Zum Inhalt springen

8.03.2014 | 9M-MRO | B772 | Golf von Thailand | Vermisst


FlyingCream

Empfohlene Beiträge

Insgesamt ergibt sich der Eindruck, daß die Presse Dieser Tage Verschwörungstheorien befördert, um das eigene Geldsäckel aufzufetten, und keineswegs versucht, die Untersuchung mit Fakten zu unterstützen oder mit Fakten unter Druck zu setzen.

Das hat doch nichts mit VT zu tun, im Gegenteil. Die Selbstmordtheorie macht doch nur Sinn, wenn es tatsächlich darum ging das Flugzeug für immer verschwinden zu lassen, und die sicherste Möglichkeit dies zu tun, ist es so weit wie möglich weg vom Festland in einem Stück zu versenken. Eine kontrollierte Wasserung stützt doch die Selbstmordtheorie.

Wenn es dem Piloten egal war, ob das Flugzeug gefunden und der Selbstmord aufgeklärt wird, dann hätte er direkt ins Südchinesische Meer crashen können.

 

Davon ausgehend gewinnt die "Flutter" Theorie als Auslöser für den Schaden am Flaperon massiv an Gewicht, das heißt durch aerodynamische Vibrationen wurde der Schaden an der Trailing Edge ausgelöst während des extremen Sinkfluges/Absturzes.

Mit Flattern kenne ich mich nun ziemlich gut aus, und das Flaperon ist dabei bei weitem nicht das kritischte Bauteil. Ausserdem ist ein Endleistenschaden nicht der typische Flatterschaden. Die Hinges könnten allerdings in der Tat etwas dazu sagen, aber dazu habe ich bisher nichts belastbares gelesen.

Nach Verlust der Hydraulik verliert man auch die flatterdämpfende Funktion der Aktuatoren, aber die im Fahrtwind mitdrehenden Motoren sollten genügend Hydraulikdruck erzeugen, um das noch zu verhindern.

 

So oder so, einzelne Steuerflächen- / Hochauftriebshilfentrümmer zu finden kann mit Flattern oder mit einem kontrollierten Ditching erklärt werden.

Alle Trümmer die bisher gefunden wurden (bis auf den Divider) gehören zu Bauteilen, die bei einem Ditching potentiell abreissen würden (Hochauftriebshilfen, Triebwerkscowlings, nichttragende Leitwerksstruktur). Es wurden z.B. bisher noch keine Steuerflächen ausser den zur Landung ausfahrenden gefunden, obwohl dies alles schwimmfähige Sandwichbauteile sind, die ansonsten bei bisher jedem Crash im Wasser gefunden wurden.

Das fehlen eines großen Trümmerfeldes kann aber am besten mit einem kontrollierten Ditching erklärt werden, oder mit einer VT dass etwas da ist, was aber niemand finden will (es kann ja nicht jeder einfach so suchen, dafür braucht es Gerät und Resourcen).

Mitten in den Südpazifik zu fliegen kann mit der Absicht das Flugzeug (mit seinen Recordern) für immer verschwinden zu lassen erklärt werden. Sowohl um einen nicht nachweisbaren erweiterten Selbstmord zu erklären, als auch für allerlei wilde VTs. Wenn das aber die Absicht war, dann wäre es zutiefst unlögisch ausgerechnet in den letzten paar Minuten dieses viele Stunden langen Unterfangens die beste Chance dafür zu verschenken, und ein ansehnliches Trümmerfeld zu produzieren.

 

Bleiben die beiden herausragenden Aspekte kontrolliertes ditchen und VT. Was ist wohl wahrscheinlicher?

 

Interessant auch ein Aspekt, den ein Pilot in einem anderen Forum aufgebracht hat:

Welche Gegend des Sudpazifiks hatte in jener Nacht den niedrigsten Wellengang und das ruhigste Wetter vorhergesagt? Diese Informationen sind öffentlich verfügbar, und hätten auch vom Piloten genutzt werden können, um seinen verschleierten Selbstmord möglichst optimal durchzuführen.

