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15.01.2009 | US Airways A320 | New York | Geglückte Notwasserung auf Hudson River


Niko

Empfohlene Beiträge

Abgsehen davon lässt sich gegen die Strömung sehr gut manövrieren - besser als mit oder ohne die Strömung
Das mag zwar beim Anlegen etc stimmen, nicht jedoch, wenn sich, wie hier, der Bezugpunkt ebenfalls mit der Strömung bewegt. Wie von Dir beschreiben: Relative Geschwindigkeit ...
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Wird in so einer Situation überhaupt groß die Emerg Checkliste abgearbeitet ? Wenn man sowieso weiß, dass man gleich auf dem Wasser aufsetzen wird, ist es doch relativ egal, ob nun die ENG Start Switches auf IGN START stehen oder sowas. Drückt man da nicht intuitiv die allerwichtigsten Schalter ? Schließlich hatten sie ja sehr, sehr wenig Zeit, mussten ATC und die Cabin informieren und den Flieger richtig ausrichten.

Gibt es eigentlich einen ATC Ausschnitt ?

 

Eine Checkliste gelesen wird nicht - dafür ist keine Zeit. Es wird aber sehr wohl eine Checkliste abgearbeitet. Die sogenannten "Memory Items" sind Punkte aus den Notfallchecklisten die die Piloten für ihr Flugzeugmuster auswendig können müssen.

 

Solche "Memory Items" gibt es für relativ viele Fälle (plötzlicher Druckverlust, Feuer an Bord, Triebwerksfeuer, Triebwerksausfall etc.) und sind teilweise relatv komplex dh sie beinnhalten auch "Challenge and Response" Punkte zwischen dem fliegenden und dem assistierenden Piloten.

 

Diese "Memory Items" sind oft der Beginn der gelesenen Checklisten und decken die lebensnotwendigen Punkte ab. Ist nun nicht mehr genügend Zeit oder Kapazität bis zu Landung dann werden die gelesenen Punkte bewußt weggelassen.

 

So etwas trainiert man auch regelmäßig am Simulator.

 

Wolfgang

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Aber die Leistung des Fährschiffsteuermann gehen in den allgemeinen Betrachtungen ganz unter.

 

Was ist eigentlich mit der Leistung des Copi?

In der Sonntagszeitung meint Aviatikexperte van Beveren auf die Frage nach der Leistung des Copi "...und der Kopi ist zum Zuschauen verdonnert"...

 

Stellt sich die Frage ob sich das so zugetragen hat. Klar..der Entscheid im Hudson River zu landen ist Sache des CMD...doch wage ich zu bezweifeln, dass der Copi "nur" Zuschauer war...

 

Saludos

David

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Blödsinn. Es hat schon seinen Grund wieso 2 Piloten vorne drin sitzen. ATC, Cabin, Flaps, Memory Items, etc. erledigen sich nicht von selbst.

 

In der Sonntagszeitung meint Aviatikexperte van Beveren auf die Frage nach der Leistung des Copi "...und der Kopi ist zum Zuschauen verdonnert"...

 

Anscheinend kann man jeden erdenklichen Müll von sich geben, wenn man einen gewissen Status in den Medien erreicht hat;)

95% wissen es sowieso nicht besser und glauben es halt.

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Zitat aus dem Tagi online:

"Sullenberger braucht danach keine Sekunde für seine Entscheidung. «Mein Flugzeug», sagt er in typischer Fliegersprache zu seinem 49-jährigen Co-Piloten, der am Schaltknüppel sitzt - und Skiles weiss, dass er den Platz zu räumen hat: «Ihr Flugzeug.»"

 

(siehe http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Kaktus-1549-an-Tower-Wir-werden-im-Hudson-enden/story/15574017)

 

Ein weiteres Beispiel, wie kompetent Journalismus sein kann... Stelle mir schmunzelnd vor, wie der Copi pflichtbewusst, mit gesenktem Blick, vom Sitz vor dem "Schaltknüppel" aufsteht, dem Captain Platz macht und diesem fortan mit hinter dem Rücken verschränkten Händen brav über die Schultern schaut :005:

 

(Das ist jetzt weniger als Kritik am Tagi oder etwelchen Zeitungen zu verstehen, sondern es amüsiert mich einfach ein wenig.)

 

En guete Wuchestart morn,

Markus

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Wen interessiert van Beveren?

der F/O war sehr wohl beschäftigt, einige Details gibt es in diesem Artikel:

 

http://www.iht.com/articles/2009/01/18/news/plane.1-409908.php

 

Gruess

Markus

 

Wieso, er hat dich nur die Worte des Captains wiederholt ;) ?

 

Zunächst habe Jeffrey B. Skiles das Flugzeug gesteuert, als die Motoren ausfielen übernahm Sullenberger sofort. "Mein Flugzeug", sagte er seinem Copiloten laut "New York Times". Und der erwiderte nur: "Ihr Flugzeug."

 

In einem neueren Artikel haben sie immerhin hinzugefügt, dass es sich dabei um "ein gängiges Kommando in einer solchen Situation" handele. Damit sieht der F/O nicht mehr gar so untätig und überrascht aus...

