Die wüste Erde nach dem Klimakollaps. Herrliche Themen für die Visualisierung. Sowas kann höchstens Anlass sein, sich im Internet (ja, auch bei Wikipedia, die Naturwissenschaften sind da recht gut kontrolliert) weiter zu informieren.

 

Niemand mit einem funktionierenden Gehirn braucht irgendwelche Gurus, die ihm die Welt im Licht ihrer eigenen Interessen erklären. Aber Fakten, Messungen, nach ausgiebiger, langer Prüfung akzeptierte Theorien (nicht Hypothesen), an sowas kann man - immer mit einem kritischen Restverstand - durchaus glauben.

 

Sonst fallen wir immer wieder auf solch bejubelte Sensationen wie der Überlichtgeschwindigkeit von Neutrinos (Opera-Experiment) herein. Ein Gerätefehler (nicht verbundenes Lichtleiterkabel), der gottseidank schnell geklärt wurde. Aber: Es muss heutzutage eben schnell publiziert werden, Prioritären sind zu sichern, der Kampf um die Forschungsgelder ist mörderisch. Der Leiter des Opera-Experimentes ist zurückgetreten. Einer der (gottseidank noch vielen) redlichen Wissenschaftler, Hut ab.

 

Viele Grüsse

Peter

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Fast OT: Mich wundert eine gewisse unkritische "Wissenschaftsgläubigkeit" hier. Ich darf vielleicht ein bischen darüber sprechen, weil ich meinen Lebensunterhalt 40 Jahre lang als wissenschaftlicher Angestellter verdient habe.

 

Wissenschaftler sind ganz normale Menschen. Es gibt redliche, käufliche, echte Genies, Fälscher, eitle und bescheidene... und alle brauchen Geld. "Die Wissenschaft handelt mit Wissen, gewonnen durch Zweifel."(B.Brecht)

 

Jeder, der den heutigen Wissenschaftsbetrieb kennt, weiss, dass die Wahrung eigener wissenschaftlicher Redlichkeit gar nicht so selbstverständlich ist. Daraus folgt für den Nichtwissenschaftler: *Glaubt* nicht Wissenschaftlern, sondern glaubt an die von ihnen unzweifelhaft oder mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt ermittelten Fakten (Allerdings: Mathematischen Beweisen kann man blind vertrauen).

 

Besonders kritisch darf man gegenüber den Medien sein. Dort wird Quote bezahlt, also werden Sensationen gesucht. Der Rumms beim Urknall. Raumzeitstrudel. Drohend herumirrende Schwarze Löcher, die das ganze Universum verschlingen. Die wüste Erde nach dem Klimakollaps. Herrliche Themen für die Visualisierung. Sowas kann höchstens Anlass sein, sich im Internet (ja, auch bei Wikipedia, die Naturwissenschaften sind da recht gut kontrolliert) weiter zu informieren.

 

Viele Grüsse

Peter

 

Wissenschaft findet aber heute auch nicht mehr in einem Elfenbeinturm statt! Es hat nichts mit unkritischer Wissenschaftsgläubigkeit zu tun, wenn ich darauf hinweise, das gerade in solchen Wissenschafts-Komplexen wie ICPP im Sinne des Qualitätsstandards Revsionsboards und Gutacher u.v.m. installiert sind.Gerade die Organisationsfrage wird dort sehr hart umkämpft diskutiert! Warum wohl? Mit aller wissenschaftlich gebotener Skepsis, deshalb vertraue ich diesen Ergebnissen mehr, als irgendwelchen "wissenschaftlichen Einzelkämpfer" (ohne dokumentierte Kontrollinstanzen!) mit besonders in der Tagespresse publikationsträchtigen Sensationen.

 

Gruss einstweilen

 

Bernhard (LSZH)

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jaja, ein Leben lang die Wissenschaft pflegen und dann, wenn sie einem gerade nichts nützt sie in Zweifel zu ziehen... - das ist gewiss nicht wissenschaftlich.

 

Ausserdem: Unter den Laien, Piloten, Politikern, Journalisten, Wirtschaftsführern sind mir die Wissenschafter bei weitem die sympathischsten, weil zuverlässigsten, neutralsten, intelligentesten und unbestechlisten.

 

Dani

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Ich hab mal nur eine Frage.

 

Stimmt es,das CO2 Wärmestrahlung reflektiert,oder ist diese Eigenschaft von CO2 erstunken und erlogen?

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Der "Treibhauseffekt", also dass gewisse Gase einen Planeten erwärmen, ist eine altbekannte Tatsache und ermöglicht überhaupt erst Leben auf der Erde. Der obgenannte IPCC-Wissenschafter Andreas Fischli von der ETH Zürich sagt, dass man annimmt, dass ohne diesen Effekt die globale Durchschnittstemperatur bei -15°C liegen würde, anstatt bei +15°C heute.

 

Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass ohne Treibhauseffekt von CO2 Leben in dieser Form nicht möglich wäre.

 

Das Problem ist dann, dass wenn zuviele dieser Gase vorhanden sind, dass es dann immer wärmer wird. Gutes Beispiel ist die Venus - sie ist auch näher zur Sonne -, welche vollständig von einer Atmosphäre aus Schwefel- und anderen Gasen umhüllt ist. Dort herrschen Temperaturen von +400°. Auf der anderen Seite hatte der Mars früher wahrscheinlich eine funktionierende Atmosphäre, und flüssiges Wasser war sehr wahrscheinlich vorhanden. Wegen der geringeren Gravitation (der Mars ist kleiner als die Erde) verlor er das meiste und ist heute ziemlich unwirtlich.

 

Eine schöne Grafik vom Treibhauseffekt sieht man hier:

 

Sun_climate_system_alternative_%28German%29_2008.svg

 

Quelle: Wikipedia

Wikipedia: Globale Erwärmung

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Nur so am Rande:

 

die Erde verliert auch Wasser - nach neusten Zahlen, jedes Jahr um die 100 000 Tonnen Wasserstoff ins All.

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Nur so am Rande:

 

die Erde verliert auch Wasser - nach neusten Zahlen, jedes Jahr um die 100 000 Tonnen Wasserstoff ins All.

 

Ja das habe ich auch gelesen. Allerdings müsste man das mit der Gesamtmenge auf der Erde korrelieren um abschätzen zu können welche Bedeutung es haben könnte. Dann gilt auch hier, zeitlicher Verlauf? natürliche oder von Menschen provozierte Ursachen? Wie wird gemessen?

Insgesamt eine spannende Frage, hat whs. ,wenn es gravierend wird, auch wieder Einfluss auf das Klima. Derzeit auch an dieser "Umwelt-wissenschaftlichen Baustelle" viele Fragen.

 

Gruss einstweilen

 

Bernhard (LSZH)

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