Es wäre schon erstaunlich, wenn das Unterfangen so detailliert durchgeplant, das Ende aber dem Zufall überlassen worden wäre.

Das Suchgebiet entlang des letzen Ping-Bogens anhand der Wetter-/Wellenvorhersage mal abzuklopfen, wäre zumindest ein interessanter Ansatz.

 

Der Kanadier hat mit seiner "Show" aber nicht nur sich selbst völlig unmöglich gemacht, sondern auch dem Kanadischen TSB schwersten Schaden zugefügt

Zumindest seine "alternativlos"-Festlegung ist zutiefst unprofessionell. Hohe Wahrscheinlichkeiten sind das eine, aber als Unfallermittler ohne die Beweise selbst in der Hand zu halten und im Labor zu untersuchen so definitive Aussagen zu machen, ist unbestreitbar unseriös, und wirft kein gutes Licht auf ihn oder das TSB.

 

Zumindest hat die Sache - ganz außerhalb irgendwelcher "Analysen" von (echten? gefaketen?) Fotos von 777-Teilen schlußendlich ein ganz dickes "Gschmäckle":

Zumindest wenn man "die Sache" auf die dürftige Beweislage und die Aufklärung bezieht. Ganz offensichtlich gibt es entweder höhere Interessen als die Aufklärung dieses Falles, oder es wurden Milliarden von vielen Nationen sinnlos verballert, und die militärische Aufklärung vieler Länder ist so dürftig, dass sie sich um ihre Sicherheit ernsthafte Gedanken machen müssten. Allein letzteren Verdacht stehen zu lassen, wäre schon zutiefst ungewöhnlich.

Ich gehe zu 100% davon aus, das es signifikant mehr Wissen über die Ereignisse jener Nacht gibt, als offiziell verbreitet wird.

Seit es nuklear bestückte U-Boote gibt, sind die Meere sehr viel besser überwacht als wir es uns vorstellen können.

 

Man muss ja auch mal realistisch sehen, das 99.99% der Weltbevölkerung und 99% der Regierungen mit der aktuellen Situation gut leben können.

Alles, was jetzt noch rauskommen würde, würde doch nur völlig unnötige Unruhe schaffen.

Die meisten können doch gut mit einem wahrscheinlichen Selbstmordszenario leben.

 

Aus Aktionismus verbessern wir jetzt noch das Tracking von Flugzeugen, was ja der Flugsicherheit auch jenseits der Aufklärung von Unfällen/Verbrechen zugute kommt.

Es ist schon erstaunlich, dass sich zwar jeder Wanderer oder Segler per Satelliten tracken lassen kann, wir aber jeden Tag tausende von Flugzeugen für zehntausende von Stunden in Funklöchern verschwinden lassen.

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Das hat doch nichts mit VT zu tun, im Gegenteil. Die Selbstmordtheorie macht doch nur Sinn, wenn es tatsächlich darum ging das Flugzeug für immer verschwinden zu lassen, und die sicherste Möglichkeit dies zu tun, ist es so weit wie möglich weg vom Festland in einem Stück zu versenken. Eine kontrollierte Wasserung stützt doch die Selbstmordtheorie.

Wenn es dem Piloten egal war, ob das Flugzeug gefunden und der Selbstmord aufgeklärt wird, dann hätte er direkt ins Südchinesische Meer crashen können.

...............................

Gruß

Ralf

Bin ja kein Psychologe, und einer für fernöstliche Persönlichkeitsstrukturen schon gar nicht, aber mir erscheint der Aufwand für diesen Zweck einfach viel zu unverhältnismäßig*). Wenn ich mich nur still "verschwinden lassen" möchte, ohne durch meinen Selbstmord ein Fanal setzen zu wollen, wozu dann hunderte von mir völlig unbekannten Menschen mit in den Tod nehmen, vielleicht noch die letzten Lebensminuten oder -stunden plaudernd auf der Tragfläche schaukelnd verbringen, in der Hoffnung, daß nicht ausgerechnet jetzt zufällig ein Fish-Trawler vorbeikommt und Überlebende aufnimmt?