 

Gruss,

Thomas

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Moin,

 

sorry, die Presse kann von mir aus schreiben was die will, glauben kann man eh nur noch was man selber sehend präsentiert bekommt.

 

Die Crew hat sehr gut funktioniert, auch die Kabine, und zwischen Co und Captain gab es klare Kompetenzen, man kennt sich schließlich denke ich, und wenn man einen so Rang hohen Ausbilder neben sich sitzen hat als Co. dann ist man zumindest in dieser Situation froh darüber das man einen Arbeitspartner hat der sehr erfahrenen und einen klar definierten Situationslösungsweg hatte.

 

Was mich viel mehr überrascht hat ist, fast die komplette Außenhaut an der Rumpfunterseite ist weggerissen worden, man kann froh sein das die A320 nicht gesunken ist.

 

Wenn der A320 gesunken wäre dann sehe die Situation jetzt anders aus.

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[quote=Oldfly1;590504)

man kann froh sein das die A320 nicht gesunken ist.

 

Vor allem, da praktisch alle Passagiere OHNE SCHWIMMWESTEN auf den Flügeln stehend auf Rettung gewartet haben. Bekleidet, ohne Schwimmweste schwimmt niemand sehr lange in sehr kaltem Wasser.:(

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Moin,

 

sorry, die Presse kann von mir aus schreiben was die will, glauben kann man eh nur noch was man selber sehend präsentiert bekommt.

 

Die Crew hat sehr gut funktioniert, auch die Kabine, und zwischen Co und Captain gab es klare Kompetenzen, man kennt sich schließlich denke ich, und wenn man einen so Rang hohen Ausbilder neben sich sitzen hat als Co. dann ist man zumindest in dieser Situation froh darüber das man einen Arbeitspartner hat der sehr erfahrenen und einen klar definierten Situationslösungsweg hatte.

 

Volle Zustimmung Klaus!

 

Dieser blutige Anfänger von F/O mit gerade einmal 15.643h war heilfroh, dass er jemanden neben sich hatte, der 4020h mehr auf der Uhr hatte und hat die Hände in den Schoß gelegt und dem Alten zugeschaut, wie man das macht. Das leuchtet ein! Vielleicht komme ich ja auch mal auf so viele Stunden...

 

Vielleicht mal zur Erklärung, in der Regel ist es so, dass bei Auftreten von Notsituationen der Pilot Flying auch Pilot Flying bleibt, auch wenn der Co gerade fliegt. Solange der keinen Mist baut, bleibt das Flugzeug in den Händen des Co. Auch wenn der Alte der Alte bleibt, so wird er in dem Moment zum Hilfs- besser gesagt Zuarbeiter.

 

Das die Rollen getauscht wurden, ist für diesen konkreten Fall verständlich. Der Co hatte nur 35h auf dem Typ und war daher aber eben die Ausnahme.

 

Gruß

Thomas, der mit einer B737 ohne Alten, mit einer engine und ohne Hydraulik einen single NDB approach fliegt und bei 20kts Seitenwind unter Cat IIIc ganz easy landet und nebenbei Kaffee mit 1 Stück Zucker bestellt. Ganz ehrlich! :D

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Moin,

Volle Zustimmung Klaus!

Dieser blutige Anfänger von F/O mit gerade einmal 15.643h war heilfroh, dass er jemanden neben sich hatte, der 4020h mehr auf der Uhr hatte und hat die Hände in den Schoß gelegt und dem Alten zugeschaut, wie man das macht.

Sorry, Du vergisst aber die Ausbilder und Instruktor Stunden denke ich, das wird wesentlich mehr sein als Du hier schreibst.

 

Ich will es mal anders sagen, es ist schon viel passiert weil die "erfahrene" Crew keinen Plan hatte, hier gab es einen Plan, wenn der auch abgekürzt wurde, denn eigentlich wollte man zu dem stillgelegten Flugfeld, aber da hat die Flugdynamik dann doch zu sehr abgebaut um dies erreichen zu können.

 

@oldchris, das mit den Schwimmwesten ist echt ein Ding wäre der Flieger untergegangen, wäre da sicherlich auch keine Fähre so nah hingefahren.

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Hier gibt es Fotos von der Bergungsaktion des Airbus:

http://www.welt.de/vermischtes/article3046374/Airbus-geborgen.html

 

Auf Bild 4 erkennt man, wie die Taue an den Flügeln befestigt sind.

Scheinbar gibt es dort Aufhängungpunkte die das Gewicht des gefluteten(!) Airbus aushalten.

 

Auch kann man erkennen, dass die gesamte APU-Sektion relativ "sauber" rausgerissen wurde (Bild 5).

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Vor allem, da praktisch alle Passagiere OHNE SCHWIMMWESTEN auf den Flügeln stehend auf Rettung gewartet haben. Bekleidet, ohne Schwimmweste schwimmt niemand sehr lange in sehr kaltem Wasser.:(

 

In irgendeinem Bericht hatte ich gelesen, dass die Passagiere ihre Sitzkissen mitnehmen sollten und dies zumindest zum Teil wohl auch getan haben. Hat US Airways auf dem 320 die Schwimmwesten durch schwimmende Sitzkissen ersetzt? Ich kannte das bisher nur aus Turboprops, wo auf der Safety Card dann stand "the seat cushion serves as floatation device"...