 

*) Habe gerade keine aktuellen Zahlen zur Hand, aber es verschwinden alleine in Deutschland jährlich mehrere tausend Menschen auf Nimmerwiedersehen (d.h., die auch tatsächlich niemals mehr irgendwo auftauchen), und die werden auch alle mal amtlich für tot erklärt.

 

Gruß

Manfred

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hm, vielleicht hatte der gute Mann eine Vision; Nach der Tat auf Wolke 7 zu sitzen und genüsslich dabei zusehen, wie die Welt darüber rätselt, was er sich wohl dabei gedacht haben möge ... Die Vision, für das grösste Mysterium der Luftfahrtgeschichte verantwortlich zu sein

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Oder er wollte - viel einfacher - seiner Familie die große Schande ersparen. Von Lebensversicherung mal ganz zu schweigen...

Im Gegensatz zu Japan ist Selbstmord in Malaysia nichts ehrenvolles, und erweiterter Selbstmord schon mal gar nicht.

 

Einen Selbstmord als Unfall zu tarnen ist ja nichts neues. Aber wollen wir dem Piloten mal nichts unrechtes vorwerfen, solange es keine Beweise gibt. Bisher ist Selbstmord ja nur eine Theorie, aber sie wird für mich wahrscheinlicher, falls es sich herausstellen sollte, dass das Flugzeug aktiv gewassert wurde.

 

Im Gegensatz zu anderen Theorien würde das der logische Abschluss eines perfiden Plans sein. Im Falle eines technischen Fehlers (e.g. Feuer an Bord, nach Egyptair ja durchaus wieder eher als möglich anzusehen) wäre das ein sehr schwer erklärbares Ende des Fluges.

Es sei denn, erst mit Ausfall der Elektrik war die "sichere" Cockpittür zu öffnen, und ein FA hat die Notwasserung gemacht.

Aber dann ist auch die Alienentführung schon langsam wieder eine akzeptable Theorie...

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

[...] wozu dann hunderte von mir völlig unbekannten Menschen mit in den Tod nehmen [...]

 

 

Siehe A.L. ... er hätte sich auch von der Brücke stürzen können, oder wenn er seinen Freitod unbedingt mit der Fliegerei verbinden wollte, zumindest einen letzten Segelflug alleine ins Gebirge unternehmen können.

 

Er wollte aber anscheinend noch mal eine richtig große Bombe platzen lassen, in die Geschichtsbücher eingehen, es seinem Arbeitgeber für alle Zeiten heimzahlen...  keine Ahnung - es gibt Menschen, die haben solche Gedankengänge und manche führen sie auch aus. "Some men just want to watch the world burn"

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Meine Sympathie gilt Mr. Foley vom ATSB, der in einer völlig unmöglichen Situation, trotz des fatalen Eindrucks gehörig zu schwimmen, sich so gut geschlagen hat, daß letztlich sich niemand auf "Zugeständnisse" des ATSB berufen kann und alle Schlagzeilen sich ausschließlich auf den Kanadier stützen müssen.

Das kommt nicht überall so rüber...

Peter Foley, MH370-Chefermittler der australischen Transportsicherheitsbehörde (ATSB), bestätigt in der Sendung, es sehe ganz so aus, als sei die Flügelklappe ausgefahren gewesen.

 

Das ATSB unterstützt ausdrücklich die Kernaussage von Peter Foley (und nicht von "den Kanadiern"), dass die gefundenen Teile des Hochauftriebssystems den Schluss nahelegen, sie seien ausgefahren gewesen.

 

Was da nun alles wieder draus gejournalistet wird (die Passagiere wären 7 Stunden lang bei vollem Bewustsein in den Tod geflogen...) ist allerdings haarsträubend und ganz klar auf Effekthascherei aus.

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Siehe A.L. ... er hätte sich auch von der Brücke stürzen können, oder wenn er seinen Freitod unbedingt mit der Fliegerei verbinden wollte, zumindest einen letzten Segelflug alleine ins Gebirge unternehmen können.

 

Er wollte aber anscheinend noch mal eine richtig große Bombe platzen lassen, in die Geschichtsbücher eingehen, es seinem Arbeitgeber für alle Zeiten heimzahlen...  keine Ahnung - es gibt Menschen, die haben solche Gedankengänge und manche führen sie auch aus. "Some men just want to watch the world burn"

Und genau das wollte dieser Captain offensichtlich nicht, wenn es denn ein getarnter Selbstmord gewesen ist. Darin läge der große Unterschied.

 

Manfred

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Das kommt nicht überall so rüber...

 

Das ATSB unterstützt ausdrücklich die Kernaussage von Peter Foley (und nicht von "den Kanadiern"), dass die gefundenen Teile des Hochauftriebssystems den Schluss nahelegen, sie seien ausgefahren gewesen.

 

Was da nun alles wieder draus gejournalistet wird (die Passagiere wären 7 Stunden lang bei vollem Bewustsein in den Tod geflogen...) ist allerdings haarsträubend und ganz klar auf Effekthascherei aus.

 

Gruß

Ralf

 

Hallo, Ralf,

 

nur hat Mr. Foley das so nicht gesagt. Er antwortete auf eine hypothetische Frage mit einer hypothetischen Antwort, und das wird jetzt (von einigen Medien) als Faktum dargestellt.

 

Das ATSB stützt auch die hypothetische Antwort von Mr. Foley, klarerweise. Sie ist komplett richtig, aber nicht notwendigerweise auf MH-370 anwendbar.

 

Servus, Simon

Bearbeitet von AustrianSimon
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Und genau das wollte dieser Captain offensichtlich nicht, wenn es denn ein getarnter Selbstmord gewesen ist. Darin läge der große Unterschied.

 

Manfred

 

Hallo Manfred,

klar da gibt es Unterschiede, der eine wollte möglichst viel Schaden anrichten und es störte ihn nicht dass er als einer der größten Massenselbstmörder in die Geschichte eingehen wird, der andere - natürlich nur unter der Voraussetzung, die Suicide Theorie träfe hier zu - wollte diese Schlagzeilen verhindern. 

Vom Grundgedanken her, dass Menschen zu sowas fähig sind und auch nicht davor halt machen, hunderte unbeteiligte Leben auszulöschen, war es aber dasselbe. 

 

Sollte Shah das so wie vermutet ausgeführt haben, so lag ihm wohl mehr an seinem Ruf und seiner Familie, als dies bei A.L. der Fall war. Das ist für mich schon ein Motiv für eine solch unglaubliche Tat, auch wenn es niedere Beweggründe sind. 

 

Auch der Anspruch, durch einen selbst ausgetüftelten Plan die ganze Welt auszutricksen und für das größte Rätsel der Luftfahrtgeschichte zu sorgen, könnte ein Motiv sein, wenn jemand von solchen Fantasien besessen ist. Manchen Leuten reicht es nicht, sich einfach nur umzubringen, sie wollen noch irgend etwas hinterlassen. 

Bearbeitet von Johnny
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Dieser Artikel stützt auch wieder die Vermutung, dass es kein Eingreifen mehr gab und das Flugzeug nachdem der Sprit leer war niederging. 

 

Dies stützt natürlich weder, noch widerlegt es die Pilotentheorie, er hätte sich ja auch nachdem der finale Kurs feststand, selbst den Gar aus machen können. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Dieser Artikel ist natürlich ein Durchbruch!

 

Die Zeitung "The Australian" schreibt unter Verweis auf eine Studie des Herstellers der verschwundenen Boeing 777, sie sei innerhalb kürzester Zeit aus einer Höhe von 35.000 Fuß (10.600 Meter) abgestürzt. Zeitweise habe der Höhenverlust 12.000 bis 20.000 Fuß pro Minute betragen.

Neue Satelliten-Daten des australischen Verteidigungsministeriums bestätigten dies dem Zeitungsbericht zufolge.