 

Gruss,

Thomas

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Gast Hans Fuchs
OHNE SCHWIMMWESTEN auf den Flügeln ... gewartet (
Vielleicht wollten sie lieber die Zeit ohne Schwimmwesten auf den Flügel verbringen, als mit Schwimmwesten suchen im Flugzeug. :004:

 

Hans

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Vielleicht mal zur Erklärung, in der Regel ist es so, dass bei Auftreten von Notsituationen der Pilot Flying auch Pilot Flying bleibt, auch wenn der Co gerade fliegt.

 

Stimmt absolut, aber...

 

..wenn auf dem A-320 beide Motoren und somit auch beide Generatoren ausfallen, befindet sich das Flz in der sog. Electric Emergency Configuration.

Nebst allen anderen Auswirkungen heisst das für das EFIS, dass nur noch die Bildschirme des Kaptäns mit Strom versorgt werden, vor dem Copi wird's schwarz.

Ein change of controls ist somit praktisch zwingend.

 

 

Gruss

 

Ruedi

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Was mich stutzig macht, ist, dass man ein durch massiven Vogelschlag zerstörtes Triebwerk überhaupt wieder starten will. Das hat garantiert übel :confused: vibriert.

Schwimmwesten:

Warum suchen? sind die nicht unter jedem Sitz?

 

Peter

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Ruedi

Wird nicht zuerst das APU gestartet?

Peter

 

<<<..wenn auf dem A-320 beide Motoren und somit auch beide Generatoren ausfallen, befindet sich das Flz in der sog. Electric Emergency Configuration.

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APU? Keine Zeit. Lieber versuchen, wenigstens ein Triebwerk mit Glück wieder anzuschmeissen. Denn bevor ich ein Flugzeuge notwassere oder in die Stadt/auf ein Feld setze, komme ich lieber mit Vibrationen auf eine richtige Rollbahn.

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ich habe nicht den kompletten Threade gelesen, also sorry, falls folgender Aspekt schon besprochen wurde:

 

Die SZ zitiert eine FA folgendermaßen:

 

Nach der Notwasserung beschloss die Flugbegleiterin im hinteren Teil der Maschine, die Ausgänge dort nicht zu öffnen, wie sie den NTSB-Ermittlern sagte. Allerdings habe eine Frau dennoch eine der Türen geöffnet, so dass Wasser in das Flugzeug eingedrungen sei.

 

Hat jemand zu diesem Sachverhalt mehr Hintergrundinformationen verfügbar?

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Auf Bild 4 erkennt man, wie die Taue an den Flügeln befestigt sind. Scheinbar gibt es dort Aufhängungpunkte die das Gewicht des gefluteten(!) Airbus aushalten.
Der ist nicht mehr geflutet. Ich vermute der Grund warum die Belly doors offen sind ist weil Taucher sie geoeffnet haben um dem Wasser einen Abflussweg zu geben, entweder vor der bergung oder sogar schon kurz nach dem 'Anlegen' and den Quai um den Druck wegzunehmen. Pech fuer's Gepaeck.

 

Auch kann man erkennen, dass die gesamte APU-Sektion relativ "sauber" rausgerissen wurde (Bild 5).
Nicht so schnell. Das kann auch die Bergungsmannschaft gewesen sein.
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Stimmt absolut, aber...

 

..wenn auf dem A-320 beide Motoren und somit auch beide Generatoren ausfallen, befindet sich das Flz in der sog. Electric Emergency Configuration.

Nebst allen anderen Auswirkungen heisst das für das EFIS, dass nur noch die Bildschirme des Kaptäns mit Strom versorgt werden, vor dem Copi wird's schwarz.

Ein change of controls ist somit praktisch zwingend.

 

 

Gruss

 

Ruedi

 

Naja siehste, das kommt ja auch noch dazu. Nicht nur die 35h des Copiloten auf dem Typ. Und bei uns ist es ja auch nicht anders. Auch bei uns gibt es die electric emergency configuration. Danke Ruedi.

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Moin,

 

Die SZ zitiert eine FA folgendermaßen:

 

"Nach der Notwasserung beschloss die Flugbegleiterin im hinteren Teil der Maschine, die Ausgänge dort nicht zu öffnen, wie sie den NTSB-Ermittlern sagte. Allerdings habe eine Frau dennoch eine der Türen geöffnet, so dass Wasser in das Flugzeug eingedrungen sei."

 

Hat jemand zu diesem Sachverhalt mehr Hintergrundinformationen verfügbar?

siehe hier:

http://www.avweb.com/avwebflash/news/USAirwaysFlight1549_ATCTranscript_WereGonnaBeInTheHudson_199598-1.html

[...]The AP also reported that once the aircraft was in the water, a quick-thinking flight attendant stopped a passenger from opening one of the rear doors, which was by then below the waterline. This may have reduced flooding and given the passengers precious seconds to exit the cabin.

 

Gruß, Markus

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