Also haben die Australier eben doch das Flugzeug "auf dem Schirm" gehabt. Wie vermutet gibt es natürlich sehr viel mehr Daten, als bisher öffentlich zugegeben wurde.

Mit was für Satelliten die Australier sowas bestimmen können, erschliesst sich mir allerdings nicht.

20.000 Fuß pro Minute sind über 100 m/s oder über 360 km/h. Das ist heftig schnell, und aerodynamisch stationär eigentlich nicht möglich (das wäre ein 20° Sturzflug bei Höchstgeschwindigkeit, was einer Gleitzahl von 2.75 enspricht, sowas kann eine 777 auch mit vollen Spoilern und Fahrwerk draussen nicht). Ist wohl die Frage, wie lange "zeitweise" gedauert hat...

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wirft halt erneut die Frage auf, warum die Australier mittels "Satellitendaten" nachvollziehen können, dass die 777 mit 12000 - 20000 Fuss pro Minute "abstürzt", aber nicht in der Lage sind, demnach das Suchgebiet deutlich einzuschränken... Ich habe aufgehört, mir zu diesem Vorfall Gedanken zu machen, da stimmt einfach zuviel nicht resp. die Öffentlichkeit weiss einfach zuviel nicht...

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Das sind doch glatte Lügen. Genauso die Bahnerechnungen aufgrund der Satellitenpings: ein Freund, Physiker in der Forschung; sagte mir dass dise Präzision absolut unserös sei, da die Fehlerrechnung durch die minimal vorkommenden Jitter auch Flugbahnen bis nach Indien plausibel gewesen wären...Ds lügt einer um der Andere das dumbe Fussvolk an; allen voran die malaisische Regierung..

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Genauso die Bahnerechnungen aufgrund der Satellitenpings: ein Freund, Physiker in der Forschung; sagte mir dass dise Präzision absolut unserös sei, da die Fehlerrechnung durch die minimal vorkommenden Jitter auch Flugbahnen bis nach Indien plausibel gewesen wären...

Das einzige was ich an der Ping Theorie glaube, ist dass das Flugzeug offensichtlich noch 7 Stunden geflogen ist, und dass (durch die zwei sehr zeitnahen Pings am Ende) kurz vor dem endgültigen Absturz die Elektrik einmal ausgefallen, dann aber wieder versorgt worden ist.

Und selbst das muss man nicht alles unbedingt glauben.

 

Die Flugbahnberechnung, auch die in diversen Veröffentlichungen detaillier aufgearbeiteten, zeigen deutlich wie sehr kleine Änderungen an den gewagten Annahmen eines geradlinigen Fluges mit konstantem Kurs, Höhe und Geschwindigkeit noch das Endergebnis beeinflussen.

Wenn man soviel Geld investiert, um gezielt in einem bestimmten Bereich zu suchen, dann muss man noch ein paar Informationen mehr haben, als nur die Pings.

Es ist ja nichtmal klar, ob der Pilot nun eine Geschwindigkeit für beste Reichweite, längste Flugdauer oder für nix wie weg von potentiellen Verfolgern gewählt hat. Es wäre normal, über den Flug die Höhe mehrfach dem reduzierten Gewicht anzupassen. Unter diesen Randbedingungen finde ich die ganzen Annahmen für die Flugbahnberechnung schon mehr als fraglich.

 

Ich gehe fest davon aus, dass es mehr Fakten gibt, als man uns erzählt. Von Satelliten, Radarstationen, Sonarbojen etc. Und solange diese Fakten tatsächlich benutzt werden, um das Suchgebiet einzugrenzen kann ich auch noch damit leben, dass man uns nicht alles erzählt oder Legenden erfindet, die auf den Absturzort deuten, den man aus anderen geheimen Quellen für wahrscheinlich hält. Militär lebt halt auch von Geheimhaltung. Solange damit noch "gute" Ziele verfolgt werden, solange wird das Wrack so tatsächlich finden, soll es mir recht sein. Ich mache mir nicht die Illusion es gäbe den "mündigen Bürger" (der Begriff ist ohnehin schwer aus der Mode gekommen...)

 

Ich bin sehr darauf gespannt, wann man uns einen "Abschlussbericht" vorlegt (á la Brecht und Reich-Ranicki: "Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen", womit sich der Kreis fast schon schließt, den auch in "Der gute Mensch von Sezuan" geht es ja um Chinesen...)

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die könnten ja meinetwegen die militärischen Geheimnisse, wie sie jetzt genau auf ein bestimmtes Suchgebiet kommen oder welche Informationen dafür nötig sind, geheim halten. Mich würde dann eh nur interessieren DASS das Flugzeug gefunden wurde, und was die Flugschreiber oder das Wrack letztlich an Informationen preisgeben (sofern mit den Flugschreibern nach der Zeit in großer Meerestiefe überhaupt noch was anzufangen wäre).

 

Angenommen, die Suizidtheorie stimmt, dann dürfte ja eigentlich einer Aufklärung des Falles aus rationaler Sicht nichts entgegenstehen. Keinem der beteiligten Staaten wäre dann etwas vorzuwerfen.

 

Es könnte aber halt auch sein dass die Suizidtheorie nicht stimmt,  und dass die Aufklärung des Falles ein Land oder mehrere Länder bzw. deren Militärs arg in Bedrängnis bringen könnte was ggf. sogar ernste politische Auswirkungen haben würde. 

In dem Fall werden wir natürlich vergeblich auf einen Fund oder eine Aufklärung warten, wenn man sich hinter den Kulissen längst geeinigt hat, dass das ganze Verschlusssache bleibt und keine Ergebnisse erwünscht sind. Fraglich ist dann natürlich, wieso man noch weitersucht, weiß nicht ob es sich lohnt lediglich eine Alibisuche ablaufen zu lassen, während man genau weiß dass das Flugzeug wo ganz anders liegt... 

 

Dieser Fall macht mich echt fertig. Mir fällt kein anderes Ereignis an über welches ich mir so häufig Gedanken mache und worüber ich so sehr gerne wissen würde, was dahinter steckt. Meiner Meinung nach auf jeden Fall der spektakulärste Aviatik-Zwischenfall aller Zeiten.

Bearbeitet von Johnny
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Dieser Fall macht mich echt fertig.

Och, ich kann auch so ganz gut schlafen. Das etwas beim Fliegen passieren kann, ist mir klar. Das es um ein tausendfaches wahrscheinlicher ist, das ich einem Whatappenden SUV Fahrer, einem Krankenhauskeim oder dem Krebs anheim falle ist sehr beruhigend, wenn ich ein Flugzeug besteige. Von daher sitze ich auch schon vor dem ersten Cocktail recht entspannt in meinem Sitz. Auch wenn noch nicht klar ist, ob MH370 nun von alliens entführt, nach Diego Garcia umgeleiet, oder zu Kum Jong Ill seinem Privatjet umgebaut wurde.

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Es macht mich nicht in dem Sinne fertig dass ich daraus irgendwelche Rückschlüsse auf die Sicherheit des Fliegens ziehen würde... 

eher der Fall an sich... dass es möglich ist, dass ein Flieger auf diese Weise verschwindet und nicht gefunden wird... dass so etwas möglich war. Der Fall fasziniert mich und ich hoffe dass es irgendwann eine richtige Aufklärung geben wird. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

dass es möglich ist, dass ein Flieger auf diese Weise verschwindet und nicht gefunden wird

Was meinst du, wie viele Schiffe jedes Jahr verschwinden und nie gefunden werden. Selbst in Küstengewässern.

Ich habe halt auch immer noch Bedenken, dass eben doch ein technisches Problem dahinterstecken könnte, und in den Fall wird es ein sehr, sehr interessanter Fall. Solange menschliche Absicht dahintersteckt (was auch immer, von Suizid über Entführung bis VT), finde ich den Fall vergleichsweise langweilig.

Das die Menschliche Phantasie grenzenlose Schurkereien erdenken kann, und es das perfekte Verbrechen selbstverständlich gibt, steht für mich ausser Frage.

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

So "alltäglich" wie bei Schiffen ist das bei Flugzeugen aber (glücklicherweise) nicht... und es wäre auch etwas außergewöhnliches wenn ein Schiff welches z.B. von Rio nach Kapstadt fährt, plötzlich verschwindet und später dann letzte Pings aus dem Nordpolarmeer empfangen wurden...

und so... wie auch immer, ist auch eher mein subjektives Empfinden dass dieser Vorfall etwas ganz besonderes ist, von daher ist es eher müßig darüber zu diskutieren. Aus irgendwelchen Gründen interessiert und berührt mich dieser Vorfall eben besonders, wir sollten uns wieder den Nachrichten und wenigen Fakten zuwenden die es dazu gibt.

Hoffentlich kommt noch bissl was. Dass ATSB nun mehr oder weniger zugegeben hat dass es wohl über genauere Satellitendaten verfügt, kann man darauf hoffen dass dahingehend noch etwas verlautbart wird.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Was meinst du, wie viele Schiffe jedes Jahr verschwinden und nie gefunden werden. Selbst in Küstengewässern.

Ich meine: so gut wie gar keine.

Jedenfalls finde ich in der Liste bedeutender Seeunfälle 2001 - 2010 nur einen einzigen Fall, wo ein ganzes Schiff samt allen Personen an Bord für fünf Monate vermisst worden ist.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Was meinst du, wie viele Schiffe jedes Jahr verschwinden und nie gefunden werden. Selbst in Küstengewässern.

..........................

Gruß

Ralf

 

Ich meine: so gut wie gar keine.

Jedenfalls finde ich in der Liste bedeutender Seeunfälle 2001 - 2010 nur einen einzigen Fall, wo ein ganzes Schiff samt allen Personen an Bord für fünf Monate vermisst worden ist.

Ralf bezieht sich vielleicht auf diese Meldung, die mich auch in Erstaunen versetzt hat:

 

Jedes Jahr verschwinden fünf Schiffe spurlos - deutschelobbyUrlAdvisorGoodImage.png

brl. 'Oberhessische Presse', Marburg. 4.1.1986. " Jedes Jahr verschwinden fünf Schiffe spurlos. Bremen (dpa/vwd). Fünf Handelsschiffe verschwinden durch......"
 
Bei den 5 ist wohl nur von deutsch-geflaggten Schiffen die Rede. Ganz anders sieht es im weltweiten Maßstab aus.
 
Gruß
Manfred
Bearbeitet von DaMane
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

 

Ralf bezieht sich vielleicht auf diese Meldung, die mich auch in Erstaunen versetzt hat:

 

Jedes Jahr verschwinden fünf Schiffe spurlos - deutschelobbyUrlAdvisorGoodImage.png

Okay, der Autor dieser PDF-Datei hat ganz bestimmt auch schon eine Erklärung für das Verschwinden vom 9M-MRO ... falls er noch lebt.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Okay, der Autor dieser PDF-Datei hat ganz bestimmt auch schon eine Erklärung für das Verschwinden vom 9M-MRO ... falls er noch lebt.

Dann hätten wir doch schon einen Anhaltspunkt :D

 

Nein, ich möchte keine Spekulation über den Autor der "Oberhessischen Presse" anstellen, die Zahlen stammen aber wohl vom "Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft", das ich jetzt nicht unbedingt als unseriöse Einrichtung einstufen würde.

 

Manfred

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

die Zahlen stammen aber wohl vom "Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft", das ich jetzt nicht unbedingt als unseriöse Einrichtung einstufen würde.

Leider Gott Sei Dank  ;)  warnt mich mein Browser davor, deren Webseite zu öffnen. So habe ich eine Ausrede, jetzt nicht nachprüfen zu müssen, ob sie vielleicht nur was so ähnlich klingendes behauptet haben, ob es noch aktuell ist, oder ob es Indizien für Unseriösität bei dem Institut gibt.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...